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Der Hamburger SV war trotz des Punktgewinns ein Verlierer des Spieltags und hängt weiter auf dem Relegationsplatz fest. Dabei ist der Trend absolut positiv. Seit die Spieler das System von Trainer Markus Gisdol verinnerlicht haben, gehören sie zu den besten Teams der Liga. Ist dieser Aufschwung auch bei Comunio zu spüren?
Nachdem Markus Gisdol die Mannschaft am sechsten Spieltag der laufenden Saison übernahm, brauchte er satte acht Bundesligaspiele, ehe er den ersten Sieg feiern konnte. Zuvor sprangen lediglich drei Punkte heraus und wie es in Hamburg üblich ist, wurde bereits wieder über eine Absetzung des Trainers spekuliert.
Doch die Spieler brauchten einfach Zeit, um sich auf das umschalt-intensive Spiel Gisdols einzustellen. Zudem mussten sie erst ihre mit Steinen bepackten Rucksäcke, die der katastrophale Saisonstart mal wieder mit sich brachte, ablegen.
Platz 4 seit dem 13. Spieltag
Das ist inzwischen gelungen und selbst ein kurzfristiger Rückfall in alte Zeiten – wie beim 0:8 in München – wirft die Mannschaft nicht mehr aus der Bahn. In den 13 Spielen seit dem ersten Gisdol-Sieg holte der HSV 23 Punkte. Legt man nur diese Spiele zu Grunde würde das Platz 4 in der Tabelle bedeuten, punktgleich hinter Hoffenheim. Und zwei Punkte vor dem Nordrivalen Bremen auf Platz 5.
Eine Tatsache, die nicht so präsent ist, da Hamburg sich – wie auch Werder – trotz der Aufholjagd nicht aus dem Keller befreien konnte. Und so bleibt die Wahrnehmung der Rothosen eher negativ. Aber wie ist das bei Comunio?
Auf den ersten Blick sind die meisten Hamburger nämlich auch im Spiel nicht gerade die Punktehamster. Über die gesamte Saison gesehen, holt der HSV im Schnitt nur 14,4 Punkte pro Spiel. Nur Darmstadt ist schlechter. In der gesamten Ära Gisdol sind es auch 14,4 Zähler, mit dem Unterschied, dass die Lilien in dem Zeitraum sogar leicht besser (14,5) sind.
Das ist sicher kurios, lässt sich aber mit dem schwachen Start des Trainers begründen. Denn nimmt man nur die letzten 15 Spiele sind es immerhin schon 23,5 Punkte und Platz 15. Da fällt einem allerdings gleich die Diskrepanz ins Auge, stehen die Hamburger in der Tabelle im gleichen Zeitraum doch auf Platz 4.
Bayern-Desaster macht Schnitt kaputt
Das Desaster in München mit -76 Minuspunkten haut da natürlich richtig rein. Ohnehin zeigt die Mannschaft zwei Gesichter. Auswärts gab es seit dem 13. Spieltag nämlich nur zwei Siege (Darmstadt und Leipzig), im Volksparkstadion ist man dagegen seit Ende November ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden).
Und so liegen die Hamburger bei Comunio auswärts auf dem letzten Platz mit durchschnittlich 8,6 Punkten, in dem Heimspielen holen sie dagegen starke 41 Punkte pro Partie (Platz 6). Also sollte man vielleicht eher nur im Volkspark auf die Rothosen setzen.































