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Kaum ein Kader birgt mehr Spannung als der des VfB Stuttgart. Die Schwaben haben erneut das Potenzial, zu einer großen Überraschung zu werden.
Kaderwert: 76.780.000
Comunio-Platzierung: 9
Bester Spieler der Vorsaison: Sasa Kalajdzic (168 Punkte)
Die Situation
Schon in der letzten Saison war es bisweilen enorm aufregend, was die Mannschaft des Vfb Stuttgart auf das Parkett zauberte. Höhepunkt: Der 5:1-Kantersieg bei Borussia Dortmund. Und auch, wenn der Elf von Pellegrino Matarazzo im Endspurt ein wenig die Luft ausging, um noch ernsthaft im Kampf um Europa mitzureden, war der Aufsteiger doch eine der klar positiven Erscheinungen in 2020/21.
Das Konzept bleibt aber auch in der kommenden Spielzeit gleich: Angeführt von einigen wenigen Routiniers besteht der Kader hauptsächlich aus hoch veranlagten Youngster mit großem Entwicklungspotenzial. Sasa Kalajdzic, Silas Katomba Mvumpa und Borna Sosa gingen regelrecht durch die Decke, aber auch Mateo Klimowicz oder Tanguy Coulibaly deuteten ihre Möglichkeiten bereits an. Ein klarer Verdienst von Sportdirektor Sven Mislintat, der Rohdiamanten einfach früher erkennt als Konkurrenten.
Dass die Jungen jetzt noch einmal mehr Raum bekommen sollen, wird alleine daran klar, dass der Vertrag mit dem in die Jahre gekommenen Kapitän Gonzalo Castro, zuletzt ein klarere Leistungsträger, nicht mehr verlängert wurde. Talente wie Naouirou Ahamada (nach Leihe jetzt von Juventus Turin fest verpflichtet) können so den nächsten Schritt gehen.
Auf dem Transfermarkt ist dabei noch gar nicht besonders viel passiert. Der starke Torhüter Gregor Kobel wird durch den starken Torhüter Florian Müller ersetzt und mit Chris Führich kommt ein Spieler vom SC Paderborn, der zuletzt in der 2. Bundesliga eine tolle Entwicklung genommen hat. Auch wenn er gewiss noch nicht in der Lage ist, Nicolas Gonzalez (für 23 Millionen Euro zu AC Florenz) zu ersetzen. Der Abgang des Argentiniers wiegt ohne Zweifel schwer. Zumal sich Führich in der Saisonvorbereitung auch noch schwer an der Schulter verletzt hat. Die größte Baustelle bleibt derzeit die rechte Außenbahn.
Es wird vor allem auch auf das Gerüst der Routiniers angekommen. Und damit sind beim VfB inzwischen schon Spieler ab 25 wie die Innenverteidiger Waldemar Anton und Marc-Oliver Kempf gemeint. Sie bilden mit den Sechsern Wataru Endo und Orel Mangala, sowie dem inzwischen mit 31 Jahren ältesten Daniel Didavi das Korsett, um die jungen Wilden zu führen.
Alle Saisonvorschauen im Überblick
Mögliche Stammaufstellung
Müller – Mavropanos, Anton, Kempf – Massimo (Coulibaly), Mangala (Ahamada), Endo, Sosa – Förster (Führich), Didavi (Klimowicz) – Kalajdzic































