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Die vermeintlichen Top-Transfers des SV Werder Bremen zündeten noch nicht, im Winter soll nachgelegt werden. Die Hinrunde verlief dennoch ordentlich – wenn ein Übergangsjahr ohne Abstiegssorgen der Anspruch ist.
Kaderwert: 57.330.000
Kaderpunkte: 766 (Platz 13)
Bester Spieler: Jens Stage (84 Comunio-Punkte)
Die Situation beim SV Werder Bremen
Pokalaus und 1:4 in Frankfurt am 1. Spieltag: Ende August läuteten beim SV Werder Bremen die Alarmglocken. Im ersten Jahr nach Ole Werner zählten die Grün-Weißen plötzlich zu den Abstiegskandidaten. Dann folgte die Transferoffensive: Yukinari Sugawara kam für die rechte Abwehrseite, Cameron Puertas fürs Mittelfeld, und Victor Boniface für den Sturm. Gerade Boniface galt als Statement-Verpflichtung.
Die Wende folgte schnell: Werder gewann am 3. Spieltag mit 4:0 in Gladbach und holte sich zwischenzeitlich drei Heimsiege nacheinander. Schon ging der Blick eher wieder nach Europa. Zum Ende der Hinrunde blieb man allerdings fünfmal ohne Sieg, vor allem das 0:4 gegen den VfB Stuttgart schmerzte. So ganz gefestigt ist Bremen also doch noch nicht.
Auch die Bilanz der Transfers fällt nicht nur positiv aus. Sugawara überzeugt, Puertas und auch Samuel Mbangula nur phasenweise – und Boniface nicht. Der Angreifer hat nicht getroffen und plagt sich nachhaltig mit Knieproblemen herum. Eine Operation ist wahrscheinlich, die Leihe dürfte somit abgebrochen werden.
So wird sich Werder in der Winterpause neu umsehen. Ein neuer Mittelstürmer muss her, da Keke Topp sich auch noch nicht nachhaltig empfehlen konnte. Laut sky ist Damion Downs vom FC Southampton ein Thema. Der eine oder andere Offensivspieler hat auch noch die Qualität, eine Schippe draufzulegen. Puertas und Mbangula sind dabei ebenso angesprochen wie zuletzt Justin Njinmah und Marco Grüll.
Alle Rückrundenvorschauen im Überblick
Mögliche Stammaufstellung von Werder Bremen
Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Stage, Lynen – Puertas (Njinmah), Schmid, Mbangula (Schmidt) – Grüll
Info: Auch eine Dreierkette wie am 15. Spieltag gegen Augsburg ist denkbar, dann rückt Friedl ins Zentrum und Niklas Schmidt auf die linke Schiene. Ab Februar wird Felix Agu wieder zur Stamm-Option auf links. Ein neuer Mittelstürmer soll noch kommen.
Das sagten wir vor der Saison
Angesichts der Vorbereitung und des Auftaktprogramms wurde dem Kollegen Jan Welle „angst und bange“. „Mit etwas Pech droht der Abstiegskampf. Ansonsten dürfte ein langweiliger, zweistelliger Mittelfeldplatz herausspringen“, so die Prognose. Es riecht aktuell nach Letzterem.
Player to watch
Amos Pieper. Der Innenverteidiger kommt auf einen Punkteschnitt von 4,78, kostet aber weniger als vier Millionen. Ein solches Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es bei Comunio nicht oft, und die Manager sollten es sich zunutze machen. Pieper hat in vier seiner neun Einsätze sieben Comunio-Punkte erhalten.
Prognose
Der SV Werder Bremen wird nicht in den Abstiegskampf rutschen, aber auch nicht in den Kampf um die europäischen Plätze eingreifen. Vielmehr ist ein Platz zwischen zehn und zwölf realistisch. Alles in allem muss man sich im ersten Jahr unter Horst Steffen damit zufrieden geben. Die Frage ist, ob das reichen wird, um im Sommer Leistungsträger wie Romano Schmid und Jens Stage zu halten.
Bisherige Transferaktivitäten
Zugänge: Naby Keita (Ferencvaros, Leihe beendet)
Abgänge: –





























