Mario Gomez wird ab sofort nicht mehr das DFB-Trikot tragen.

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Mario Gomez tritt aus der Nationalmannschaft zurück und beendet ein Kapitel in seiner Karriere, dass nicht immer voller Liebe, aber immer voller Emotionen und Respekt geprägt war. Ein Hintertürchen ließ sich der VfB-Angreifer allerdings auf. Welche Auswirkungen könnte der Rücktritt auf seine Comunio-Saison haben?

„Meine Zeit in der Nationalmannschaft war sportlich nicht immer einfach, nicht immer erfolgreich und doch wunderschön! Nun ist es aber an der Zeit, Platz zu machen und den vielen jungen und hochtalentierten Jungs die Möglichkeit zu geben, ihren Traum zu erfüllen, sich zu beweisen, Erfahrungen zu sammeln und das Beste für Deutschland zu erreichen“, schrieb Mario Gomez am Sonntag auf Facebook.

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Gepostet von Mario Gomez am Sonntag, 5. August 2018

Damit endet ein Kapitel, das 2007 verheißungsvoll begann (Treffer im ersten Länderspiel), 2008 (Mega-Chance gegen Österreich) einen Knacks erlitt, 2014 fast beendet schien und 2016 (bis zur Verletzung gegen Italien bockstarkes Turnier) eine Art Renaissance erlitt.

Gomez und das DFB-Team, das passte zwar nicht immer. Aber es gehörte auch irgendwie zusammen. Als nach der EM 2012 auf einmal der Mittelstürmer aus der Mode kam und Bundestrainer Joachim Löw eher auf Spieler wie Mario Götze als Falsche Neun setzte, schien die Zeit vom schlaksigen, manchmal etwas steif und unkoordiniert wirkenden Gomez abgelaufen gewesen zu sein.

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Doch spätestens seit seinem Wechsel in die Türkei zu Besiktas, wo er wieder regelmäßig spielte und vor allem traf, fand auf einmal auch Löw wieder Verwendung für Gomez.

Bereits bei der EM 2012 zeigte er in der Gruppenphase gegen die Niederlande und Portugal, wie wichtig er für das DFB-Team sein konnte. Die WM 2014 verpasste er verletzungsbedingt, 2016 zur EURO in Frankreich wurde Gomez auf einmal wichtig, weil das Projekt Götze nicht funktionierte.

2018 nahm er seine Rolle hinter Werner an, unterstützte den Youngster auf allen Ebenen und war so etwas wie der erfahrene Onkel des Teams. Dass es sportlich in Russland nicht lief, lag definitiv nicht an ihm.

Nun tritt er als nach 78 Länderspielen und 31 Treffern zurück, lässt sich aber dennoch ein Hintertürchen offen: „Ich werde dem DFB-Team immer verbunden bleiben und bin, wie alle Deutschen, nun großer Fan dieser Mannschaft. Nur wenn der Trainer in zwei Jahren bei der EM aus unwahrscheinlichen Gründen Bedarf sieht und ich mich auch wirklich noch in der Verfassung fühle, helfen zu können, werde ich dann selbstverständlich bereitstehen. Denn meine Liebe zu dieser Mannschaft ist ungebrochen“, schrieb Gomez auf Facebook.

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Irgendwie würde man ihm sportlich einen schöneren Abgang als das historische Vorrunden-Aus im DFB-Team wünschen. Vielleicht denkt Löw ja 2020 an ihn, wenn er den Kader für die transeuropäischen Spiele zusammenstellt.

Für den VfB bedeute das nun, dass sich Gomez voll und ganz auf seine Familie und seinen Verein konzentrieren kann. Gomez wirkte in den letzten Jahren sowieso aufgeräumter, klarer und nochmal reflektierter als schon zu Beginn seiner Karriere – er wirkte irgendwie angekommen.

Gomez wollte und musste niemandem mehr etwas beweisen. Er spielte Fußball, weil es ihm Spaß machte und nahm sich selbst nicht mehr ganz so ernst.

Das machte ihn auf der einen Seite ungeheur sympathisch und auf der anderen Seite brachte es ihn auch sportlich nochmal einen Schritt nach vorne, weil er nicht nach jeder vergebenen Chance zu hadern begann.

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Möglich, dass Gomez in der kommenden Saison in der ewigen Comunio-Tabelle in die Top 10 einzieht. Vor ihm liegt noch Philipp Lahm (+40). Auch Frank Rost und Stefan Kießling (beide +109) liegen durchaus in Reichweite. Seite vergangene Saison war ja auch nicht schlecht, die 33 Zähler hatten eher andere Gründe.

Irgendwie wäre es Gomez zu gönnen. Und irgendwie würde man sich wünschen, dass er mit dem VfB tatsächlich nochmal einen Titel gewinnt. Das dürfte aber deutlich schwerer werden als die 109 Punkte aufzuholen.  

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Autor: Florian Schimak

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