Danke und tschüss: Renato Sanches konnte keine Werbung für sich machen

Foto: © imago / Laci Perenyi
Ab auf den Transfermarkt! Schwache Leistungen, Stammplatzverlust, Sperren: Diese Spieler solltet ihr schnellstens verkaufen – darunter zwei demnächst gesperrte Spieler.

Renato Sanches (FC Bayern München, Mittelfeld, 2.210.000)

16(!) Spieler standen vor dem 16. Spieltag bei vier Gelben Karten, kein einziger dieser Vorgewarnten wird das letzte Spiel der Hinrunde gesperrt verpassen. Dafür muss Renato Sanches aussetzen, der sich in dieser Saison immerhin in elf von 16 Partien Spielzeit erarbeitet hat, meistens als Einwechsler. So auch gestern, als der Portugiese durchaus mal wieder ein belebendes Element im Spiel des Rekordmeisters war und dazu beitrug, dass die Kovac-Truppe doch noch drei Punkte holte. Aber wie doof: Tief in der Nachspielzeit leistete sich Sanches – bereits verwarnt – eine Unbeherrschtheit und flog mit Gelb-Rot zurecht vom Platz. Da heißt es im neuen Jahr erstmal wieder hinten anstellen, wenn das derzeit noch gerupfte Bayern-Mittelfeld personell wieder einigermaßen unter Volldampf laufen dürfte.

Niclas Füllkrug (Hannover 96, Sturm, 3.260.000)

Nach dem harmlosen Auftritt beim 0:4 gegen die Bayern von seinem Trainer ungewöhnlich scharf öffentlich angezählt, gestern dann kurzfristig nicht einsetzbar: Es war wahrlich bisher nicht die Woche des Niclas Füllkrug. Während ein schwacher Auftritt und eine Lustlos-Traininingssequenz für die Trainerschelte verantwortlich waren, stoppte den Stürmer gestern „Flüssigkeit im Knie“. „Lücke“, der seit dem 5. Spieltag auf sein drittes Saisontor wartet, bringt damit eine echte Seuchenhinrunde standesgemäß unerfreulich zuende. Wir wollen nicht vergessen: Vor der Saison hätte Borussia Mönchengladbach 20 Millionen Euro für den 25-Jährigen hingelegt. Nachdem dieser Transfer am Veto der 96-Verantwortlichen scheiterte, holte Max Eberl halt Alassane Pléa – und dürfte darüber heute nicht ganz unglücklich sein. Sei schlau, sei wie Max!

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Christian Pulisic (Borussia Dortmund, Sturm, 3.390.000)

Wer bisher noch die wage Hoffnung hegte, mit Christian Pulisic in dieser Saison irgendetwas reißen zu können, muss spätestens vorgestern zur Vernunft gekommen sein und Dortmunder verscherbelt haben, denn noch gibt es halbwegs annehmbar Kohle, zumindest erleidet man noch keinen wirtschaftlichen Totalschaden. Wie auch immer: Der US-Boy, dessen Abschied spätestens im Sommer so gut wie beschlossene Sache sein dürfte, ist nur noch der Notnagel hinter Jadon Sancho, der großen Neuentdeckung der laufenden Runde. Und derzeit ist Pulisic nichtmal ein guter, zuverlässiger Notnagel. -4 gab es beim ersten Startelfeinsatz seit dem 6.Spieltag (damals -2). Schnell weg, so viel Geld wie jetzt wird es nicht mehr lange geben.

Stefan Bell (1.FSV Mainz 05, Abwehr, 2.780.000)

Der Kapitän des 1.FSV Mainz 05 geht derzeit durch ein kleines Formtief und lässt hier und da das letzte Quäntchen Übersicht und Konsequenz vermissen, das den Innenverteidiger in anderen Phasen der Hinrunde schon ausgezeichnet hatte – und erinnert damit an überwunden geglaubte Zeiten, als die gesamte Abwehr der Rheinhessen zuverlässig wackelte. Dazu holte sich Bell gestern Abend gegen Eintracht Frankfurt die vierte Gelbe ab und sieht eher kurz- als langfristig einer Sperre entgegen. Und dafür ist der Kurs aktuell noch mehr als ordentlich.

Gesperrte Spieler: Verkaufen oder halten?

Nicht nur Renato Sanches erwischte es im Spiel des FC Bayern gegen RB Leipzig, denn Auslöser des ganzen Schlamassels in der Nachspielzeit war eine rüde Grätsche von Stefan Ilsanker, der Thiago absolut rotwürdig in die Parade fuhr – und nun auf sein Strafmaß wartet. Wir erinnern uns: Karim Bellarabi musste für sein „geisteskrankes“ Foulspiel an Rafinha, das am Ende des Tages und im Sinne der Regel auch „nur“ ein „grobes Foulspiel“ war für vier Spiele pausieren. Die dürften es bei RBs österreichischem Verteidiger nicht werden, aber drei Partien dürften es schon werden. Daher klare Ansage: Verkaufen!

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Autor: Till Erdenberger

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