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Die große Dauerbaustelle auf den offensiven Flügeln könnte Köln mit dem griechischen Nationalspieler Dimitris Limnios geschlossen haben. Der 22-Jährige ist aber noch kein kompletter Spieler. 

Position

Dimitris Limnios ist ein Mann für die offensiven Außenpositionen. Zumeist kommt der Rechtsfuß dabei über die rechte Seite, um bis zur Grundlinie durchzugehen und dann präzise zu Flanken. Er kann aber auch auf Linksaußen spielen. Die Stärken des 22-Jährigen liegen vor allem bei Antritt und Tempo, gepaart mit einer äußerst feinen Technik.

Bisherige Karriere

Bereits im zarten Alter von 16 Jahren debütierte Limnios in der griechischen Super League 1 für Atromitos Athen, aus deren Jugend er entsprungen war. 2017 wechselte er zu PAOK Saloniki und holte er im vergangenen Jahr das griechische Double. Vor allem im letzten Jahr machte er einen deutlichen Leistungssprung, war erstmals unangefochtener Stammspieler und brachte es in 26 Ligaspielen auf zehn Torbeteiligungen. 

Insgesamt hat Limnios für seine 22 Jahre viel Erfahrung gesammelt. 144 Pflichtspiele in der griechischen Liga und im Pokal sowie immerhin 16 Europapokal-Einsätze, neun davon in der Champions-League-Qualifikation. Der ehemalige Nationalcoach Michael Skibbe machte Limnios 2018 zum griechischen Nationalspieler. Seit vergangenem Herbst gehört er dort fest zum Stamm und traf in sieben Einsätzen zweimal. 

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Einstiegsmarktwert

Drei Millionen kostete Limnios zu Beginn bei Comunio. Damit bewegt er sich auf einem ähnlichen Niveau wie Gladbachs Patrick Herrmann und gehört bei Köln nach den beiden Neuzugängen Sebastian Andersson und Ondrej Duda schon zu den teuersten Pferden im Stall. 

Situation

Köln hat schon länger ein Problem auf den offensiven Flügelpositionen. Dominik Drexler und Elvis Rexhbecaj passen viel besser in die Zentrale, Florian Kainz und Christian Clemens sind häufig verletzt und auch keine Tempodribbler vor dem Herrn. Kingsley Schindler wurde im Sommer gar mangels Perspektive vom Hof gejagt. Bleiben mit Jan Thielmann und Ismail Jakobs eigentlich nur noch zwei Jungspunde, die die komplette Last – bei allem Talent – noch längst nicht alleine Schultern können. Hier rennt Limnios also offene Türen ein.

Der Grieche hat zwar mit seinem Tempo und seiner Technik eine Dimension, die andere Mitspieler nicht haben, jedoch ist auch er längst noch nicht komplett. Vor allem beim Torabschluss wirkt Limnios bisweilen noch überhastet. Sechs Tore in mehr als 100 Einsätzen in der griechischen Liga sind nichts, was künftige Gegenspieler in Angst und Schrecken versetzen wird. Dennoch kann er der entscheidende Schlüssel sein, wenn es darum geht, gegnerische Abwehrketten zu durchbrechen oder gefährliche Konter zu fahren. 

Marktwertentwicklung

Überraschenderweise gab es hier bislang noch fast gar nichts an Zinsen mitzunehmen. Schon jetzt stagniert Limnios, was unter anderem auch in seiner Corona-Infektion begründet sein könnte, die den Wechsel nach Köln beinahe noch platzen ließ. 

Dass Limnios am 2. Spieltag – fast ohne Trainingspraxis beim FC – dann dennoch 28 Minuten zum Zuge kam, ist ein gutes Zeichen. Immerhin zwei Punkte nahm er in der knappen halben Stunde noch mit und präsentierte sich mit 26 Ballbesitzphasen und einer guten Zweikampfquote von 63 Prozent deutlich präsenter als viele seiner Mitspieler. Die drei Millionen zu halten, sind Limnios durchaus zuzutrauen. Dazu bräuchte es aber schon ein, zwei richtig starke Startelfauftritte mit Torbeteiligung. Das ist aber durchaus möglich. 

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Autor: Karol Herrmann

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