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Diese sechs Youngster unter 20 Jahren haben sich in der Bundesliga-Saison 2023/24 in den Fokus gespielt. Wir werfen einen Blick darauf, welche der jungen Talente sich schon in dieser Saison bei Comunio gelohnt haben!
Spoiler vorab: Youssoufa Moukoko, Julien Duranville, Kjell Wätjen (alle drei Borussia Dortmund), Justin Diehl (1. FC Köln), Umut Tohumcu, Tom Bischof (beide TSG Hoffenheim) und weitere sehr junge Juwelen kamen in dieser Saison bereits zum Einsatz. Sie alle haben es aber nicht in das Ranking der besten U20-Spieler der Bundesliga-Saison 2023/24 nach Comunio-Punkten geschafft. Dafür sechs andere.
Hugo Larsson (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld, 62 Punkte), Max Finkgräfe (1. FC Köln, Abwehr, 62 Punkte):
Hugo Larsson hat mit 19 Jahren laut Transfermarkt.de bereits einen Marktwert von 28 Millionen Euro. Dieser Wert kommt nicht von ungefähr. Er gilt als eines der größten schwedischen Talente! Im Sommer 2023 holte die Eintracht den zentralen Mittelfeldspieler für neun Millionen Euro Ablöse von Malmö FF nach Deutschland. Über weite Strecken der Saison gehörte der Youngster der Eintracht-Startelf an, kleinere Verletzungen in Oberschenkel und Wade warfen ihn zeitweise zurück. Ihm gelangen zwei Tore und eine Vorlage in seiner Frankfurt-Debütsaison – Stand jetzt. Larsson hat mit Götze, Skhiri und Co. große Konkurrenz im Zentrum, wusste jedoch oft zu überzeugen und sammelte so reichlich Spielzeit.
Trainer Dino Toppmöller förderte Larssons offensive Fähigkeiten, indem er ihn ermutigte, häufiger in den Strafraum vorzustoßen. Diese Anpassung führte zu einer erhöhten Torgefährlichkeit, was sich in entscheidenden Treffern, wie dem beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim, widerspiegelte . Larssons Entwicklung blieb nicht unbemerkt; sowohl Real Madrid als auch Manchester United zeigten Interesse an dem jungen Schweden. Seine Leistungen und sein Engagement machen ihn zu einem der vielversprechendsten jungen Spieler der Bundesliga.
Max Finkgräfe kam in der Hinrunde zu ein paar Kurzeinsätzen und am 15. Spieltag dann zu seinem ersten Startelf-Einsatz. Mit starken Leistungen verdrängte der Youngster Neuzugang Leart Pacarada als Stammspieler. Damit hätte vor der Saison wohl niemand gerechnet. Finkgräfe besticht besonders durch seine Zweikampfstärke, übernimmt aber auch schon in jungen Jahren Verantwortung und hat als Linksverteidiger einen enormen Offensiv-Drang. Gegen die TSG Hoffenheim schoss er seinen ersten Bundesliga-Treffer und weiß auch darüber hinaus zu überzeugen. 62 Punkte für einen jungen Spieler, der erst seit Ende der Hinrunde eine relevante Rolle spielt, können sich sehen lassen!
Youngster Max Finkgräfe zählt in der Saison 2023/24 zu den herausragenden U20-Talenten der Bundesliga – er ist ein absolutes Juwel in den Reihen der Kölner. Der 2004 geborene Linksverteidiger des 1. FC Köln etablierte sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen als unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger. Ursprünglich war Finkgräfe für die U21 eingeplant, er überzeugte jedoch im Trainingslager mit starken Leistungen und rückte in den Profikader auf. Sein Bundesliga-Debüt gab er am ersten Spieltag gegen Borussia Dortmund. Im Laufe der Saison absolvierte er 24 Bundesliga-Spiele, erzielte ein Tor und zeigte eine beachtliche Zweikampfquote von 54 Prozent sowie eine Passquote von 72 Prozent Besonders beeindruckend war sein Auftritt beim 1:1 gegen den VfL Wolfsburg, wo er mit einer entscheidenden Grätsche einen sicheren Gegentreffer verhinderte und als bester Kölner Spieler ausgezeichnet wurde.
Finkgräfes Leistungen blieben nicht unbemerkt: Er wurde für den renommierten „Golden Boy 2024“-Award nominiert, der jährlich das größte Fußballtalent Europas kürt. Er gehörte zu den neun Bundesliga-Profis in der Top 100 und lag zeitweise auf Rang 44 im internationalen Vergleich. Seine Nominierung unterstreicht seine herausragende Entwicklung und seinen Stellenwert im europäischen Nachwuchsfußball. Auch eine Auszeichnung für die gute Jugendarbeit des 1. FC Köln.
Hinweis: Max Finkgräfe ist seit seinem Geburtstag Ende März streng genommen nicht mehr unter 20. Den Großteil der Saison hat er jedoch als 19-jähriger absolviert. Deshalb haben wir ihn noch mit hier im Ranking aufgenommen.
Jamie Bynoe-Gittens (BVB, Stürmer, 63 Punkte):
Jamie Bynoe-Gittens zählt in der Bundesliga-Saison 2023/24 zu den herausragenden U20-Talenten und hat sich bei Borussia Dortmund als Schlüsselspieler etabliert. Nach überstandenen Verletzungsproblemen zeigte der 20-jährige Engländer beeindruckende Leistungen, die ihn zu einem der vielversprechendsten Nachwuchsspieler Europas machen.
Mit seinen 19 Jahren hat Jamie Bynoe-Gittens schon beachtliche 42 Bundesliga-Partien Erfahrung für Borussia Dortmund vorzuweisen. Sein Debüt für die Schwarz-Gelben feierte er bereits in der Saison 2021/22 und kam auf vier Kurzeinsätze. In der Saison 2022/23 waren es bereits 15 Einsätze. In der laufenden Spielzeit kommt er Stand jetzt auf 23 Partien, in denen dem Engländer ein Tor und sechs Vorlagen gelangen. Anders als bei Finkgräfe hat sich bei Bynoe-Gittens also schon abgezeichnet, dass in der Saison 2023/24 mit ihm zu rechnen sein könnte. Und das trotz starker Konkurrenz: Auf den Außen ist der BVB mit Jadon Sancho, Donyell Malen und Karim Adeyemi sehr prominent besetzt.
Nichtsdestotrotz kommt der Youngster regelmäßig zu Einsatzzeit. Seit dem zwölften Spieltag stand der Offensivspieler nur in einem Spiel nicht auf dem Platz, kam ansonsten immer mindestens als Joker in die Partie. 63 Punkte aus 23 Partien sind noch kein Punkteschnitt von Weltklasse-Format. Comunio-Manager sollten den Youngster für die kommenden Saisons aber sowas von auf dem Zettel behalten!
Seine Fähigkeiten als Flügelstürmer zeichnen sich durch hohes Tempo, technische Raffinesse und eine ausgeprägte Eins-gegen-eins-Stärke aus. In der Saison 2023/24 absolvierte Bynoe-Gittens 25 Bundesliga-Spiele, in denen er ein Tor erzielte und zahlreiche Offensivaktionen initiierte. Besonders hervorzuheben ist sein spektakuläres Tor im Klassiker gegen den FC Bayern München, bei dem er mit einem 102 km/h schnellen Schuss in den Winkel für Aufsehen sorgte. Diese Leistung unterstrich seine Fähigkeit, Spiele im Alleingang zu entscheiden, und brachte ihm internationale Anerkennung ein. Trainer Edin Terzić lobte ihn als „Game Changer“, der mit seiner ersten Ballberührung das Spiel beleben und den Unterschied ausmachen kann. Auch Sportdirektor Sebastian Kehl betonte seine Bedeutung für das Team und hob seine Schnelligkeit sowie Kreativität hervor.
Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München, Mittelfeld, 73 Punkte):
Bayern Münchens Aleksandar Pavlovic gehört definitiv zu den Shootingstars und auch zu den Überraschungen dieser Saison! Der junge Münchner durfte zwar schon unter Nagelsmann öfter mal bei den Profis mittrainieren, einen Bundesliga-Einsatz gab es für das Talent des Rekordmeisters jedoch unter dem alten Trainer nicht. Erstmals eingewechselt wurde der Deutsch-Serbe dann in der laufenden Saison unter Thomas Tuchel am 9. Spieltag beim 8:0 gegen den SV Darmstadt 98. Es folgte der steile Aufstieg. Anfangs profitierte er von Verletzungen seiner Mitspieler, überzeugte aber prompt mit guten Leistungen als Stellvertreter. Inzwischen buhlen sogar gleich zwei Nationalmannschaften um die Dienste des Münchners. In der Jugend spielte Pavlovic für die Deutsche Nationalmannschaft, aufgrund seiner serbischen Wurzeln dürfte er auch für Serbien auflaufen.
Der gebürtige Münchner durchlief sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern und schaffte im Oktober 2023 den Sprung in die Profimannschaft. Dort etablierte er sich schnell als Stammspieler im zentralen Mittelfeld und überzeugte mit seinen spielerischen Fähigkeiten, seiner Übersicht und seiner Zweikampfstärke. Pavlovićs Passspiel war besonders beeindruckend: Mit einer Passquote von 94,3 % gehörte er zu den effizientesten Mittelfeldspielern der Bundesliga. Seine Fähigkeit, auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen, verlieh dem Spiel des FC Bayern zusätzliche Stabilität.
Seine konstant starken Leistungen führten dazu, dass er im Februar 2024 von den Fans des FC Bayern zum „Spieler des Monats“ gewählt wurde. Bei einem 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach erzielte er sein erstes Tor in der Allianz Arena.
Hinweis: Aleksandar Pavlovic ist erst am 3. Mai 20 Jahre jung geworden. Deshalb zählt er für uns ebenso wie Kölns Max Finkgräfe zu den besten unter 20-jährigen der laufenden Bundesliga-Saison.
Brajan Gruda (1. FSV Mainz 05, Stürmer, 85 Punkte)
Vor der Saison kannten sicherlich nur eingefleischte Mainz-Fans den Namen Brajan Gruda. Seit Oktober 2023 dürfte er weit mehr Bundesliga-Fans ein Begriff sein. Dann nämlich spielte der Teenager vom 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Bayern München groß auf – und kassierte prompt ein Lob von Thomas Müller. Dieser schnappte sich nach dem Spiel das Trikot des Mainzer Talents und postete ein Foto damit in seiner Instagram-Story. Nach dem Spiel verschwand der 19-jährige dann nicht wieder von der Bildfläche, er erkämpfte sich einen Stammplatz bei den abstiegsbedrohten Mainzern. In 26 Bundesliga-Spielen traf Gruda drei Mal und legte zwei weitere Treffer auf. Der Offensivmann der 05er wurde wegen seines Spielstils und Auftretens bereits mit Franck Ribery verglichen. Er zeichnet sich vor allem durch seine strategischen Fähigkeiten als Spielmacher aus und rundet sie mit einer beeindruckenden Stärke im Eins-gegen-Eins, einem starken linken Fuß und einer Portion Unbekümmertheit ab. Gruda gehört mit 85 Comunio-Punkten definitiv zu den Überraschungen der Saison!
Mathys Tel (FC Bayern München, Stürmer, 103 Punkte)
Mathys Tel ist der erste Spieler unter 20 Jahren, der in dieser Saison die 100-Punkte-Marke bei Comunio übersprungen hat. Der junge Franzose ist seit 2022 beim deutschen Rekordmeister, kam in der laufenden Saison in 28 von 32 möglichen Partien zum Einsatz. Dabei erzielte der 19-jährige sechs Tore und steuerte vier Vorlagen bei. Allerdings kommt Tel in dieser Spielzeit zumeist noch von der Bank, seine Startelf-Quote liegt bei 13 Prozent. Bei seinem jüngsten Startelf-Einsatz gegen den VfB Stuttgart wusste der Youngster nicht zu überzeugen, dennoch werden die Münchner Verantwortlichen in dieser Saison mehr als zufrieden mit dem hochveranlagten Angreifer sein! Und nicht nur die: Comunio-Manager, die von Anfang an auf Tel gesetzt haben, haben dafür 103 Punkte eingesammelt.