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Fette Beute im heimischen Strafraum. Werner, Waldschmidt, Reus: Sie fühlen sich im eigenen Stadion besonders wohl. Teil II der Comunio-Heimtorschützen.
Timo Werner (RB Leipzig, Sturm, 10.450.000, 107 Punkte)
84 Spiele, 45 Tore, 21 Vorlagen – Timo Werner ist bei RB Leipzig eine richtige Wucht. Besonders im eigenen Stadion. Elf Tore hat der Stürmer auf seinem Konto, neun davon erzielte er zu Hause. Und da lieferte er eigentlich fast immer im Doppelpack ab (gegen Hannover 96, 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach, FSV Mainz 05).
Der wuchtige Werner, genau deswegen ist er auch umworben. Der FC Bayern München und der FC Liverpool sollen bei diesem dicken Brocken angeklopft haben. Blockiert Werner deswegen? Fakt ist: Seinen letzten Treffer erzielte der Stürmer im Dezember gegen Werder Bremen. Natürlich in einem Heimspiel. Seitdem heißt es allerdings: Warten.
Zwischen den Jahren knockte Werner ein grippaler Infekt aus. Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick nahm den Stürmer in Schutz: „Er ist nach seinem Infekt noch nicht bei 100 Prozent. Wir müssen schauen, dass wir das die nächsten Tage hinbekommen.“ Wichtig wäre das für RB Leipzig alle Male. Wenn Timo Werner keine Durststrecke hat, schenkt er den gegnerischen Torhütern am liebsten im eigenen Stadion ein. Vielleicht knipst er am Montag ja schon wieder. Gegen 1899 Hoffenheim.
Luca Waldschmidt (SC Freiburg, Sturm, 3.860.000, 78 Punkte)
Seitdem Waldschmidt beim SC Freiburg unter Vertrag steht, steigt sein Markwert. Kein Wunder: Denn der junge Mann trifft! Und das am liebsten Zuhause. Sechs Tore hat der Stürmer nach dem 22. Spieltag der Bundesliga auf dem Konto. Und alle Tore erzielt er im eigenen Stadion. Auch zwei von seinen drei Vorlagen hat Waldschmidt im Schwarzwald-Stadion aufgelegt.
„Der Luca kann halt kicken, hat gute Bewegungen, ein gutes Passspiel und ist gewandt“, lobte Christian Streich seinen Offensiven zu Saisonbeginn. Die Schuhe in der Jugend geschnürt hat Waldschmidt bei Eintracht Frankfurt, ehe er zum Hamburger SV wechselte. Aber erst mit dem Wechsel nach Freiburg fühlt er sich pudelwohl in der Bundesliga. „Die Erwartungshaltung ist hier nicht riesengroß, der Druck ist kleiner als bei anderen Vereinen“, findet Waldschmidt. „Von Trainer Christian Streich, über die Mannschaft bis hin zum Umfeld passt in Freiburg alles“. Freiburg, Streich, Waldschmidt – das passt einfach.
In der Rückrunde wurde Waldschmidt bislang als Joker eingesetzt. Am 23. Spieltag zu Hause gegen den FC Augsburg könnte es mit einem Tor auch wieder passen.































