Patson Daka ist neu beim HSV

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Der HSV hat in Patson Daka endlich seinen Top-Stürmer gefunden, zudem kommt Bilal Nadir fürs Mittelfeld – beide ablösefrei und mit Champions-League-Erfahrung. Schlagen die Neuzugänge beim Hamburger SV ein?

Patson Daka: HSV-Stürmer Nummer eins?

Position und bisherige Karriere: Patson Daka ist im Sturmzentrum zu Hause und somit für den Hamburger SV ein direkter Ersatz für die abgewanderten Ransford Königsdörffer und Robert Glatzel. „Er verbindet Energie, Geschwindigkeit und Tiefgang mit einer hohen Intensität im Anlaufverhalten“, beschreibt HSV-Sportdirektor Claus Costa den Neuzugang.

Daka kommt aus Sambia und wurde im Januar 2017 in den RB-Kosmos aufgenommen. Über den FC Liefering ging es nach einem halben Jahr zu RB Salzburg. Zwischen 2019 und 2021 feierte er seinen Durchbruch und erzielte herausragende 51 Tore in 59 Spielen in der österreichischen Bundesliga. Zudem traf er einmal in zehn Champions-League-Auftritten.

Im Sommer 2021 legte Leicester City 30 Millionen Euro für Daka auf den Tisch. In der ersten Saison traf der 1,83-Meter-Mann fünfmal in der Premier League und fünfmal in der Europa League. Den Abstieg konnte er im Folgejahr mit vier Treffern nicht verhindern, mit sieben Treffern aber zum Wiederaufstieg beitragen. 2024/25 stand er nur 721 Minuten lang auf dem Feld, Leicester stieg erneut ab.

In der vergangenen Championship-Saison spielte Daka 41-mal, erzielte fünf Tore und bereitete vier Treffer vor. Sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert, sodass der Hamburger SV ablösefrei zuschlagen kann. Der 27-Jährige spielt auch für die sambische Nationalmannschaft und erzielte in 47 Einsätzen 21 Treffer.

Stürmer Nummer eins?

Situation: Daka ist auf Anhieb der Top-Anwärter auf den Platz im Sturm des HSV. Er ist kein klassischer Torjäger, allerdings ein Angreifer, der ideal in das System von Merlin Polzin passt – insbesondere mit seiner Arbeit gegen den Ball und seiner Konterstärke. Bis auf Weiteres ist Daka also als Stürmer Nummer eins zu sehen, unter einem Vorbehalt: Noch ist nicht sicher, welcher Konkurrent seinen Weg nach Hamburg finden wird. Ein weiterer Angreifer wird höchstwahrscheinlich noch kommen.

Marktwert und Entwicklung: Von drei Millionen ging es für den Neuzugang zunächst auf 3,7 Millionen nach oben. Damit muss das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein, auch die Marke von vier Millionen könnte Daka noch knacken. In diesem Bereich könnte er sich bis zum Saisonstart einsortieren.

 

Bilal Nadir: Zweiter Lokonga für den HSV?

Position und bisherige Karriere: Bilal Nadir ist im zentralen Mittelfeld zu Hause und kann dabei mehrere Rollen einnehmen. „Bilal bringt eine hohe fußballerische und technische Qualität mit. Er ist ein Spieler, der den Ball immer haben will, eine hohe Aktionsdynamik besitzt und sich intelligent in den Halbräumen bewegt“, erklärt Claus Costa.

Der 22-Jährige, der bislang einmal ohne Einsatz für die marokkanische Nationalmannschaft nominiert wurde, wartet aktuell auf seinen großen Durchbruch. Über die Jugend von OGC Nizza ging es für Nadir im Sommer 2021 zu Olympique Marseille. Im Herbst 2023 feierte er sein Debüt in der Ligue 1 sowie der Europa League, im Januar 2025 erzielte er sein erstes Profitor.

Die Saison 2025/26 brachte für Nadir den nächsten kleinen Schritt mit ersten Erfahrungen in der Champions League und insgesamt 20 Einsätzen in der Ligue 1 (vier Vorlagen), die meisten davon allerdings als Joker. Das war nicht genug, um den auslaufenden Vertrag zu verlängern. Ebenso wie Daka kommt Nadir ablösefrei zum HSV – und mit der Hoffnung auf mehr Spielzeit.

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Langsam tut sich was in Sachen Transfers beim FC Schalke 04. Zuletzt holte man drei Spieler mit Bundesligaerfahrung, zwei weitere könnten folgen. Die Verpflichtung des größten Namens allerdings bleibt weiter offen.

Situation: Nadir ist ähnlich wie im letzten Jahr Sambi Lokonga ein Spieler mit hoher Qualität, der dem Konkurrenzkampf zum Opfer fiel und in Hamburg höher im Kurs stehen soll. Jener Lokonga ist allerdings neben Nicolai Remberg im zentralen Mittelfeld gesetzt, auch Kofi Amoako ein Konkurrent. Nadir ist somit erst einmal eher als Herausforderer zu sehen – aber auch einer, der im offensiven Mittelfeld vor der Doppelsechs Fuß fassen könnte. Kurz gesagt: Er komplettiert die zentrale des HSV und beugt weiter vorne der Möglichkeit vor, dass Fabio Vieira nicht verpflichtet werden kann.

Marktwert und Entwicklung: Ebenso wie Daka wurde Nadir für drei Millionen freigeschaltet, wir sehen aber im Stürmer erst einmal das höhere Comunio-Potenzial. Nadir wird erst einmal kurz steigen, könnte sich aber mittelfristig im Bereich zwischen zwei und dreieinhalb Millionen einpendeln. Die Vorbereitung wird dabei Aufschluss darüber geben, wie nahe er schon an einem Stammplatz ist.