Foto: © imago images / Christian Schroedter
Der VfL Wolfsburg darf in der Winterpause wieder einmal als graue Maus der Bundesliga bezeichnet werden. Die Negativserie ist durchbrochen, nach oben dürfte aber nicht mehr viel gehen. Ein Sommertransfer will noch angreifen.
Kaderwert: 69.100.000
Kaderpunkte: 734 (Platz 14)
Bester Spieler: Mohamed Amoura (77 Comunio-Punkte)
Die Situation beim VfL Wolfsburg
Wieder befindet sich der VfL Wolfsburg inmitten einer turbulenten Saison. Die Niedersachsen waren mit Aufbruchstimmung gestartet, nach drei Spielen noch ungeschlagen, und verloren anschließend sieben der nächsten acht Partien. Nach dem 10. Spieltag wurde der neue Trainer Paul Simonis entlassen, sein Nachfolger Daniel Bauer brachte schließlich einen Formaufschwung.
Unter Bauer stabilisierten sich die Wölfe und gewannen nach dem Punktgewinn in Frankfurt zweimal. Das 3:4 gegen den SC Freiburg schmerzte zum Abschluss der Hinrunde, noch krebsen die Niedersachsen auf Tabellenplatz 14 herum. Der Abstiegskampf ist deutlich näher als die internationalen Plätze.
So muss man im Winter praktisch festhalten, dass es für den VfL Wolfsburg bestenfalls eine Übergangssaison ist. Das Ziel muss es sein, schnell den unteren Rängen zu entrinnen, und mit einer guten Rückrunde zumindest im gesicherten Mittelfeld zu landen. Und sich dabei sportlich weiterzuentwickeln.
Das ist umso unbefriedigender, da der Kader in vielen Teilen eher auf sofortigen Erfolg ausgelegt ist. Maximilian Arnold und Christian Eriksen sind erfahrene Spieler auf oder über ihrem Zenit, Patrick Wimmer und Mohamed Amoura dürften Wolfsburg nicht als die Peak-Station ihrer Karriere sehen. Wer über den Verein hinauswächst, wird sich perspektivisch eine neue Herausforderung suchen.
Man kann also nicht wirklich davon reden, dass in Wolfsburg gerade etwas Langfristiges für die Zukunft entsteht. Für neutrale Beobachter ist der VfL in der Bundesliga eher irgendwie einfach da.
Alle Rückrundenvorschauen im Überblick
Mögliche Stammaufstellung des VfL Wolfsburg
Grabara – Kumbedi, Seelt, Koulierakis, Zehnter – Gerhardt, Arnold – Eriksen, Majer (Lindström), Wimmer – Amoura
Info: Mohamed Amoura befindet sich zunächst noch beim Afrika Cup, Dzenan Pejcinovic ersetzt ihn in der Zwischenzeit.
Das sagten wir vor der Saison
Der Kollege Jan Welle knüpfte den Erfolg des VfL Wolfsburg daran, ob Trainer Paul Simonis eine gewisse Euphorie entfachen könne. Letztlich war das Gegenteil der Fall. Dass man an den europäischen Plätzen kratzen wird, wie prognostiziert, ist Stand Winterpause eine sehr optimistische Prognose.
Player to watch
Jesper Lindström. Wenn ein Spieler des VfL Wolfsburg noch aus dem Nichts eine starke Rückrunde spielen könnte. dann Jesper Lindström. Der Sommerneuzugang fehlte fast die gesamte Hinrunde verletzungsbedingt, meldete sich jedoch gerade rechtzeitig vor der Winterpause mit einem Joker-Einsatz zurück. Bleibt er fit, kann der Ex-Frankfurter der Offensive durchaus seinen Stempel aufdrücken. Comunio-Manager können ab rund zwei Millionen darauf spekulieren.
Prognose
Der VfL Wolfsburg wird mit dem Abstieg letztlich nichts zu tun haben, mit den europäischen Plätzen jedoch ebenso wenig. Am Ende steht ein Mittelfeldplatz zwischen 10 und 13 – und die Frage, wie man sich für die Zukunft nachhaltig so aufstellt, dass ein Angriff nach oben wirklich gelingen kann.
Bisherige Transferaktivitäten
Zugänge: Cleiton (Flamengo, ablösefrei)
Abgänge: –





























