Zwei Comuniolegenden im Duell: Pizza und Mario

Foto: © imago / DeFodi
Der 7.Spieltag schrieb mal wieder Geschichten, wie sie nur der Fußball schreibt. Hauptdarsteller: Der „richtige“ Götze. Und Claudio Pizarro, der Rekordmann im Seniorenalter. Und: Kölner Kellergucker.

Lehren des Wochenendes: Alter schützt vor Toren nicht. Oder nein, richtiger: Vor Punkten. Denn ein Tor erzielt hat Claudio Pizarro in seinem fünften Lebensjahrzehnt noch nicht, wohl aber eines vorbereitet. Der Assist zum 2:0-Endstand seines SV Werder gegen den VfL Wolfsburg war der Schlüssel zu vier Comuniopunkten – und damit ist der Peruaner der erste Feldspieler, der jemals im Alter von 40+ punkten konnte. Historisch stehen noch drei Torhüter vor Pizza, die ihre letzten Comuniopunkte in einem höheren Alter gesammelt haben. Kleiner Test: Auf Jens Lehmann dürfte jeder kommen – aber wer sind die anderen beiden?

Wir lösen es hier auf: Comstats – Manche schreiben Geschichte, andere rote Zahlen

Happy Paco, armer Lewi

Eine ganz eigene Geschichte – oder eher: ein ganzes Epos mit zig Handlungssträngen – haben sie am Samstag in Dortmund aufgeführt: Die heimische Borussia geriet zweimal in Rückstand (unter anderem durch den nach langer Verletzung famosen Alfed Finnbogason), kassierte nach eigener Führung noch kurz vor Schluss wieder den Ausgleich, um dann doch noch kurz vor dem Abendessen den Siegtreffer zu erzielen. Und dann waren da noch diese kleinen und großen Heldengeschichten: Der immer wieder aus dem Kader verstoßene Mario Götze, über dessen Status beinahe stündlich im Boulevard unterrichtet wurde, ohne nennenswert Neues zu verkünden, kam rein – und traf direkt. Überstrahlt wurde der familieninterne Götze-Zweikampf (der zuletzt hochgelobte kleine Bruder Felix sammelte auf der Gegenseite nur -2 Zähler) von Paco Alcacers Dreierpack innerhalb weniger Minuten. Wie es wohl Robert Lewandowski derzeit geht, während er Finnbogason, Alcacer und Co. dabei beobachtet, wie einfach es ist, Tore zu schießen?

Wie gewonnen, so…

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten Manager, die das Glück haben, Frankfurts Ante Rebic in ihrem Kader stehen zu haben. Denn der Frankfurter WM-Fahrer und Vereinsheld ist natürlich ein grandioser Stürmer, das hat der Kroate mit drei Treffern in den letzten vier Spielen bewiesen. Und auch am Sonntag in Hoffenheim spielte Rebic groß auf, erzielte das 1:0 in Schlitzohrmanier selbst und war auf Kurs zweistellig. Bis zur 64. Minute, da holte sich Rebic völlig unnötig die Gelb-Rote ab und musste von außen mitzittern, wie seine Frankfurter den Dreier mit nach Hause nahmen. Übrig bleiben so vier Punkte und ein Spiel Pause.

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„Kein Elfer!“ – „Mainzt du wirklich?“

In Mainz haben sie derweil ganz andere Schwierigkeiten: Nach sieben Spieltagen steht die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz bei einem Torverhältnis von 4:4 (!), seit über sechs Stunden hat kein Mainzer mehr ein Tor erzielen können. Und jetzt das: Beim Heimspiel gegen Hertha BSC drang Youngster Jonathan Burkardt kurz vor dem Pausenpfiff in den Strafraum ein, Hertha-Verteidiger Per Skjelbred erwischte ihn am Knöchel – und der Pfiff blieb aus. Schwarz brachte nach dem Spiel seinen ganzen Ärger zum Ausdruck und stellte dann auch gleich den Sinn des Videoschiedsrichters infrage: „Wenn du diese Situation nicht siehst, dann brauchst du das auch nicht. Sonst regst du dich nur darüber auf. Das ist eine glasklare Fehlentscheidung. Und wenn ich in Köln sitze, dann muss ich das sehen, dann muss ich eingreifen. Das ist ihr Job.“ Sogar Hertha-Manager Michael Preetz erkannte am Sky-Mikrofon einen Elfmeter, Übeltäter Skjelbred gab nach dem Spiel zu: „Ich bin ein bisschen gerutscht, treffe ihn zu 100 Prozent.“

Da schießt du schon keine Tore und wirst dann auch noch um die größte Chance gebracht. Wir erinnern uns: Die letzten 24 Bundesligaelfmeter der Rheinhessen waren allesamt drin.

Gewinner des 7. Spieltags: Schalke hat einen neuen Goalgetter, Mainz einen neuen Punktehamster – beide sind als Gewinner des Spieltags bei Comunio zu empfehlen. Außerdem dabei: Der Spieler, den Tayfun Korkut öfter benötigt hätte.

Verlierer des 7. Spieltags: Ab auf den Transfermarkt! Schwache Leistungen, Stammplatzverlust, Sperren: Diese Spieler solltet ihr nach den Samstagsspielen schnellstens verkaufen – darunter ein Top-Punkter, der sich wieder verletzt hat.

Die Top-Elf des 7. Spieltags

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Tor: Rune Jarstein (Hertha BSC) - 6 Punkte | Bilderquellen: Imago

Comstats des Wochenendes: 

Teuerste Spieler: Paco Alcacer (Borussia Dortmund, 20.560.000)

Teuerste Mannschaft: FC Bayern München (FC Bayern, 139.140.000)

Beste Spieler nach Positionen: Rune Jarstein (Hertha BSC, Torwart, 26 Punkte), Philipp Max (FC Augsburg, Abwehr, 44 Punkte), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld, 47 Punkte), Yussuf Poulsen (RB Leipzig, Sturm, 44 Punkte)

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Autor: Till Erdenberger

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