Foto: © picture alliance / Peter Steffen/dpa
Bereits mit 16 Jahren hatte Riechedly Bazoer ein Angebot von Manchester City, auch jetzt soll Pep Guardiola am zentralen Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam interessiert gewesen sein. Auch der BVB und die Bayern hatten Bazoer auf der Liste, doch der 20-Jährige entschied sich für einen Wechsel zum VfL Wolfsburg.

Wenn ein Spieler mit 16 nach Manchester eingeladen wird und dort mit Spielern wie Sergio Agüero oder Trainern wie Patrick Viera spricht, dann muss er schon einigermaßen gegen den Ball treten können. Sowohl der Argentinier als auch der Franzose hatten 2012 versucht, Bazoer von einem Wechsel auf die Insel zu überzeugen.

„Mit Patrick Viera und Sergio Agüero habe ich mich damals unterhalten und auch Robert Mancini kam und sprach mit mir. Das waren Stars, die ich bis dahin nur von der Playstation kannte“, sagte Bazoer gegenüber Voetbal International.

Der in Utrecht geborene Rechtsfuß lehnte jedoch ab – viel mehr seine Mutter. „Wahrscheinlich hat meine Mutter eine wichtige Rolle gespielt. Sie sagte, ich sei zu jung, um ins Ausland zu gehen und könne mich in meinem familiären Umfeld besser entwickeln“, so Bazoer.

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Stattdessen ging er von der PSV Eindhoven zu Ajax, weil er dort im defensiven Mittelfeld ran durfte, wo er sich nach eigener Einschätzung besser aufgehoben fühlt. In den vergangenen zwei Jahren entwickelte er sich in Amsterdam auf der Sechs zum absoluten Leistungsträger (Saison 15/16: 29 spiele, 5 Tore, 5 Assists), ehe er sich mit seinem Coach Peter Bosz wegen einer Verletzungsbehandlung überwarf, so dass er im Oktober sein letztes Spiel für Ajax bestritt.

The next step

Viele Klubs standen dann Schlange, doch die Zusage erhielt etwas überraschend der VfL Wolfsburg. „Wir haben uns schon lange mit Riechedly Bazoer beschäftigt und sind nun sehr froh, dass er sich trotz weiterer namhafter Angebote für den VfL Wolfsburg entschieden hat – und das auch langfristig. Er steht erst am Anfang seiner Karriere und wir sind überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen wird“, erklärte Olaf Rebbe, Leiter Sport beim VfL Wolfsburg.

Bazoer kann im defensiven Mittelfeld, auf der Acht oder in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Er überzeugt vor allem durch seine Physis und strahlt auf dem Platz bereits in jungen Jahren eine ungeheure Präsenz aus. Zudem verfügt er über ein feines Passspiel.

12 Millionen Euro zahlte die Wölfe an Amsterdam, Bazoer unterzeichnete einen Vertrag bis 2021. Dass er solange bei den Niedersachsen spielen wird, davon ist nicht auszugehen. Wolfsburg wird wohl nur ein Sprungbrett sein.

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Vor wenigen Monaten noch sagte er: „Ich hoffe, dass ich in zwei oder drei Jahren zu meinem Traumverein FC Barcelona wechseln kann. Ich will nicht groß drum herum reden. Vor zwei Monaten kamen die Leute aus Barcelona zu meinem Bruder, der mein Agent ist, und haben ihr Interesse verdeutlicht. Sie schauen meine Spiele an und halten mich im Auge“, so Bazoer.

Wie lässt Ismael spielen? 

Wolfsburg soll also nur ein Zwischenschritt auf dem Weg nach ganz oben sein. Dessen wird man sich beim VfL auch bewusst sein. „Ich kenne Riechedly Bazoer gut und bin von seinen Qualitäten absolut überzeugt. Er passt hervorragend in die Mannschaft und kann mithelfen, den VfL wieder in die Erfolgsspur zu bringen“, sagte Valerien Ismael.

Die Verpflichtung Bazoers wirft beim VfL in der Mittelfeldzentrale einige Planspiele auf. Mit Luiz Gustavo, Joshua Guilavogui und Bazoer haben die Wölfe nun drei Sechser von gehobenem Format, wie Ismael diese einsetzen will, muss man sehen. Möglich, dass Gustavo doch noch den Verein verlässt. Zumal mit Paul Seguin in der Hinrunde ein Eigengewächs im zentralen Mittelfeld von sich reden machte und zum Stammspieler avancierte, auch Yannick Gerhardt ist auf der Sechs eigentlich zu Hause. Hinzu kommen die etwas offensiver aufgestellten Maxi Arnold und der wiedergenesene Daniel Didavi, die auch im Zentrum agieren können.

Man darf also gespannt darauf sein, wo Bazoer seinen Platz beim VfL Wolfsburg finden wird. Ein Mann seiner Qualität wird sich definitiv behaupten – immerhin hat er seinen Dreijahresplan bereits verraten.

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