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Mit der größtmöglichen Euphorie kehrt der 1. FC Köln nach 25 Jahren auf die europäische Bühne zurück. Aber wie kann die Mannschaft 2017/18 die Dreifachbelastung wegstecken? Und wer schießt nun anstelle des nach China abgewanderten Top-Knipsers Anthony Modeste die Tore? Die Comunioblog-Saisonvorschau.
Kaderwert: 54.790.000
Kaderpunkte: 1209
Comunio-Platzierung: 5.
Bester Spieler: Anthony Modeste (197). Und der spielt jetzt in China.
Die Situation: In Köln wurde der Einzug in die Europa League ähnlich groß gefeiert wie der Karneval. Doch wie die letzten Jahre gezeigt haben, gab es immer wieder Clubs, die nach dem überraschenden Einzug in Richtung Europa in der Bundesliga plötzlich um die Existenz kämpfen mussten. Und dazu muss jetzt auch noch der Spieler ersetzt werden, der für mehr als die Hälfte aller Tore verantwortlich war.
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Mit Jhon Cordoba hat der FC einen vielversprechenden Transfer getätigt, der in die Fußstapfen von Anthony Modeste treten soll. Doch bei allem Lob über den für jeden Gegenspieler unangenehmen Kolumbianer, ein Knipser war Cordoba noch nie. Weder in der Bundesliga, noch in Spanien oder in seinem Heimatland Kolumbien hat er jemals mehr als sechs Saisontore erzielt. Dennoch ist der bullige Zugang aus Mainz im Sturmzentrum gesetzt und auch sonst stellt sich die Mannschaft nahezu von alleine auf. Das bevorzugte 4-2-2-2 von Peter Stöger kann dabei problemlos geändert werden, etwa in ein 4-2-3-1, ein 4-3-3 oder gar ein System mit Dreier- oder Fünferkette.
Im Tor ist Timo Horn über jeden Zweifel erhaben, auf den Außenverteidiger-Positionen bilden Lukas Klünter (rechts) und der aus Wolfsburg gekommene Jannes Horn (links) eines der wohl schnellsten Defensiv-Flügelpaare der Bundesliga. Dazu kommen in der Offensive über die Außenbahnen noch Leonardo Bittencourt und der wiedergenesene Marcel Risse. Dabei wird schnell klar: Mehr Tempo gab es in Köln auf den Flügeln noch nie.
In der Zentrale agieren dabei vornehmlich unaufgeregte wie auch solide Spielertypen. Der interessanteste Kampf um die Plätze dürfte dabei in der Innenverteidigung entstehen. Dort macht der spanische U21-Nationalspieler Jorge Mere ordentlich Druck auf das eingespielte Paar Dominique Heintz und Frederik Sörensen. Auf der Sechs sollte neben Jonas Hector, der vornehmlich jetzt als defensiver Mittelfeldspieler eingeplant wird, Kapitän Matthias Lehmann gesetzt sein. Bleibt noch eine Position, wahlweise auf der Zehn oder im Sturm, die eigentlich an Yuya Osako vergeben ist. Der Japaner wird die ersten Spiele aber wegen einer Bänderverletzung ausfallen. Nicht ausgeschlossen, dass man hier sogar noch mal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Der Name Mark Uth geistert bereits seit Wochen ums Geißbockheim.
Comunios Player to watch: Jorge Mere (3.620.000). Der gerade erst 20-Jährige Innenverteidiger gilt in seinem Heimatland Spanien bereits als Nachfolger von Pique und Ramos, vereint er doch kompromisslose Zweikampfhärte mit elegantem Spielaufbau. Gut möglich, dass der Neuzugang noch ein wenig Eingewöhnung braucht, um seinen Platz in der Innenverteidigung zu finden, wo die seit Jahren eingespielten Heintz und Sörensen gesetzt sind. Welches Potenzial in Mere steckt, hat er in der vergangenen Saison bei Comunio.es gezeigt: Bei Absteiger Sporting Gijon holte er starke 148 Punkte.































