Foto: © imago images / Jan Huebner
Eintracht Frankfurt steht wieder vor einer interessanten Saison. Die Erfolge der Vorsaison gelten trotz des Aderlasses in der Offensive als neuer Maßstab. Dafür wurde der Kader verbreitert. Die Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen. 

Kaderwert: 77.490.000 Millionen
Comunio-Platzierung: Platz 8
Bester Spieler der Vorsaison: Sebastien Haller (185 Punkte)

Die Situation

Eigentlich hatte so jeder damit gerechnet, dass die Frankfurter nach ihrer starken Saison samt Pokalsieg einbrechen werden, doch der neue Trainer Adi Hütter schaffte es in Rekordzeit, dem Team seine Philosophie einzuimpfen, was zu einem fulminanten Ritt durch die Europa League führte und erst im Halbfinale endete.

Etwas glücklich sprang zudem die abermalige Qualifikation für Europa heraus, die gleichzeitig aber auch so seine Tücken mit sich bringt. Denn mitten in der Vorbereitung muss die Eintracht nun durch Europa tingeln, um sich für die Gruppenphase zu qualifizieren.

Zudem müssen die Frankfurter einen immensen Aderlass verkraften. Mit Luka Jovic (für 62 Mio. zu Real Madrid), Sebastien Haller (für 40 Mio. zu West Ham United) und wahrscheinlich auch Ante Rebic (Inter Mailand ist im Gespräch) verlässt die komplette Offensivreihe den Verein. 

Jetzt ist das Konto zwar prall gefüllt, aber es gibt noch Bedarf an hochkarätigem Offensivpersonal. Gonzalo Paciencia wird der nächste Schritt zugetraut und mit Dejan Joveljic wurde das nächste Sturmjuwel verpflichtet, die Personaldecke ist dennoch noch nicht ausreichend. 

Die zehn besten Frankfurter der Saison

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Platz 10: David Abraham (Abwehr), 42 Punkte, Foto: © imago images / Jan Huebner

Zumindest im Tor hat Sportvorstand Fredi Bobic Abhilfe geschaffen und die letztjährige Leihgabe Kevin Trapp fest zurückgeholt. Dies war zuvor auch schon bei Martin Hinteregger und Sebastian Rode geschehen. Alle drei Leihspieler wurden nun fest verpflichtet. Bei Filip Kostic wurde die Option gezogen. 

Mit Dominik Kohr, Djibril Sow, Erik Durm hat Frankfurt sich zudem in die Breite verstärkt. Daichi Kamada soll nach einer Leihstation in Belgien jetzt im zweiten Anlauf durchstarten.

Denn im Vorjahr ging den Frankfurtern mit den vielen internationalen Auftritten und der Kräfte raubenden Spielweise ein wenig die Puste aus. Das soll in dieser Saison nicht passieren. 

 

Comunios Player to watch

Daichi Kamada. Der Japaner fand in seiner ersten Saison in Frankfurt gar nicht statt, kam lediglich auf drei Bundesligaspiele. Die Eintracht schrieb Kamada aber nicht ab, sondern lieh ihn in die belgische Liga aus. Bei VV St. Truiden lief es dann deutlich besser. In 24 Spielen gelangen ihm zwölf Tore und drei Vorlagen. 

„Er hat einen Riesenschritt nach vorne getan; hat eine tolle Entwicklung genommen, nicht nur fußballerisch, sondern auch in der Persönlichkeit“, stimmte der Cheftrainer ein Loblied auf seinen Schützling an, „ein toller Spieler, ein eleganter Spieler, der Tore vorbereiten kann, Tore schießen kann“, lobte Trainer Hütter den Rückkehrer. Bei Comunio kostet er aktuell 2,51 Millionen. 

Youngster to watch

Dejan Joveljic. Die Fußstapfen sind sicher riesig, aber der Serbe soll mittelfristig zum Nachfolger von Jovic aufgebaut werden. Genau wie sein Vorgänger wurde er bei Roter Stern Belgrad ausgebildet. In 21 Spielen in der ersten serbischen Liga hat er elf Tore geschossen. 

Wenn sich der 19-Jährige schnell in der Bundesliga akklimatisieren kann, ist er eventuell schon in dieser Spielzeit ein Tipp bei Comunio. Sein Marktwert liegt allerdings bei unglaublichen 7,21 Millionen. 

Frankfurts Neuzugang Dejan Joveljic im Comunio-Check: Wie schnell knipst der Jovic-Nachfolger?
Dejan Joveljic wechselt aus Belgrad nach Frankfurt

Auf Jovic folgt Joveljic: Eintracht Frankfurt hat den 19-jährigen Dejan Joveljic als Nachfolger für den zu Real Madrid abgewanderten Luka Jovic verpflichtet. Der Name ähnelt sich - auch das Potenzial? Wir stellen den Neuzugang vor.

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Prognose

Die Vorzeichen deuten wieder auf keine einfache Saison. Der frühe Pflichtspieleintritt in die Saison, die Verluste in der Offensive und die schwierige Suche nach Verstärkungen könnten zum Problem werden.

Im Vorjahr hat Trainer Hütter bewiesen, dass er mit solchen Widrigkeiten umgehen kann. Doch eine Garantie, dass so etwas immer funktioniert, gibt es natürlich nicht. Die Qualifikation für die Gruppenphase könnte da wichtig werden, um sich wieder von der Euphorie der Fans anstecken zu lassen. 

Der Kader ist in der Breite sicherlich stärker, in der Offensive fehlt aber mindestens noch ein Hochkaräter. Auch im Tor muss noch nachgebessert werden, damit es wieder für einen Angriff auf die internationalen Plätze reichen kann. 

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Martin Hinteregger (FC Augsburg, war bereits ausgeliehen), Djibril Sow (Young Boys Bern), Dominik Kohr (Bayer Leverkusen), Filip Kostic (Hamburger SV, war bereits ausgeliehen), Dejan Joveljic (Roter Stern Belgrad), Sebastian Rode (Borussia Dortmund, war bereits ausgeliehen), Erik Durm (Huddersfield), Rodrigo Zalazar (FC Malaga B), Marijan Cavar (NK Osijek, Rückkehr nach Leihe), Nicolai Müller (Hannover 96, Rückkehr nach Leihe), Daichi Kamada (VV St. Truiden, Rückkehr nach Leihe)

Abgänge: Luka Jovic (Real Madrid), Sebastien Haller (West Ham United), Jetro Willems (Newcastle United, ausgeliehen), Andersson Ordonez (LDU Quito), Danny Blum (VfL Bochum), Max Besuschkow (Jahn Regensburg), Branimir Hrgota (unbekannt), Tobias Stirl (VfL Wolfsburg II), Noel Knothe (1. FC Nürnberg II), Nelson Mandela (unbekannt), Deji Beyreuther (1899 Hoffenheim II), Patrice Kabuya (Hamburger SV II), Mischa Häuser (FSV Frankfurt), Rodrigo Zalazar (Korona Kielce, Leihe), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt, war ausgeliehen)

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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