Setzt Trainer René Wagner beim 1. FC Köln auf Felipe Chávez?

Foto: © imago images / Jan Huebner
An dieser Stelle präsentieren wir jede Woche einen Spieler, der unter dem Radar läuft, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und seinen Marktwert schnell steigern könnte. Diesmal mit Felipe Chávez vom 1. FC Köln.

Marktwert: 790.000 (Stand 24. März)
Punkte: 13
Punkte pro Spiel: 2,17

Neuer Trainer, neue Chance

Der FC hat auf seine plötzliche Abstiegsnot reagiert und Coach Lukas Kwasniok entlassen, René Wagner – seit Sommer bereits Co-Trainer bei Köln – übernimmt zumindest interimsweise. Und ein neuer Übungsleiter sorgt für alle Akteure immer für neue Möglichkeiten.

Wie reagiert Wagner auf zwei FC-Siege seit Anfang November? Schwer vorstellbar, dass er auf das gleiche Personal setzt wie sein Vorgänger. Dominique Heintz etwa wäre ein Spieler, der in der Abwehr für dringend benötigte Erfahrung sorgt – und Felipe Chávez einer, der im Spiel nach vorne für etwas Unbekümmertheit sorgen könnte.

Großes Bayern-Talent

Erst im Winter verpflichteten die Geißböcke Chávez auf Leihbasis mit Kaufoption, die sie Gerüchten zufolge auch ziehen wollen, aus der zweiten Mannschaft von keinem Geringeren als dem FC Bayern München. Dort trumpfte der gerade einmal 18-Jährige im Januar in einem Testspiel gegen den FC Red Bull Salzburg unter anderem mit einem Treffer noch auf.

Die Kölner wollten dem Youngster Zeit geben, Kwasniok nahm sich fast außerordentlich viel. Denn während er auf Talente wie Youssoupha Niang und Fynn Schenten sogar teilweise von Beginn an setzte, bekam Chávez nur vier Jokereinsätze mit maximal 20 Minuten Spielzeit; obwohl im zentralen Mittelfeld keiner überzeugte, Tom Krauß und der am nächsten Spieltag bei Eintracht Frankfurt gesperrte Eric Martel bekleiden positionell im Vergleich zum Peruaner – der im Oktober sogar sein Debüt für das A-Nationalteam gab – eher den defensiven Part, Isak Jóhannesson konnte seine Form aus der 2. Bundesliga nach seinem Sommertransfer nicht in die Bundesliga übertragen und Denis Huseinbasic spielt mittlerweile eine untergeordnete Rolle.

El Mala – und Chávez?

Nun dürfte Chávez eine neue Chance bekommen – und könnte neben Shootingstar Said El Mala etwas Frische in eine FC-Mannschaft bringen, die vor allem an der eigenen Punkteausbeute im Vergleich zu den Leistungen sichtbar zu beißen hat. Seine Spielintelligenz in Kombination mit Torgefährlichkeit und einem starken linken Fuß verspricht auf dem Blatt zunächst viel.

Bundesliga Sperren: Werder Bremen & 1. FC Köln müssen handeln
Bundesliga Sperren: Stage fehlt Werder Bremen, Lynen übernimmt am 27. Spieltag

Sieben Spieler haben sich für den 27. Spieltag der Bundesliga Sperren eingehandelt. Werder Bremen, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt müssen Stammspieler ersetzen, dem FC Bayern fehlt ein Trio. Wer springt ein und lohnt sich kurzfristig bei Comunio?

Bei Comunio jedenfalls gibt es derzeit keinen Grund, an Chávez vorbeizugehen – denn es ist Länderspielpause, sein Marktwert beinahe auf dem geringsten Punkt seit seinem Wechsel und somit herrscht kaum ein Risiko bei einer Verpflichtung. Das Potenzial hingegen kommt enorm daher.