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Mit Rabbi Matondo kommt das nächste vielversprechende Talent von der Insel in die Bundesliga. Der neue Schalker besitzt auch bei Comunio großes Potenzial, wenngleich ein Risiko besteht.
Position: Der 18-jährige Waliser ist ein pfeilschneller Außenstürmer, der einen deutlich stärkeren rechten Fuß hat und deshalb auch meistens über die rechte Angriffsseite kommt. Matondo ist keine Edeltechniker der Marke Jadon Sancho, der zwei Spieler auf engstem Raum mit zwei schnellen Finten stehen lassen kann. Sein Alleinstellungsmerkmal ist vielmehr die enorme Schnelligkeit und seine Stärke im Abschluss. Dabei setzt er seine Mitspieler ebenso gerne ein, wie er selbst zum Torschuss kommt. Seine Spielweise wird gerne mit der seines ehemaligen Mannschaftskameraden Leroy Sane verglichen, der kurioserweise genau den umgekehrten Weg von Schalke nach Manchester ging.
Bisherige Karriere: Wie bei so vielen Talenten von der Insel hat Matondo, der im Sommer 2016 von Cardiff in die Jugend von Manchester City wechselte, noch kaum bis keine Erfahrung im Profifußball. So oder so ähnlich war es auch schon bei Jadon Sancho, Reiss Nelson oder dem potenziellen Bayern-Transfer Callum Hudson-Odoi. Aktuell spielt Matondo für die U23 von Manchester City in der Premier League 2, hat hier in elf Spielen sechs Tore und vier Vorlagen geliefert. Hinzu kommen einige starke Auftritte in der UEFA Youth League.
Das alles hat Nationaltrainer Ryan Giggs aber schon derart beeindruckt, dass Matondo bereits ein Länderspiel für Wales an der Seite von Gareth Bale machen durfte. Weil das aber nur eine Freundschaftsspiel war und Matondo in Liverpool geboren ist, könnte er auch noch zum englischen Verband wechseln, sollte er schnell einschlagen.
Einstiegsmarktwert: Mit vier Mio. spielt Matondo gleich mal in der Liga seines Mannschaftskameraden Mark Uth. Für diesen Marktwert bekommt amn derzeit etwa auch Alfred Finnbogason oder Dodi Lukebakio, beide nichts weniger als die Top-Stürmer ihres Teams.
Situation: Bei Manchester City gab es vor geraumer Zeit einen Sprinttest über 20 Meter, bei dem neben den Profis auch alle Jugendspieler teilnehmen mussten. Matondo hatte, so sagt man, mit Abstand den besten Wert, ist damit im Antritt noch einmal schneller als ein Leroy Sane. Das dürfte den manchmal in der Offensive so ungefährlichen Schalkern durchaus weiterhelfen. Nach den Ausfällen der beiden engsten Konkurrenten Alessandro Schöpf und Steven Skrzybski sowie der praktischen Degradierung von Amine Harit würde es nicht wundern, wenn Matondo schon zeitnah in der Schalker Elf zu finden ist.































