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Die SpVgg Greuther Fürth hat sich überraschend zurück in die Bundesliga gekämpft. Mit einem der kleinsten Etats und dem jüngsten Kader grenzt dies an ein Wunder. Nun gilt es, die Mannschaft zusammenzuhalten und für die Bundesliga zu rüsten. 

Nur rund 8,5 Millionen Euro betrug der Spieler-Etat der Fürther in der abgelaufenen Saison. Das ist selbst in der 2. Liga nicht der Rede wert und schon gar nicht mit dem Hamburger SV oder anderen Vereinen, die sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt hatten, zu vergleichen. 

Dass die Mannschaft dabei die jüngste der Liga ist und zudem mit einigen bereits als zu leicht für die Bundesliga empfundenen Spielern aufgefüllt ist, macht dieses Fußballmärchen noch spannender. Doch der Erfolg weckt natürlich Begehrlichkeiten, gerade dann, wenn die Spieler jung, entwicklungsfähig und mit größeren Verträgen zu locken sind. 

Auch um Erfolgscoach Stefan Leitl wird bereits gebuhlt. So soll Bundesliga-Absteiger Werder Bremen zwischenzeitlich die Fühler nach dem Trainer der Fürther ausgestreckt haben. Es gibt also viel Arbeit für Manager Rashid Azzouzi.  

Das Gerüst für 2021/22

Hinter zwei Personalien kann Azzouzi aber bereits einen Haken machen. Stürmer Havard Nielsen bleibt den Kleeblättern mindestens eine weitere Saison erhalten. Linksverteidiger Luca Itter wurde für eine weitere Saison vom SC Freiburg ausgeliehen. 

Dagegen verlassen die Leistungsträger Paul Jaeckel und David Raum die Spielvereinigung Richtung Union Berlin bzw. TSG Hoffenheim. Mittelfeldspieler Sebastian Ernst zieht es zu Hannover 96. 

Mit Kapitän Branimir Hrgota könnte ein weiterer Leistungsträger folgen. Der Vertrag des Stürmers, der sich für 16 Tore und neun Vorlagen verantwortlich zeigte, läuft aus. Fürth würde ihn gerne halten, aber Hrgota dürfte auch andere Angebote haben. 

Doch auch Fürth besitzt durch den Aufstieg andere finanzielle Möglichkeiten, wenngleich die Franken auch in der Bundesliga zu den Zwergen gehören werden. Und so sind sie fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. „Wir werden trotzdem auch in der Bundesliga unseren Weg weitergehen und nichts Verrücktes machen.“ 

Diese Youngster könnten durchstarten

Für Dickson Abiama muss der Aufstieg noch ein größeres Wunder sein als für seine Teamkollegen. Vor drei Jahren spielte der 22 Jahre alte Nigerianer noch in der Kreisklasse für die SpVgg Mögeldorf. Über den Landesligisten Quelle Fürth und den Bayernligisten SC Eltersdorf kam der Stürmer zu Fürth.

Er traf damals in einem Testspiel gegen die Kleeblätter und beförderte diese nun mit seinem Tor gegen Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga. Sechs Joker-Tore gelangen ihm in der abgelaufenen Spielzeit. Jetzt gilt es, dies auch eine Etage weiter oben nachzuweisen. 

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Das passiert noch auf dem Transfermarkt

Die Fürther müssen ihren Kader in jedem Fall noch weiter verstärken, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein. Die Abgänge der Leistungsträger wurden noch nicht kompensiert und auch ein weiterer Stürmer würde ihnen gut zu Gesicht stehen. 

Zugänge: Max Christiansen (Waldhof Mannheim), Nils Seufert (Arminia Bielefeld), Elias Kratzer (eigene U23), Alexander Lungwitz (FC Bayern München II)

Abgänge: David Raum (TSG Hoffenheim), Sebastian Ernst (Hannover 96), Paul Jaeckel (1. FC Union Berlin), Mergim Mavraj (unbekannt), Marijan Cavar (unbekannt)

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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