Foto: © imago images / Uwe Kraft
Die Vorbereitung hat einige Kandidaten in den Fokus gerückt, die noch vor Wochen kaum einer auf der Rechnung gehabt hätte. Heute mit Spielern von Köln, Stuttgart, Mainz und Dortmund.

Benno Schmitz (1. FC Köln, Abwehr, 680.000)

Benno Schmitz und der 1. FC Köln – das hat bislang nicht besonders gut funktioniert. In zwei Jahren FC kam der Rechtsverteidiger noch nicht einmal auf die Hälfte der möglichen Einsätze. Und spätestens seit der vergangenen Rückrunde schien sich der zunächst wackelhafte Kingsley Ehizibue auf der rechten Abwehrseite festgespielt zu haben.

Nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung scheint nun aber überraschend Schmitz die Nase vorne zu haben, nicht nur, weil er deutlich mehr Einsatzminuten spielen durfte als sein Konkurrent Ehizibue, sondern in der Defensive und im Passspiel auch schlicht etwas solider agiert. Für unter einer Million gibt es hier also einen Mann, der als potenzieller Stammspieler in die Saison gehen könnte. 

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Auch in dieser Vorbereitung tun sich Spieler hervor, die vor kurzem noch keiner auf der Liste hatte. Auch bei Comunio läuft unsere Auswahl aktuell noch stark unter dem Radar. Also: zuschlagen!

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Mateo Klimowicz (VfB Stuttgart, Mittelfeld, 1.410.000)

Eigentlich ist der VfB Stuttgart im offensiven Mittelfeld mit Daniel Didavi, Philipp Förster und Philipp Klement schon ganz gut besetzt, doch ein Akteur scheint das Trio derzeit auf der rechten Spur zu überholen. Der 20-Jährige Mateo Klimowicz weiß nicht nur in den bisherigen Testspielen zu überzeugen, sondern.bringt auch Trainer Pellegrino Matarazzo ins Schwärmen: „Mateo ist einer mit unfassbarem Potenzial, mit grenzenlosem, würde ich fast sagen“. Inzwischen werden erste Vergleiche mit Marco Reus gezogen. 

Das sind zwar große Handschuhe, die sich der Argentinier da anziehen muss, doch es dürfte klar sein, dass der Sohn von Ex-Bundesliga-Stürmer Diego Klomowicz 2020/12 auf Einsatzzeiten kommen darf. Bei der neuesten Verletzung handelt es sich übrigens nur um eine kleinere Blessur. 

Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05, Sturm, 1.370.000)

Schon letztes Jahr wähnte der Autor dieser Zeilen den Mainzer Angreifer als möglichen Geheimtipp, nach ein paar Kurzeinsätzen zu Beginn der Saison nahm in Ex-Trainer Sandro Schwarz aber bald wieder raus. Der 20-Jährige, der in den letzten fünf Jahren als eine der größten Sturmhoffnungen Deutschlands galt (24 U-Länderspiele), wurde gegen Ende der Saison von Achim Beierlorzer dann aber wieder aus dem Schrank gezaubert und durfte bei einem seiner Startelfeinsätze sogar sein erstes Bundesliga-Tor gegen Dortmund bejubeln. 

Jetzt will Burkardt aber endgültig angreifen. Dafür macht er Extra-Schichten, vor allem um sich im Torabschluss zu verbessern. Burkardt sagt: „Ich möchte unter den 13, 14 sein, die für jedes Spiel infrage kommen. Das ist der nächste Schritt, den ich diese Saison gehen möchte.“ Sein Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Burkardt kommt in der Offensive für alle Positionen in Frage.


Tobias Raschl (Borussia Dortmund, Mittelfeld, 280.000)

Für den 20-Jährigen lief das erste Bundesliga-Jahr eher ernüchternd, Raschl kam gerade einmal auf 25 Einsatzminuten. Nun ist mit Jude Bellingham noch ein ähnlicher Spielertyp hinzugekommen, was die Aktien von Raschl eigentlich eher verschlechtern sollte. Doch wie sich der gebürtige Düsseldorfer in den Testspielen präsentiert, ist aller Ehren wert. Immer anspielbar, technisch sehr fein, körperlich deutlich verbessert. Raschl könnte vor allem der enge Spielplan und die Möglichkeit, fünfmal zu wechseln, zu Gute kommen. Weil Emre Can zunächst wohl für die Abwehr eingeplant ist, ist ihm durchaus der ein- oder andere Einsatz zuzutrauen.

Ganz im Gegensatz zu Immanuel Pherai und Ansgar Knauff. Von dem Youngster-Duo konnte zwar vor allem Letzterer einen guten Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen, doch der BVB ist in der Offensive schlicht auf zu gut und auch zu breit besetzt.

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Autor: Karol Herrmann

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