19 Punkte: Marco Reus und seine Borussia lieferten letzte Saison bis zum Schluss

Foto: © imago /Sven Simon 
Die Saison locker austrudeln lassen? Laue Kicks statt Punkte satt? In den letzten Jahren haben sich am letzten Spieltag immer wieder Teams zu wilden Punktereien aufgeschwungen. Wir blicken zurück!

2012/2013: FC Bayern München (62 Punkte)

Muss man auch erstmal schaffen: Gegen die Bayern drei Tore zu machen und doch nur vier Teampunkte einzufahren. Diese ganz besondere Leistung „gelang“ Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 beim 3:4. Stranzl, Nordveidt und Mike Hanke(!) trafen für die Fohlen, die nach zehn Minuten (!) noch 3:1 führten(!), bevor zweimal Ribéry und Arjen Robben das Spiel noch drehten und den Vorsprung der Bayern auf Vizemeister Dortmund noch auf 25 Punkte ausbauten. Javi Martinez hatte den Anschlusstreffer markiert. Am Ende hatte Ribéry mit 20 Punkten alleine fünfmal so viele Punkte gesammelt, wie die Borussia, für die der Nachmittag so gut angefangen hatte.

2013/2014: TSG Hoffenheim (85 Punkte)

Wow, TSG Hoffenheim: 85 Punkte am 34. Spieltag 2013/14 sind eine starke Ansage. Das Opfer damals: Eintracht Braunschweig, das im Falle eines Auswärtssieges immerhin auf den Relegationsrang hätte springen können. Aber nicht an diesem Sommernachmittag. Die TSG – für den es um nichts mehr ging – ging nach 15 Minuten durch Rudy in Führung, Firmino und Volland erhöhten. Braunschweig konnte erst in der 88. Minute den Ehrentreffer erzielen.

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2014/2015: FC Bayern München (65 Punkte)

Was für ein Finale fürs Herz: Übersichtliche 65 Punkte reichten dem FC Bayern am letzten Spieltag 2014/15, um die Tagesbestmarke zu setzen. Das war aber natürlich nebensächlich, denn das 2:0 gegen den FSV Mainz 05 erzielte seinerzeit niemand anderes als Bastian Schweinsteiger in seinem letzten Bundesligaspiel für „seine“ Bayern. Auch, wenn das erst später klar wurde, am Spieltag selbst war es „Nur“ das 500. Pflichtspiel Schweinsteigers für den Rekordmeister. Zwei Monate später wurde der Wechsel des Mittelfeldspielers nach Manchester verkündet.

Der zweite Torschütze des Tages war übrigens Robert Lewandowski mit seinem 17.(!) und letzten Saisontreffer. Tiefstwert in der Bayern-Bundesligahistorie des Torjägers.

2015/2016: FC Bayern München (73 Punkte)

73 Punkte sind für die Rekord-Bayern zugegebenermaßen auch keine besonders dramatische Leistung für einen FC Bayern, zum Saisonausklang 2015/2016 reichten die mit der absoluten ersten Elf erspielten Punkte aber zum Tagesbestwert. Mario Götze (18 Punkte) traf zweimal gegen Hannover 96, Lewandowski erzielte das 1:0. Die Niedersachsen, für die Artur Sobiech gegen den eingewechselten Sven Ulreich zum Endstand traf, waren bereits abgeschlagen abgestiegen.

Eine kleine Randnotiz: Dem FSV Mainz 05 reichten acht(!) Teampunkte, um Hertha BSC (nicht viel bessere 15 Punkte) ein 0:0 abzutrotzen, durch das sich die Rheinhessen direkt für die Europa League qualifizierten.

2016/2017: Borussia Dortmund (85 Punkte)

Fokussiert bis zum Schluss: Borussia Dortmund spielte unter Thomas Tuchel eine konzentrierte Runde, lief am Ende souverän auf dem dritten Rang ein und gewann schließlich noch den DFB-Pokal. In den letzten Spieltag war man noch punktgleich mit der TSG Hoffenheim gegangen, es ging noch um die direkte Qualifikation für die Champions League. Und während den Hoffenheimern durchaus beachtenswerte 66 Punkte zu nicht mehr als einem 0:0 gegen den FC Augsburg reichte, lieferten Tuchels Dortmunder ein spektakuläres 85-Punkte-Spiel beim 4:3 gegen den SV Werder, alleine Marco Reus steuerte zwei Tore und 19 Punkte zum Spektakel bei. 

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Autor: Till Erdenberger

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