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Wie haben sich die verliehenen Spieler zuletzt geschlagen und welche Perspektiven haben sie in der neuen Saison? Teil 2 mit Gladbach, Leverkusen und Hoffenheim.

Borussia Mönchengladbach:

Jordan Beyer (Abwehr, 1.380.000) 

So lief es zuletzt: Das 20-jährige Talent bekam beim Hamburger SV in der Rückrunde unter seinem einstigen Mentor Dieter Hecking die nötige Spiepraxis, meist alös Rechtsverteidiger, gelegentlich aber auch in der Innenverteidigung. So kam er in der Rückrunde auf elf Zweitligaeinsätze, davon stand er neunmal in der Startelf. Die eigentlich sehr guten Leistungen Beyers wurden von einem Eigentor am vorletzten Spieltag gegen Heidenheim getrübt, das letztendlich den Nicht-Aufstieg für den HSV einleitete.

Comunio Magazin Prognose: Beyer ist fest bei Gladbach eingeplant, man hält am Niederrhein viel vom U20-Nationalspieler. Er wird sich zunächst aber wieder in der zweiten Reihe anstellen müssen, doch zumindest auf Stefan Lainer kann er auf der rechten Abwehrseite Druck ausüben. Auch in der Innenverteidigung wäre er eine erste Alternative, sollten die Vieldspieler Ginter und Elvedi mal passen müssen.

Michael Lang (Abwehr, 330.000)

So lief es zuletzt: Auch die Leihe zu Werder Bremen darf als gescheitert betrachtet werden. Nach einigen Einsätzen zu Beginn der Saison pendelte Lang spätestens ab der Rückrunde zwischen Bank und Tribüne.

Comunio Magazin Prognose: Für die Bundesliga ist Lang als Außenverteidiger schlicht zu langsam. Gladbach wird rechts hinten mit Lainer und Beyer planen. Lang, der noch zwei Jahre Vertrag besitzt, darf gehen. Zumindest in seiner Heimat in der Schweiz dürfte es aber noch einen Markt für den 29-Jährigen geben.

Andreas Poulsen (Abwehr, 180.000)

So lief es zuletzt: Der Däne, immerhin für 4,5 Millionen Euro nach Gladbach gekommen, konnte sich bei Austria Wien zunächst einen Stammplatz erarbeiten, verletzte sich dann aber und kam nach der Corona-Pause nur noch einmal zum Einsatz.

Comunio Magazin Prognose: Gladbach ist auf der rechten Abwehrseite mit Ramy Bensebaini und Oscar Wendt bestens besetzt. Für Poulsen gibt es aktuell deshalb keine Verwendung. Eine erneute Leihe, womöglich wieder zu Austria Wien, scheint deshalb wahrscheinlich.

Julio Villalba (Sturm, 160.000)

So lief es zuletzt: Der in den letzten Jahren dauerverletzte Mittelstürmer sollte im letzten halben Jahr bei Altach in Österreich Spielpraxis sammeln. Gelungen ist das nur mit Abstrichen. Der Mann aus Paraguay stand einmal in der Startelf, wurde siebenmal eingewechselt und erzielte letztlich keinen Treffer.

Comunio Magazin Prognose: Bei Gladbach gibt es keine Zukunft für den 21-Jährigen. Noch ein Jahr hat er Vertrag, deshalb gibt es wohl keine erneute Leihe, die an eine Verlängerung gekoppelt wäre. Die Zeichen stehen ganz klar auf Trennung.


Bayer Leverkusen:

Tin Jedvaj (Abwehr, 2.910.000)

So lief es zuletzt: Die Leihe zum FC Augsburg ging für den flexiblen Defensiv-Spieler voll auf. 30 Mal stand Jedvaj in der Startelf und holte für seine Comunio-Manager immerhin 79 Punkte.

Comunio Magazin Prognose: Leverkusens Peter Bosz plant ohne den Kraoten, will vielmehr noch einen weiteren Innenverteidiger wie einen Rechtsverteidiger verpflichten. Für Jedvaj, der noch drei Jahre Vertrag hat, wird es aber einen großen Markt geben. Im höheren einstelligen Millionenbereich dürfte er wohl wechseln. Ob das innerhalb der Bundesliga sein wird, ist eine andere Frage.

Joel Pohjanpalo (Sturm, 1.720.000)

So lief es zuletzt: Der Finne konnte in der 2. Bundesliga beim HSV mit neun Toren in nur 14 Spielen komplett überzeugen, auch, wenn es am Ende nicht für den Aufstieg gereicht hat.

Comunio Magazin Prognose: In Leverkusen wird es für den 25-Jährigen aber schwer. Die Werkself sucht neben Kevin Volland noch einen Stürmer von internationalem Format. Der HSV könnte Pohjanpalo finanziell gesehen nur ein weiteres Mal leihen. Doch nach seinen vielen Toren in diesem Jahr wird es durchaus auch noch andere Interessenten für den Finnen geben.

Panos Retsos (Abwehr, 450.000)

So lief es zuletzt: Die Leihe zu Sheffield United darf als massiv gescheitert bezeichnet werden. Kein Ligaeinsatz (öfter Tribüne als Bank) und lediglich 14 Minuten im FA Cup haben die Aktien des einstigen griechischen Supertalents, das für stolze 17,5 Millionen nach Leverkusen gekommen war, nicht steigen lassen. 

Comunio Magazin Prognose: Peter Bosz baut nicht auf die Dienste des 21-Jährigen und auch Sheffield hat die Kaufpotion verstreichen lassen. Um mit dieser Personalie nicht ein verheerendes Transferminus zu machen, hilft eigentlich nur noch eine erneute Leihe.

Fein, Wolf und Co.: Die Perspektiven der Leih-Rückkehrer, Teil 1

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TSG Hoffenheim:

Kevin Vogt (Abwehr, 3.440.000)

So lief es zuletzt: Nachdem Alfred Schreuder bei der TSG nicht mehr auf die Dienste seines Kapitäns setzte, half dieser Werder Bremen beim Klassenerhalt. Wahlweise als Libero oder auf der Sechs, konnte der 28-Jährige bei Werder überzeugen, wenngleich sich Bremen einen Kauf des Defensiv-Spezialisten nicht leisten kann. 

Comunio Magazin Prognose: Vogt wird einen neuen Anlauf bei Hoffenheim machen, und da Alfred Schreuder nun weg ist, wird er sehr gute Karten haben, sich seinen Stammplatz wieder zurückzuerobern.

David Otto (Sturm, 320.000)

So lief es zuletzt: Die Leihe zu Heidenheim hat sich bezahlt gemacht. Zunächst meist als Joker, später immer öfter in der Startelf, kam Otto auf 25 Ligaeinsätze für den Fast-Aufsteiger. Dabei erzielte der Stürmer zwar nur ein Tor, kam aber immerhin auf fünf Vorlagen. 

Comunio Magazin Prognose: Gegen gestandene Stürmer wie Kramaric und Dabbur sowie den aufstrebenden Baier wird es für Otto, der als großes Talent gilt, in der kommenden Saison schwer, auf regelmäßige Spielzeit zu kommen. Abgeben will man das Eigengewächs, der immerhin mal A-Jugend-Bundesliga Torschützenkönig war, aber nicht. Eine erneute Leihe steht im Raum. Dafür muss dann aber erst sein 2021 auslaufender Kontrakt verlängert werden. 

Kasim Adams (Abwehr, 790.000)

So lief es zuletzt: Bei Düsseldorf unter Friedhelm Funkel noch gesetzt, konnte Uwe Rösler aber so gar nichts mit dem bisweilen etwas vogelwilden Innenverteidiger anfangen.

Comunio Magazin Prognose: Die Konkurrenz in der Innenverteidigung mit Hübner, Vogt, Posch, Bicakcic, Akpoguma und dem aufstrebenden Bogarde ist schlicht zu groß. Man wird sich eine Lösung einfallen lassen für den ghanaischen Nationalspieler. Es könnte erneut auf eine Leihe herauslaufen.

Joshua Brenet (Abwehr, 230.0000)

So lief es zuletzt: Immerhin vier von möglichen sechs Spielen machte Brenet für Vitesse Arnheim in der niederländischen Eredivisie.

Comunio Magazin Prognose: Hoffenheim hat durchaus ein Problem auf der linken Abwehrseite. Konstas Stafylidis konnte nicht überzeugen und soll abgegeben werden, mit Steven Zuber und Robert Skov spielten 2019/20 meist fachfremde Spieler auf dieser Position. Das könnte eine Chance für Brenet sein, dass sich unter dem neuen Coach Sebastian Hoeneß erst einmal präsentieren kann. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass Hoffenheim in Sachen Linksverteidiger noch einmal personell nachlegt.

Felipe Pires (Mittelfeld, 190.000) 

So lief es zuletzt: Seit Anfang des Jahres war der Linksaußen nach Kroatien zu HNK Rijeka verliehen, wo er zu fünf Jokereinsätzen kam und immerhin einen Treffer beisteuern konnte.

Comunio Magazin Prognose: Eine Zukunft in Hoffenheim dürfte der Brasilianer nicht haben. Sein Vertrag läuft 2021 aus. Ein Transfer – wohl unter der Millionengrenze – dürfte wahrscheinlich sein.

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Autor: Karol Herrmann

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