96% Passquote: Dortmunds Manuel Akanji

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Passsicherheit ist ein Faktor auf dem Weg zu einer guten Note, auch wenn sie natürlich nicht alles über die Passqualität erzählt. Wir sagen, welche Spieler derzeit hart an der 100-prozentigen Sicherheit kratzen.

Tony Jantschke (Borussia Mönchengladbach, Abwehr, 94%)

Tony Jantschke spielt seine zehnte Saison in Mönchengladbach, aber dass der 28-Jährige sich nach eher mauen Jahren mit vielen Verletzungen noch einmal in die Stammformation spielen würde, hatten wohl wenige erwartet. Vor allem: In der Innenverteidigung. Der Routinier profitierte vor der Saison vom Abgang Jannik Vestergaards und der Verletzung der beiden Schweizer Nico Elvedi und Neuzugang Michael Lang – und seiner Vielseitigkeit. So rutschte der etatmäßige Rechtsverteidiger zu Saisonbeginn in der Abwehrzentrale rein und erledigt seinen Part überaus solide und seriös. Nun könnte der Stammspielerstatus nach vier Spielen wieder passé sein: Jantschke musste gegen Hertha BSC verletzungsbedingt vom Feld, Michael Lang ist offenbar wieder fit genug, um einspringen zu können.

Kai Havertz (Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 94%)

Ein Mittelfeldspieler hat es tatsächlich geschafft, in die Phalanx aus passsicheren Abwehrspielern einzubrechen: Kai Havertz hat gestern gegen Mainz nicht nur sein erstes Saisontor erzielt (und damit nach zwei Toren in der Europa League eine überaus erfolgreiche Woche abgeschlossen), sondern lieferte auch sonst beachtlich ab: Am Ende des Spiels stand eine Quote von 97%(!) erfolgreicher Pässe für den 19-Jährigen zu Buche. Wow,

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Waldemar Anton (Hannover 96, Abwehr, 94%)

Einen rabenschwarzen Tag hat Hannover 96-Kapitän Waldemar Anton am Samstag erlebt: Das 0:1 gegen den 1.FC Nürnberg erledigte der 22-Jährige per Eigentor selbst, vor dem 0:2 verlor er den Ball im Mittelfeld. „Das war zu 100 Prozent mein Fehler“, gestand Anton hinterher ein. „Das nehme ich voll auf meine Kappe.“ Bei solch offensichtlichen Fehlschlägen hilft auch eine Passquote von 94% nichts. Dass es für den jüngsten Kapitän der Liga aber seit einiger Zeit eigentlich richtig gut läuft, ist dann aber doch aufgefallen. Denn letzte Woche wanderte die Meldung durch den Blätterwald, dass Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow den Vize-Spielführer der deutschen U21-Nationalmannschaft gerne von einem Engagement in der russischen A-Auswahl überzeugen möchte.

Niklas Süle (FC Bayern München, 96%)

Am Samstag zerschellten mal wieder die Angriffsbemühungen des Gegners an Niklas Süle: Was auch immer in Königsblau in die Nähe des rekordmeisterlichen Strafraums kam, wurde vom 23-Jährigen gnadenlos wegverteidigt, gerade in der Luft war der Hüne schlicht nicht zu bezwingen. Hat der Nationalspieler den Ball erstmal erobert, geht es mit nahezu absoluter Sicherheit erfolgreich weiter: 96% seiner Pässe bringt der Innenverteidiger erfolgreich an den eigenen Mann. Mit 14 Punkten ist Süle Bayerns erfolgreichster Innenverteidiger.

Manuel Akanji (Borussia Dortmund, 96%)

Angesprochen auf seinen neuen Teamkollegen Abdou Diallo, seinerzeit für satte 28 Millionen Euro aus Mainz verpflichtet, sagte Dortmunds Innenverteidiger Manuel Akanji im Juli dem Kicker, der Franzose sei „auf eine gewisse Weise ein ähnlicher Spieler wie ich. Er ist körperlich stabil, und er kann eine gute Spielauslösung.“ Und tatsächlich brillieren die beiden jungen Leute (Akanji ist 23, Diallo sogar erst 22 Jahre alt) mit ihrer sicheren „Spielauslösung“. Diallo, diese Woche wegen einer Notbremse gesperrt, spielt den Ball mit einer 92-prozentigen Sicherheit hinten raus, der Schweizer Akanji liefert sogar 96% seiner Pässe erfolgreich ab. Ligabestwert! Der Lohn für so viel Konstanz: 18 Punkte aus den ersten vier Spielen.

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Autor: Till Erdenberger

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