Foto: © imago images /Sven Simon

Niklas Süle wird dem FC Bayern in der nähren Zukunft fehlen, der Innenverteidiger fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens sechs Monate aus. Diese Verletzung zog sich der 24-Jährige in der Partie gegen den FC Augsburg zu. Welche Folgen hat das nun für die Bayern? Und wessen Stunde könnte jetzt schlagen?

Das Unglück geschah schon nach wenigen Minuten. Niklas Sole wollte einen weiten Ball gegen Florian Niederlechner verteidigen, verdrehte sich aber dabei das Knie und schrie sofort vor Schmerzen auf.

Da war eigentlich schon klar, dass es etwas Schlimmes sein muss, denn wer Süle kennt, weiß, dass den nichts so einfach umhaut. Am späten Samstagabend kam dann die Bestätigung: Süle zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbands zu.

Während Sportdirektor Hasan Salihamidzic von einer „sehr, sehr gut“ verlaufenen OP am Sonntag sprach, sagte Präsident Uli Hoeneß am Montag vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel nach Piräus von einem „Drama“ und einer „totalen Katastrophe“. Darüber hinaus malte Hoeneß den Teufel an die Wand: „So wie es ausschaut, ist die Saison beendet, die Europameisterschaft ist ad acta gelegt, die können Sie total vergessen.“

Auf Transfermarkt wolle man im Winter nicht tätig werden, erklärten Hoeneß und Salihamidzic unisono. Man habe ihm Kader „viele Optionen“, so der Präsident. Wie sehen diese Optionen jetzt aus?

Die besten Spieler des Saisonstarts 2019/20

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Platz 10: Timo Werner (RB Leipzig) & Marco Reus (Borussia Dortmund) - 41 Punkte in 7 Spielen | Bildquelle: imago images / Revierfoto

Jerome Boateng (5.080.000, 17 Punkte)

Der ehemalige Nationalspieler wäre eigentlich die naheliegendste Alternative zu Süle. Allerdings schießt sich Boateng mit seinem Verhalten immer wieder Eigentore.

Im Sommer wollte er unbedingt weg, der Wechsel zu Juve scheiterte auf der Zielgeraden. Anschließend spielte er sich durch starke Trainingsleistungen fast in die Mannschaft, hatte dann aber doch gegen Pavard das Nachsehen.

Seine Ausflüge während der Länderspielpause kamen bei den Bayern-Bossen auch nicht gut an. Wird daher vermutlich weiterhin auf der Bank Platz nehmen müssen, wenn sich die Hernandez-Verletzung aus dem CL-Spiel in Piräus als nicht so schwerwiegend herausstellt. 

Falls doch, bleibt Kovac keine andere Wahl, zumal auch Martinez angeschlagen gegen die Griechen raus musste.

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Lucas Hernandez (6.340.000, 11 Punkte)

Der Franzose ist nach seiner gegen Paderborn erlittenen Knieverletzung wieder fit, stand gegen den FCA 90 Minuten auf dem Platz. Zunächst als Linksverteidiger, rückte er nach der frühen Süle-Verletzung ins Zentrum an die Seite von Landsmann Pavard.

Vermutlich wird das auch das Innenverteidiger-Pärchen der Zukunft sein, solange Süle verletzt fehlt. Allerdings musste der Franzose am Dienstagabend in der CL-Partie gegen Piräus ebenfalls verletzt raus. So könnte Boateng mehr als ein Back up werden.

Benjamin Pavard (6.990.000, 33 Punkte)

Er ist so etwas wie der Gewinner der ersten Monate. Spielt mehr als ordentlich, kann sowohl rechts als auch innen verteidigen und ist dadurch natürlich extrem wichtig für die Mannschaft.

Nach Kimmich der beste Bayern-Verteidiger bei Comunio. Ob er jetzt schon die Rolle als Abwehrboss übernehmen kann?

Auch Süle gilt nicht wirklich als Lautsprecher, allerdings ist er schon wesentlich länger im Verein. Pavard kennt die Liga und die Sprache besser als Hernandez.

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Javi Martinez (3.550.000, 10 Punkte)

Der Spanier wird wohl nur in der höchsten Not in der Innenverteidigung aushelfen. Hoeneß verriet am Montag, dass Martinez in den kommenden Monaten auf der Sechs gesetzt sein wird.

Zumindest gab er Coach Niko Kovacs diesen Rat: „Die Abwehrproblematik wird sich sowieso aus meiner Sicht demnächst erledigen, wenn der Martinez dann jetzt auf der Sechs spielt. Dann kriegen wir sowieso in Zukunft weniger Gegentore“, so Hoeneß.

Gegen Piräus durfte er wieder von Beginn an ran, musste aber zur Pause mit Oberschenkelproblemen raus.

Lukas Mai (280.000, – Punkte)

Der Youngster, der erst kürzlich seinen Vertrag an der Säbener Straße verlängerte, wird trotz der Süle-Verletzung zunächst keine große Rolle bei den Profis spielen. Mai ist bei der zweiten Mannschaft in der 3. Liga zwar der Abwehrchef und überzeugt dort mit konstant guten Leistungen.

Für die Ansprüche der Bayern in der Liga und vor allem in der Champions League, scheint das allerdings noch nicht auszureichen. Vorstellbar, dass sich der hochtalentierte Mai ab Sommer ausleihen lässt, um Spielpraxis auf höchstem Niveau zu sammeln.

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Autor: Florian Schimak

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