Modeste ist der Torgarant beim 1. FC Köln

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Der EffZeh ist von zahlreichen Ausfällen seiner Leistungsträger gebeutelt und konnte lediglich wegen der ebenfalls schwächelnden Konkurrenz um die internationalen Startplätze Rang sieben behalten. Wie steht es nun um die ambitionierten Ziele und wie sieht das Leistungspotenzial bei den Geißböcken aktuell aus?

Der 1. FC Köln hat die beste Hinrunde seit über 20 Jahren hingelegt. Nach den ersten Spielen im Jahr 2017 ist der Geißbock-Verein aber nun in einem Tief angelangt. Nach zuletzt nur zwei Punkten aus fünf Spielen, gerät die Europa-League-Teilnahme mehr und mehr in Gefahr. Zahlreiche Verletzungen machen es da nicht leichter, den Anschluss zu halten.

Das Heimspiel gegen Hertha BSC ist nach fünf sieglosen Bundesligapartien in Folge die Chance für den 1. FC Köln sich weiterhin im Dunstkreis der Tabellenplätze zu halten, die zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen.

Zwar riss für die Kölner erst kürzlich eine lange Serie an Heimspielen ohne Niederlage gegen den FC Bayern München, doch ist das Rhein-Energie-Stadion ein Spielort, an dem der 1. FC Köln schwer zu schlagen ist. Ein Vorteil also für die Kölner, wenn es in der Mannschaft passt.

Abwehr und Defensives Mittelfeld

Allerdings stehen für die Partie gegen die Berliner wieder einige Akteure aus der Stammelf nicht zur Verfügung.
Mit Konstantin Rausch fehlt auf Linksaußen ein routinierter Flankengeber, der zwar gleichwertig durch Jonas Hector ersetzt wird, der aber in den letzten Wochen auch nicht gerade durch Bestleistungen brillierte. Nur acht Punkte aus den letzten sieben Spielen. Das war in der Rückrunde noch anders.

Die voraussichtlichen Aufstellungen: 1. FC Köln - Hertha BSC

Dominic Maroh und Neven Subotic könnten von ihrem Potenzial her eines der besten Innenverteidigerpärchen der Bundesliga sein. Allerdings sind sie davon noch weit entfernt. Aufgrund von Sperren und Verletzungen fallen Frederik Sörensen und Dominik Heintz für die Partie gegen die Hertha aus. Es bleiben daher nur noch Maroh und Subotic übrig. 

Subotic hat nach seinem Wechsel schneller in die Mannschaft gefunden, als viele dachten. In den bisher absolvierten fünf Partien kommt der Serbe auf 12 Punkte und eine gelbe Karte. Ausbaufähig, aber nicht schlecht. Im Schnitt holte er 2,4 Punkte je Spiel. Etwas mehr Spielpraxis und er könnte sich tatsächlich dauerhaft in die Stammformation des 1. FC Köln spielen. Seine Erfahrung kann die junge Mannschaft definitiv gebrauchen.

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„Maroh is back“ – und das ist auch gut so. Er war jahrelang gesetzt in der Kölner Defensive und zeichnete sich auch für das ein oder andere Tor verantwortlich (zwei Treffer in der letzten Saison).

Spielerische Ansätze von den Außenbahnen fehlen

Besonders bitter sind für die Kölner die Ausfälle von Leonardo Bittencourt und Marcel Risse. Bittencourt wird zwar alsbald zurückkehren, ohne ihn fehlt das spielerische Moment im Spiel des 1. FC Köln. Auch Marcel Risse wird immer noch sehnlichst vermisst. Seine Flankenläufe auf der linken Seite konnten personell noch nicht kompensiert werden. Die Verpflichtung von Christian Clemens hat noch nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Allerdings ist die Abwesenheit der beiden Leistungsträger die Chance für Milos Jojic, der zumindest in den letzten vier Spielen für Bittencourt zum Einsatz kam. Auch gegen die Hertha steht er wieder in der Startelf. Die Punkteausbeute ist allerdings mehr als dürftig. Null Punkte sind beileibe nicht der notwendige Leistungsnachweis, den es für einen nachhaltigen Eindruck benötigt.

Im Strum treibt weiterhin Anthony Modeste sein Unwesen. Wenn er nicht trifft, kann Köln in dieser Saison nicht gewinnen. Trotzdem sind seine Treffer keine Garantie auf den Sieg bei den Geißböcken. Zuletzt traf er zweimal, jeweils zur Führung, gegen den FC Ingolstadt. Am Ende stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel. 

Es bedarf vor allem mehr Initiative aus dem Mittelfeld um Höger, Jojic und Clemens, um im Wettbewerb um die internationalen Startplätze bestehen zu können.

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Autor: Peter Johann Friedrich

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