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Der SC Freiburg hat einen sehr starken Kader – und baut diesen weiter aus. Mit Junior Adamu haben sie ein Top-Stürmertalent verpflichtet – und zahlen dafür Medienberichten zufolge bis zu 9,5 Millionen Euro. Doch wie gut ist der neue Superstar wirklich? Der Comunio-Check.
Junior Adamu (Sturm, 10.030.000, vom FC Salzburg)
Position und bisherige Karriere: Der SC Freiburg hat nach den großen Einnahmen für Kevin Schade und Mark Flekken einen großen Transfer getätigt: Sechs Millionen Euro Sockelablöse wandern laut dem kicker zu FC Salzburg für Angreifer Junior Adamu. Bis zu 9,5 Millionen Euro könnten es mit Bonuszahlungen werden, berichtet die Bild. Der 22-jährige Österreicher spielte bisher nahezu ausschließlich für die Salzburger. Im Alter von drei Jahren wanderte seine Familie aus Nigeria ins österreichische Graz aus.
Mit 13 Jahren verließ er den GSV Wacker zum Grazer AK, nur ein Jahr später schloss er sich der Nachwuchsakademie der Salzburger an. Bis auf eine Leih-Halbserie beim FC St. Gallen, wo er in 18 Spielen acht Tore und drei Vorlagen beisteuerte, spielte er durchgängig für Salzburg oder Farmteam Liefering. Besonders im Kopf bleibt deutschen Fans vermutlich das 1:0-Führungstor in der Champions League gegen den FC Bayern München. Der Bayern-Schreck wechselt nun zum SC Freiburg.
Seine genaue Position im Breisgau ist noch offen – es ist gut möglich, dass er flexibel eingesetzt wird. Eigentlich ist er ein gelernter Mittelstürmer, mit seinen 1,83m aber auch keine Sturmkante, wie der SC Freiburg sie mehrfach hat. Er ist ein schneller Stürmer, der in die Tiefe geht und über seine Beweglichkeit den Gegner angreift. Er trifft zwar auch in der Box, aber nicht als Hauptmerkmal – so könnte er beim SC auch in den Positionen hinter der Spitze eingesetzt werden. Sprich: Als hängende Spitze im 4-4-2, als Halbraumstürmer im 3-4-2-1 oder möglicherweise sogar als Flügelstürmer.
Situation: Durch sein sehr breites Positionsprofil eröffnen sich ihm einige Möglichkeiten. Jedoch dürfte er aktuell nirgendwo komplett gesetzt sein. In der Sturmspitze ist mit Lucas Höler und Michael Gregoritsch die Konkurrenz groß. Auf der linken Seite ist Vincenzo Grifo gesetzt. Rechts dürfte zunächst an Ritsu Doan kein Vorbeikommen sein. Spielt der SC in einer Dreierkette, sind Adamus Optionen nun schon vorüber – in einer Viererkette wäre die Hängende Spitze offen.
Hier duelliert er sich mit einem derzeit formstarken Roland Sallai, der wohl beim SC verbleiben wird. Zudem könnte Höler hier spielen – und im Laufe der Saison kehrt Daniel-Kofi Kyereh von seinem Kreuzbandriss zurück. Einen Stammplatz hat Adamu also zunächst einmal nicht. Er muss sich mit Leistungen zu Einsatzzeiten kämpfen.






























