Gladbachs Coach Lucien Favre gilt als Perfektionist, als Grübler, als jemand, der jegliche Entscheidungen ganz genau abwägt. Und das macht es für uns Comunio-Spieler nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen. Comunioblog blickt auf alle vier Abwehrpositionen und versucht sich an einer Prognose.

Rechter Verteidiger:

Rund zweieinhalb Saisons war Toni Jantschke eine Institution hinten rechts – bis zum 10.  Spieltag der Vorsaison. Eine Verletzungsmisere in der Innenverteidigung spülte Jantschke nach innen und da blieb er bis heute. Der 24-Jährige machte seine Sache so ordentlich (83 Punkte, beste Comunio-Saison), dass Favre ihn trotz seiner nur 1,77 m als Dauerlösung sieht.

Der Platz auf rechts ging an Julian Korb, der seine Sache passabel machte, aber längst nicht über jeden Zweifel erhaben war. Auch für Comunio war Korb mit gerade mal 28 Punkten niemand, der eine tragende Rolle im Kader haben sollte. Die Borussen heizten daher mit der Verpflichtung von Fabian Johnson aus Hoffenheim den Konkurrenzkampf weiter an.

Der Deutsch-Amerikaner ist ein Prototyp eines Allrounders. Egal ob rechts defensiv, links offensiv oder zentral vor der Abwehr, Johnson kann alles spielen. Segen und Fluch zugleich. In den ersten beiden Bundesligaspielen reichte es für den gebürtigen Münchner bisher erst zu zwei Kurzeinsätzen im linken bzw. rechten Mittelfeld.

Doch das ist im System Favre nicht ganz überraschend. Der Schweizer führt Neuzugänge in der Regel langsam an die Startelf heran. Sein System verlangt gerade von Defensivakteuren eine Menge. Das kommt nicht von heute auf morgen. Daher wäre es nicht überraschend, sollte sich Johnson im Laufe der Saison einen Stammplatz erkämpfen. Wo das sein wird, ist alles kaum vorherzusehen. Aktuell sind beide Kandidaten noch für relativ kleines Geld zu haben.

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Innenverteidigung:

Mit Jantschke haben wir den ersten Innenverteidiger bereits genannt. Der ehemalige U-21-Nationalspieler ist gesetzt. Bleiben noch Martin Stranzl, Alvaro Dominguez und Roul Brouwers. Von letzterem sollten die Comunio-Spieler allerdings die Finger lassen. Der Niederländer ist nicht mehr als ein Notnagel. In den fünf Pflichtspielen in dieser Saison stand der 32-Jährige noch keine Minute auf dem Platz.

Das genaue Gegenteil ist dabei Stranzl. Der Österreicher führte Mönchengladbach in allen Partien als Kapitän aufs Feld und verpasste nicht eine Minute. Trotz seiner 33 Jahre ist er weiterhin die Konstanz in Person. Im mittleren Preissegment ist Stranzl daher eine gute Wahl.

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Linker Verteidiger: 

Das bedeutet aber nicht, dass Dominguez keine ist. Überraschend spielt der Spanier nämlich aktuell auch. Zumindest war das so bis zur Partie gegen den SC Freiburg am vergangenen Wochenende. Favre stellte den 25 Jahre alten gelernten Innenverteidiger in den beiden EL-Quali-Spielen und gegen den VfB Stuttgart auf die Linksverteidiger-Position.

Völlig neu ist das für ihn nicht, bereits in der Vorsaison half Dominguez einige Male aus und punktete dort in seinen Startelfeinsätzen beständig (4 x vier Punkte). Die Versetzung war allerdings aus der Not heraus geboren. Die etatmäßigen Linksverteidiger Oscar Wendt (Innenbandriss im Knie) und Filip Daems (Erkältung) fielen am 29. Spieltag aus.

Während Kapitän Daems mit seinen 35 Jahren im Spätherbst seiner Karriere etwas den Anschluss verloren hat, ist Wendt längst wieder fit und durfte dann gegen Freiburg auch wieder ran. Der Schwede ist sicher die offensivere Variante gegenüber Dominguez und dürfte sich über kurz oder lang die Nase vorn haben. Und sollten alle Stricke reißen, gibt es immer noch Allzweckwaffe Johnson.

Favre hat aktuell die Qual der Wahl und der Coach wird sich sicher wirklich dabei quälen. Aber so lange Mönchengladbach in allen drei Wettbewerben unterwegs ist, wird die Rotation weitergehen. Das macht es für Comunio nicht immer leicht, aber bei den aktuell eher humanen Preisen der Borussen, sollte man vielleicht einfach darüber nachdenken, auch den Backup zu verpflichten – zumindest als Pro-Player.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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