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Werder Bremen startete erneut mit ambitionierten Zielen in die Saison. Nach der Hälfte der Spielzeit ist die Ernüchterung groß. Die Bremer finden sich auf einem Abstiegsplatz wieder und präsentierten sich zeitweise desaströs. Jetzt gilt es Schadensbegrenzung zu betreiben. Große Kaderveränderungen wird es dabei aber nicht geben. 

Kaderwert: 56.400.000
Kaderpunkte: 538
Comunio-Platzierung: 13
Bester Spieler: Milot Rashica (82 Punkte)

Die Situation

Vor der Saison gaben die Verantwortlichen wieder das äußerst ambitionierte Saisonziel „Qualifikation für die Europa League“ aus, aber bereits in der Vorbereitung konnte man ahnen, dass dies wohl nicht zu schaffen sein wird. 

Gleich mehrere Schlüsselspieler fielen in der Vorbereitung aus. Vor allem in der Verteidigung drückte über weite Strecken der Hinrunde der Schuh. Durch die Kreuzbandverletzung von Niclas Füllkrug steht auch der Königstransfer in der Offensive nicht zur Verfügung. 

Werder hatte von Beginn an große Probleme in der defensiven Ordnung. Die Bremer kassierten auffällig viele Gegentore nach Standardsituationen. Zu der fehlenden Abstimmung kam dann mit der Zeit ein verheerender Formverlust, fehlendes Selbstvertrauen und die fehlende Mentalität sich gegen diese Widerstände zu stemmen. 

Resultat dieser Negativspirale waren erschreckend schwache Leistungen vor der Winterpause und ein Abrutschen auf Platz 17. Nur eins der vergangenen 13 Bundesliga-Spiele konnte Werder gewinnen. 

voraussichtliche Aufstellung Werder Bremen

Jetzt gilt es die Wende zu schaffen und dazu bedarf es im Grunde auch neues Personal in jedem Mannschaftsteil außer dem Tor. Doch bekanntlich verfügen die Bremer nicht über das größte Budget und so soll wohl nur ein neuer Spieler kommen. Es heißt, Werder suche – wie schon im Sommer – einen Achter. 

Der Neuzugang soll bestenfalls dominant auftreten und auf dem Platz vorangehen. Einer sein, der auch mal lautstark sein Team mitreißt oder ein Zeichen setzt. Tugenden vorleben, die im Abstiegskampf von Nöten sind. 

Die Verantwortlichen hoffen allerdings auch, dass vermeintliche Leistungsträger wie Niklas Moisander, Ömer Toprak oder auch Maximilian Eggestein von Verletzungen verschont bleiben und wieder zu ihrer Form finden. Es ist ein riskanter Plan, den die Bremer verfolgen, aber ob der finanziellen Situation wohl alternativlos. 

Aktuell hat sich das Lazarett zumindest ein wenig gelichtet. Zu Rückrundenbeginn dürften neben Füllkrug nur Theodor Gebre Selassie (Oberschenkelverletzung), Kevin Möhwald (Reha nach Knie-OP) und eventuell Ludwig Augustinsson (Muskelfaserriss) ausfallen. 

Kohfeldt möchte dabei weiter flexibel sein und schließt auch eine Dreierkette nicht aus. Gesetzt sind dabei Jiri Pavlenka, Niklas Moisander, Ömer Toprak, Augustinsson, Davy Klaassen, Maxi Eggestein und Rashica. 

Die teuerste Elf bei Comunio

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Tor: Yann Sommer | Borussia Mönchengladbach | 4.680.000 | 65 Punkte | Stand: 5.1.20 | Bildquelle: imago images / Matthias Koch

Das sagten wir vor der Saison

Wir sahen das erklärte Saisonziel als durchaus ambitioniert an und erwarteten noch einen Königstransfer, damit das Ziel erreicht werden kann. Nach Erscheinen unserer Vorschau kamen zwar noch Toprak und Leonardo Bittencourt, doch als Königstransfers konnten diese nicht bezeichnen werden. 

Letztlich machte das Verletzungspech früh allen Ambitionen einen Strich durch die Rechnung. Dann kam das eine zum anderen. 

Comunio-Player to watch

Fin Bartels. Nach seinem Achillessehnenriss und der anschließenden Knieverletzung gab Bartels Ende der Hinrunde sein Comeback und zeigte sich überraschend unbeeindruckt von der langen Verletzungspause. Bartels könnte das Pendant zu Rashica sein, das den Bremern in der Hinrunde oft fehlte. Mit seiner Spielweise reißt er Lücken und als Persönlichkeit ist er zudem eine wichtige Stütze. Aktuell kostet er 1,95 Millionen. 

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Prognose

Es sollte Konsens sein, dass der Bremer Kader eigentlich zu gut ist, um abzusteigen. Doch ein ähnliches Schicksal ist schon ganz anderen Mannschaften widerfahren. Daher dürfen sich die Bremer nicht auf ihre Qualität verlassen. Sie müssen den Abstiegskampf endlich annehmen und sich aus ihrer lähmenden Lethargie befreien. 

Florian Kohfeldt ist ein Trainer, dem man zutrauen kann, das Ruder herumzureißen. Seine Position im Verein ist unverändert stabil. Doch es gilt, erfolgreich aus den Startlöchern zu kommen. Das Auftaktprogramm ist machbar. 

Unsere Prognose: Die Bremer werden sich am Ende retten und im Mittelfeld einlaufen. 

Zugänge:

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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