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In der Regel ist die Torhüterposition eher eine, auf der nicht oft gewechselt wird. Hier steht eigentlich Konstanz im Vordergrund. Dennoch gibt es bei einigen Bundesligisten aufgrund von Verletzungen aktuell offene Kämpfe um die Plätze zwischen den Pfosten. Comunio durchleuchtet sie.
Hertha BSC: Rune Jarstein (0,92 Mio., 50 Punkte) vs. Thomas Kraft (0,66 Mio., 16)
Die letzten drei Partien verpasst Jarstein wegen eines Muskelfaserrisses und auch wenn er vor dem Hoffenheim-Spiel schon wieder trainierte, stand gegen TSG Kraft im Tor. Ein Fingerzeig für die Zukunft? Nein, wie Coach Pal Dardai im „kicker“ bekräftigt: „Wir machen keinen unnötigen Druck, Thomas hat gut gespielt. Wenn Rune der Meinung ist, dass er wieder spielen kann, kehrt er ins Tor zurück“, kündigte der Ungar an. „Dann muss er Leistung bringen.“
Also wird der Norweger vermutlich am kommenden Wochenende gegen Bayer Leverkusen wieder zwischen den Pfosten der Alten Dame stehen. Bitte für Ex-Bayern-Keeper Kraft, der gegen Hoffenheim und Bremen bewies, dass er von manchen als die beste Nummer zwei der Liga gehandelt wird. Davon kann sich der inzwischen 29.Jährige allerdings auch wenig kaufen. Sein Vertrag läuft noch bis 2019. Bereits vor seiner Vertragsverlängerung hatte Kraft Angebote aus den USA.
1. FSV Mainz 05: Rene Adler (0,61 Mio., 10) vs. Robin Zentner (0,43 Mio., 22)
Böse Zungen behaupten ja, es sei eine ganz normale Saison von Adler gewesen. Zunächst gut gehalten, dann aber monatelang verletzt gewesen. Bereits 2010 hatte ihm eine Verletzung die WM gekostet und eine gewissen Manuel Neuer damals recht unerwartet zum Stammkeeper des DFB-Teams katapultiert.
In Leverkusen, Hamburg und nun auch in Mainz hat Adler weiter mit seinem Körper zu kämpfen. Seit dem 9. Spieltag kam der 33-Jährige nicht mehr zum Einsatz, weil er sich im DFB-Pokal gegen Kiel eine Sehnenverletzung am Oberschenkel zuzog und sogar operiert werden musste. Nun aber kehrte er wieder zurück ins Mannschaftstraining – und verdrängt Zentner wieder? Vermutlich. Sobald der erfahrene Adler wieder fit ist, könnte er den Youngster wieder ersetzen. Gerade im Abstiegskampf könnte Adlers Erfahrung Gold wert sein. Auch wenn Zentner ihn – bis auch die Pantomimenaktion – bestens vertrat, dürfte Adler bald wieder zwischen den Mainzer Pfosten stehen.
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Hamburger SV: Christian Mathenia (0,77 Mio., 48) vs. Julian Pollersbeck (0,48 Mio., 2)
Man könnte ja fast meinen, dass es perfekt zum Bild des HSV passt, was sich dort zwischen den Pfosten abspielt. Zunächst verpflichtet man im Sommer nicht ohne Stolz U21-Nationalkeeper Pollersbeck, nur um ihn dann öffentlich teils zu demontieren und ihn nicht einmal in den Kader zu berufen, ehe er dann nach der Winterpause auf einmal und ohne wirklich ersichtlichen Grund die neue Nummer eins wird.
































