Foto: © imago images / Sven Simon
In dieser Transferperiode gibt es wieder zahlreiche Wechsel innerhalb der Bundesliga. Im dritten Teil unterziehen wir Dominik Kohr, Niklas Füllkrug, Ihlas Bebou und Konstantinos Stafylidis dem Comunio-Check.

Dominik Kohr (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld)

Nachdem er unter Heiko Herrlich noch regelmäßig spielte, musste Kohr aus Leverkusen flüchten. Er war ein Verlierer unter Peter Bosz und kam im defensiven Mittelfeld kaum mehr zum Zug. Ein Spieler wie der 25-Jährige Abräumer ist aber viel zu schade für die Bank. Frankfurt griff mit 8,5 Millionen Euro Ablöse für ihre Verhältnisse recht tief in die Tasche.

Comunio-Prognose: Auf der Doppelsechs im von Adi Hütter bevorzugten 3-4-1-2 gibt es zwei Plätze zu vergeben. Von den aktuellen Konkurrenten Gelson Fernandes, Jonathan de Guzman und Lucas Torro geht Kohr als erster Stammplatzanwärter in die Saison. Zu gut passt sein unbändiger Wille und seine kompromisslose Gangart in die Frankfurter Philosophie. Aber: Sollte Sebastian Rode endgültig aus Dortmund zurückkehren, wonach es derzeit schwer aussieht, gibt es im Kader einen sehr ähnlichen Spielertyp der großen Kredit genießt. Jedoch wird Rode verletzungsbedingt noch länger ausfallen. Zumindest bis zur Rückrunde ist Kohr klar gesetzt bei der Eintracht. 

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Niklas Füllkrug (Werder Bremen, Sturm)

Fast vergessen: Im letzten Sommer wäre Füllkrug beinahe für 20 Millionen plus X nach Gladbach gewechselt. Weil Hannover aber das Veto einlegte blieb er – und spielte dank einer Knieverletzung in der Rückrunde nur noch vier Minuten. Nun bekam in Werder für gerade einmal ein Drittel des Preises, den Gladbach noch im Sommer 2018 vergeblich versuchte zu bezahlen. Der inzwischen 26-Jährige ist aber jetzt aber wieder schmerzfrei und wird in der Vorbereitung behutsam rangeführt.

Comunio-Prognose: Füllkrug und Werder kennen sich schon aus früheren Zeiten. Die Eingewöhnung dürfte denkbar einfache werden. Nach dem Abgang von Max Kruse fehlt im Kader auch ein Mann für das Sturmzentrum. Diese Rolle wird „Lücke“ einnehmen. Und wenn er fit bleibt, hat er seinen Stammplatz auch sicher. Dann ist er auch für 15 Saisontore gut. Für aktuell noch unter 5 Mio. durchaus eine interessante Investition. 

Ihlas Bebou (TSG Hoffenheim, Sturm)

Auch Ihlas Bebou musste 2018/19 über weite Teile der Saison in der Reha verbringen, Schuld war ein Sehnenanriss. Dass der Nationalspieler Togos aber nicht mit in die 2. Liga mit Hannover geht, war klar. Seine Dynamik und seine Geschwindigkeit sucht seinesgleichen. In den Statistiken zur Höchstgeschwindigkeit belegt er innerhalb der Bundesliga regelmäßig Platz 1. So war neben Hoffenheim also auch Gladbach interessiert, aber der Außenstürmer – inzwischen wieder fit – entschied sich für die TSG.

Comunio-Prognose: Beim System Nagelsmann mit Dreier-Abwehrkette und zwei Spitzen hätte es Außenstürmer Bebou wohl schwer gehabt. Der Niederländer Alfred Schreuder setzt aber klassisch auf Oranje-4-3-3. Dort hat Bebou beste Chancen als erste Wahl über Rechtsaußen in die Saison zu gehen. 

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Konstantinos Stafylidis (TSG Hoffenheim, Abwehr)

Stafylidis hat zwei verlorene Bundesliga-Jahre hinter sich. An Philipp Max kam er in Augsburg nicht vorbei. Der Linksverteidiger, der mit 25 Jahren schon 26 Länderspiele für Griechenland gemacht hat, hat seine Bundesliga-Tauglichkeit aber schon vor Jahren unter Beweise gestellt. Vor allem seine kompromisslose Zweikampfführung und seinen immensen Huf schätzen seine Trainer. 

Comunio-Prognose: Stafylidis wird sich einem Stammplatzduell mit Joshua Brenet stellen müssen, nachdem der Posten von Nico Schulz in der linken Außenverteidigung frei geworden ist. Brenet ist gewiss der elegantere Spieler, während Stafylidis deutlich bessere Abräumer-Qualitäten besitzt. Ein 50:50-Duell, bei dem in der Vorbereitung genau beobachtet werden sollte, wer sich in die Pole-Position bringt. 

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Autor: Karol Herrmann

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