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Der 1. FC Köln lotst mit Ellyes Skhiri einen vielseitig einsetzbaren Defensivspezialisten weit unter Marktwert an den Rhein. Ein Transfercoup? Comunio Magazin klärt auf. 

Position: Der 24-jährige Ellyes Skhiri ist vornehmlich ein Sechser, der es versteht, Bälle vor der Abwehr abzufangen und gelegentlich auch Akzente ins Spiel nach vorne zu setzen. Er agiert dabei auch oft als „abkippender Sechser“, der sich die Bälle tief aus der Innenverteidigung holt und verteilt. Das Fanzine „Effzeh.com“ bezeichnet ihn aufgrund seiner Zweikampfführung, wo er mit seinen langen Gräten immer wieder Bälle gewinnt sogar als der „tunesische Busquets“. Skhiri kann aber auch als Rechts- oder Innenverteidiger eingesetzt werden. Nicht verkehrt, denn in der Viererkette herrscht bei Köln aktuell noch ein Engpass. Dennoch geht er bei Comunio als Mittelfeldspieler an den Start.

Die teuersten Mittelfeldspieler bei Comunio

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Bisherige Karriere: Skhiri kommt von HSC Montpellier, wo er auch aus der Jugend stammt. Seit drei Jahren hat er sich beim französischen Klub, der meist irgendwo im Mittelfeld landet, als Stammspieler etabliert und kommt insgesamt auf 123 Einsätze in der französischen Ligue 1, wo er insgesamt immerhin zehn Tore erzielte. Europapokalerfahrung hat in Frankreich geborene Spieler mit tunesischen Wurzeln zwar nicht, dafür ist er mittlerweile aber gestandener Nationalspieler Tunesiens. Skhiri verpasste weder bei der WM 2018 noch beim Afrika-Cup in diesem Sommer auch nur eine Minute. 

Einstiegsmarktwert: Mit 5 Mio. zu Beginn geht es gleich ordentlich zur Sache. Bei Köln ist damit aktuell nur noch Anthony Modeste teurer. Mal zum Vergleich: Auch für Bayerns Javi Martinez muss man aktuell in etwa diesen Betrag investieren. 

Situation: „Transfermarkt.de“ listet Skhiri mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro, dennoch konnte ihn Köln für etwa sechs Millionen verpflichten. Möglich war dies wohl nur, weil er sich mit Montpellier nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte. Ein Schnäppchen also für die Rheinländer. 

Die Sechserposition ist ohnehin schon länger eine Dauerbaustelle in Köln, abgesehen von Marco Höger, bei allem Respekt maximal Bundesliga-Durchschnitt, gab es im Kader eigentlich keinen Spieler für das defensive Mittelfeld. Nun kam mit Birger Verstraete bereits ein vielversprechender Mann aus Genk, der wohl ziemlich sicher den Platz neben Skhiri einnehmen wird, wenngleich Skhiri von diesem Duo den defensiveren Part geben wird. Aktuell hat der Tunesier nach dem Afrika-Cup und einer langen Saison mit 37 Einsätzen in Frankreich noch Rückstand, aber dass er einen Stammplatz einnehmen wird, darin besteht nicht der geringste Zweifel. 

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Marktwertentwicklung: Aktuell geht es noch steil nach oben. 700.000 waren es gleich an den ersten beiden Tagen. Dann ist aber Vorsicht geboten, um nicht den Peak zu verpassen. Skhiri wird sich – Stammspieler hin oder her – auf Dauer nicht bei 6 Mio. und mehr halten können. Schon alleine wegen seiner Position, die der Sofascore traditionell eher mit Punkten im mäßigen Bereich belohnt. Jetzt noch also noch schnell die Zinsen einstreichen, wer Skhiri aber langfristig im Kader haben will, sollte eher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einem niedrigeren Preis zuschlagen. 

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Autor: Karol Herrmann

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