Foto: © imago images / motivio
RB Leipzig hat laut eigenen Angaben „eines der größten europäischen Abwehrtalente“ verpflichtet. Aber wer ist Josko Gvardiol überhaupt und kann er Dayot Upamecano ersetzen?

Position

Josko Gvardiol ist ein Innenverteidiger mit starkem linken Fuß, der sowohl links in einer Viererkette als auch in einer Dreierkette und als Linksverteidiger spielen kann. Das Gesamtpaket des 19-Jährigen ist beeindruckend: Gvardiol ist enorm zweikampfstark, sehr schnell, hat eine für sein Alter schon enorm ausgeprägte Antizipationsfähigkeit, um Bälle abzufangen und weiß auch im Spielaufbau – nicht selten mit langen Diagonalbällen – zu überzeugen.

Bisherige Karriere

2019/20 schaffte der damals noch 17-Jährige den Sprung zu den Profis bei Dinamo Zagreb, für die er bereits seit mehr als zehn Jahren spielt. Jetzt, wo er gerade 19 geworden ist, hat er bereits zwei Meistertitel und einen Pokalsieg in Kroatien als Stammspieler geholt. Zwölf Mal lief er bereits in der Europa League bzw. der Champions-League-Qualifikation auf. 


Leipzig war hier schon sehr früh dran und verpflichtete Gvardiol schon im vergangenen September für knapp 19 Millionen Euro. Da hatte er erst elf Ligaspiele auf dem Buckel. Heute wäre er wohl deutlich teuerer. 

Für sein Heimatland Kroatien hat Gvardiol sämtliche U-Nationalmannschaften durchlaufen und ist jetzt auch für den EM-Kader nominiert, wo er sein Debüt für die A-Mannschaft feiern könnte. Comunio-Manager haben hier also vielleicht schon die Möglichkeit, einen hoch interessanten Spieler für 2021/22 zu scouten.

Einstiegsmarktwert

4 Mio. soll Gvardiol zu Beginn kosten, das ist derzeit in etwa so viel, wie man für Nordi Mukiele hinblättern muss. Angesichts seines großen Talentes ist dieser Einstiegsmarktwert aber sicher nicht zu hoch angesetzt.

Situation

Es dürfte recht klar sein, dass Gvardiol für die Innenverteidigung geholt wurde, auf der linken Seite gibt es mit Marcel Halstenberg und Angelino zwei hochwertige Optionen im Leipziger Kader. Zentral muss aber nicht nur das Loch gestopft werden, das Dayot Upamecano hinterlassen hat, sondern auch dessen potenzieller Stellvertreter Ibrahima Konate steht vor einem Wechsel zum FC Liverpool. 

Was wurde aus den Geheimtipps 2021?

Bild 1 von 23

13./14. Spieltag: Jorge Mere. Direkt ein Volltreffer: Von 920.000 ging es für Mere im Januar hoch bis auf 2,2 Mio. Bis Mitte April hielt er sich bei gut 1,5 Mio., dann wurde er zum Bankdrücker und rutschte wieder ab. © imago Images / Jan Huebner

Neben Platzhirsch Willi Orban ist dann also ein Platz in der Stammelf zu vergeben, wobei Leipzig sicher wieder viel rotieren wird durch die Dreifachbelastung, gerade mit den jungen Spielern. Mit Mohamed Simakan von Racing Straßbourg bekommt Gvardiol aber noch einen Konkurrenten auf einem sehr ähnlichen Niveau. Hier wird entscheidend sein, wer sich schneller anpassen kann. Nicht ausgeschlossen, dass Leipzig aber auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. 

Marktwertpotenzial

„Wenn er im Alter von 20 Jahren noch kein Fixstarter in der kroatischen Nationalmannschaft ist, dann muss man jemanden dafür einsperren“, sagte Dinamo Zagrebs Akademietrainer Dalibor Poldrugac noch vor geraumer Zeit über Gvardiol. Dafür hat er zwar noch ein Jahr Zeit, aber es liegt nun an Jesse Marsch, aus diesem Rohdiamanten einen Top-Innenverteidiger für die Bundesliga zu formen. 

Hoffenheim-Neuzugang Angelo Stiller im Check: Der Hoeneß-Musterschüler

Bayern München verliert eines der größten Talente aus der eigenen Jugend an die TSG Hoffenheim. Doch kann sich der 20-jährige Mittelfeldspieler überhaupt schon in der Bundesliga behaupten?

weiterlesen...

Das könnte zwar noch ein wenig dauern, muss es aber auch nicht. Gvardiol hat schon auf internationaler Ebene performt. Vor allem durch sein komplettes Spektrum an Qualitäten ist ein hoher Sofascore sehr wahrscheinlich. Sollte Gvardiol regelmäßig spielen, kann er schnell zum Hype werden und sich in Sphären zwischen 5 und 10 Mio. ansiedeln.

Du spielst noch nicht Comunio? Hier entlang – kostenlos!

Autor: Karol Herrmann

Alle Beiträge von Karol Herrmann »