Simon Falette

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Eintracht Frankfurt hat sich in der Defensive noch einmal verstärkt und Simon Falette vom FC Metz verpflichtet. Wie stehen die Chancen des Franzosen? Wo wird er eingeplant? Und lohnt er sich auch bei Comunio? 

Position: Abwehr. Falette ist ein klassischer Innenverteidiger, der bei einer Körpergröße von 1,84 Metern 89 kg wiegt und sehr bullig daherkommt. Dennoch ist er technisch kein Holzfuß und verfügt über ein sauberes Passpiel. Der Franzose kann auch links in der Abwehrkette spielen. 

Bisherige Karriere: Der 25-Jährige entstammt der Jugend des FC Lorient, wechselte aber, nachdem er Anfang 2012 sein Profidebüt für den damaligen Erstligisten gab, in die Ligue 2 zu Stade Laval. Nach nur einer Saison wechselte Falette dann zu Stade Brest. In der Bretagne blieb er die nächsten drei Spielzeiten und war dort genauso Stammspieler wie in Laval. Vom Zweiligisten ging es 2016 weiter nach Metz. 

Auch dort wurde er auf Anhieb Stammspieler und absolvierte in seiner ersten richtigen Erstligasaison 35 Spiele. Dabei erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Ein ordentlicher Wert für einen Innenverteidiger. 2015 wurde er zudem für die Nationalmannschaft von Französisch-Guyana nominiert, machte aber bislang kein Spiel für das Übersee-Department. 

Einstiegsmarktwert: 1,5 Millionen. Damit bewegt sich der Verteidiger leicht über den Werten seiner Hauptkonkurrenten Marco Russ (860.000) und Carlos Salcedo (1,24 Mio.). Die wohl sicheren Stammspieler David Abraham (3,02 Mio.) und Makoto Hasebe (2,04 Mio.) liegen noch ein Stück über dem Franzosen. 

Die besten zehn Comunio-Franzosen

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Platz 10: Josuha Guilavogui (VfL Wolfsburg), 137 Punkte (Stand: 11. Mai 2017), Bildquelle: Imago

Situation: Die Eintracht hatte bis zur Verpflichtung fünf Innenverteidiger im Kader. Quantitativ ist das sicherliche ausreichend, aber da Trainer Niko Kovac eine Dreierkette bevorzugt und hinter mindestens drei der schon im Kader befindlichen zentralen Verteidiger Fragezeichen stehen, war die Verpflichtung Falettes nur logisch und richtig. 

In der Dreierkette sollten Hasebe und Abraham gesetzt sein. Allerdings neigt der Argentinier zu rohem Spiel und ist immer wieder für einen Platzverweis zu haben. Carlos Salcedo, der als Nachfolger von Jesus Vallejo verpflichtet wurde, zog sich beim Confederations Cup eine schwere Schulterverletzung zu.

Ob er schon zum Ligaauftakt wieder dabei sein kann, steht aktuell noch nicht fest. Der Mexikaner wird zudem noch Eingewöhnungszeit brauchen. Diese ist auch bei Andersson Ordonez noch nicht abgelaufen. Der Ekuadorianer kam zwar schon im Winter, muss sich aber noch an das viel höhere Niveau in der Bundesliga gewöhnen. 

Bleibt noch Marco Russ, der zwar sehr erfahren ist, aber nach seiner überstandenen Krebserkrankung noch Zeit braucht, um wieder auf seine früheres Niveau zu kommen. Zudem ist er eben nicht mehr der Jüngste und vor allem nicht der Schnellste.

Die Vorzeichen für ausreichend Spielpraxis sind für Falette also blendend. Natürlich wird auch der 25-Jährige eine gewisse Anlaufzeit brauchen, aber die Ausbildung in Frankreich ist gut. Die spielerische Integration sollte daher schnell vollzogen sein. Und auch sonst sollte es in Frankfurts Multi-Kulti-Truppe keine Probleme geben. Falette ist jetzt sicher kein Ausnahmespieler, der allzu große Phantasie hervorruft, aber in der derzeitigen Situation könnte er Gold wert sein für die Eintracht. 

Marktwertpotenzial: Er dürfte leicht steigen, auch wenn natürlich die Marktwerte aktuell komplett im Sinkflug sind. Als Neuzugang mit guten Chancen auf einen Stammplatz ist er aber ein interessantes Spekulationsobjekt. Allerdings könnte es nach dem ersten Spieltag bereits eine Delle geben, sollte Falette noch nicht spielen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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