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Mit einem neuen Trainer geht der 1. FSV Mainz 05 in die Spielzeit 2017/18. Und wieder ist es einer aus dem eigenen Stall. Das könnte gerade für die jungen Wilden zum Vorteil werden. Wer hat die besten Karten unter Sandro Schwarz?

Vielleicht kennt keiner den FSV Mainz besser als Sandro Schwarz. Der 38-Jährige ist in Mainz geboren, hat zwischen 1995 und 2004 die Stiefeln für die 05er geschnürt und war ist seit nunmehr fünf Jahren Trainer. Erst in der U19, anschließend in der U23. Kein Talent der Rheinhessen, das er nicht bestens kennt. Dazu aber später mehr.

Wie sieht der neue Mainzer Fußball aus?

Schwarz‘ Stil ist geprägt von seinen Vorgängern Martin Schmidt, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp. Mit Letzterem hat er noch selbst zusammengespielt, in Ansprache und Auftreten ähnelt er am ehesten dem aktuellen Liverpool –Coach, gilt als großer Motivator. Mit Tuchel verbindet ihn eine hohe taktische Flexibilität, variierte bereits in der 3. Liga zuletzt oft zwischen Dreier- und Viererkette, was recht ungewöhnlich ist.

Die zehn besten Mainzer der Saison 16/17

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Platz 1: Jhon Cordoba (Sturm), 89 Punkte in 28 Spielen, Bildquelle: Imago

„Die Basis wird die Vorwärtsverteidigung sein, da wollen wir extrem mutig sein, außerdem aktiv in der Arbeit gegen den Ball. Darüber hinaus wollen wir auch den Umschaltgedanken haben in den Phasen des Spiels, wo wir ihn brauchen“, sagte er bei seiner Vorstellung. Eine Schlüsselrolle dürfte demnach Levin Öztunali zukommen, der zu den schnellsten Spielern der Liga gehört.

Neue Chancen für Seydel, Serdar und Holtmann?

Und wie bereits erwähnt kennt wohl keiner die Mainzer Talente aus der zweiten Reihe besser. Aaron Seydel etwa zählte bei Schwarz zu den Dauerbrennern in der U23. Nach seinem Bundesliga-Debüt mit Tor Ende November gegen Hertha wurde es aber schnell ruhig um den 21-Jährigen, der bald wieder in der Reserve verschwand. Er sollte definitiv seine Chance in der kommenden Saison bekommen. Selbiges gilt für Suat Serdar, der aber schon seit Beginn der vergangenen Spielzeit regelmäßig Bundesliga-Luft schnuppern durfte.

Auch Gerrit Holtmann, 2015/16 noch eine der größten Entdeckungen in der 2. Bundesliga bei Braunschweig, könnte nach einem verkorksten ersten Mainzer Jahr, bei dem er oft unter Schwarz in der U23 ran musste, bald ein Thema werden. Holtmann ist ähnlich schnell wie Öztunali, passt also gut in die Philosophie mit schnellem Umschalten. Sowohl Seydel als auch Serdar und Holtmann sind aktuell noch zum Spottpreis um die 200.000 zu haben.

Huth oder Lössl?

Am meisten Vertrauen hatte Schwarz in den letzten Jahren aber zum Rechtsaußen Devante Parker. 93 Spiele bestritt er unter Schwarz in der Mainzer U19 und U23, so viel wie kein anderer. Dabei war er 30 Toren direkt beteiligt. Parker gehört inzwischen dem Mainzer Profikader an. Hier also schnell zuschlagen, sobald der 21-Jährige auch bei Comunio erscheint.

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Natürlich ist es noch ein wenig früh, um die Stammplätze im Mainzer Ensemble zu verteilen. Auf der Torwart-Position, wo die Karten zwischen Jonas Lössl und Jannik Huth wieder neu gemischt werden , sollte der deutsche U21-Keeper jedoch die Nase vorn haben, sobald er sich von seinem Ermüdungsbruch erholt hat. Huth schaffte es unter Schwarz 2016 immerhin bis in die deutsche Olympia-Auswahl.

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Autor: Karol Herrmann

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