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Verteidiger von Bayer Leverkusen, RB Leipzig und dem SC Freiburg verlieren ihren Stammplatz! Das sind die Comunio-Verlierer des 28. Spieltags – teure Akteure, die ihr im Managerspiel jetzt besser verkaufen solltet.
Nordi Mukiele (Bayer 04 Leverkusen, 5.840.000, Abwehr):
Er spielte und spielte und spielte, und punktete in den letzten Wochen richtig gut. Doch mit dem 28. Spieltag ist Nordi Mukiele wohl kein Stammspieler bei Bayer Leverkusen mehr. Beim Pokalaus gegen Arminia Bielefeld machte der Abwehrmann keinen guten Eindruck, im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim landete er auf der Bank.
Das dürfte eine richtungsweisende Entscheidung gewesen sein. Robert Andrich rückte für Mukiele in die Innenverteidigung, darüber hinaus ist ein eigentlicher Stammspieler wieder fit. Edmond Tapsoba gehörte gegen Heidenheim zum Kader und dürfte nächste Woche bereit für die Startelf sein. Wir rechnen nun damit, dass Mukiele häufiger auf der Bayer-Bank sitzen wird.
El Chadaille Bitshiabu (RB Leipzig, 4.920.000, Abwehr):
An El Chadaille Bitshiabu sieht man einmal mehr, wie schnell so ein Comunio-Kreislauf gehen kann. Anfang März war der Innenverteidiger von RB Leipzig eine Kaufempfehlung für rund zwei Millionen. Damals erarbeitete er sich gerade einen Stammplatz, und mit 18 Punkten aus seinen letzten drei Bundesliga-Einsätzen überzeugte er auch. Und doch ist er jetzt eine Verkaufsempfehlung.
Der Grund liegt auf der Hand: Im Spiel gegen die TSG Hoffenheim saß Bitshiabu auf der Bank. An seiner Stelle übernahm Castello Lukeba die Position neben Willi Orban in der Abwehr. Nun ist die Gefahr nicht gerade gering, dass Bitshiabu im Saisonendspurt wieder das Nachsehen hat. Lukeba hatte zwar ein kleines Tief, ist aber insgesamt in seiner Entwicklung weiter als der 19-Jährige.
Kiliann Sildillia (SC Freiburg, 4.380.000, Abwehr):
Nach einer enttäuschenden Hinrunde ohne Startelf-Einsatz hat sich Kiliann Sildillia in der Rückrunde einen Stammplatz geschnappt. Achtmal nacheinander durfte er von Beginn an ran, in jedem Spiel strich er mindestens drei Comunio-Punkte ein. Eine super Ausbeute, die aber offenbar nicht genug war, um seinen Platz zu zementieren.
Lukas Kübler ist wieder fit, hat sich geduldig gezeigt und durfte gegen den BVB von Beginn an ran. Eine Wachablösung? So weit würden wir nach der 1:4-Niederlage nicht automatisch gehen, doch Kübler könnte zumindest fürs Erste wieder die Nase vorne haben. Damit wird Sildillia bei Comunio zu einer unsicheren Anlage, die an Marktwert verlieren dürfte.
Gesperrte Spieler: Halten oder verkaufen?
Leo Östigard (TSG Hoffenheim): Bislang war Leo Östigard eine Top-Anlage, 29 Comunio-Punkte in seinen ersten sechs Einsätzen sind ein hervorragender Wert. Nach seinem Platzverweis gegen RB Leipzig wird der Hoffenheimer aber wohl zwei Spiele aussetzen müssen. Da nur noch sechs Partien zu gehen sind, ist ein Verkauf bei Comunio jetzt sinnvoller.
David Zec (Holstein Kiel): Für den Kieler Winterneuzugang David Zec bedeutet die fünfte Gelbe Karte eine Sperre für das Spiel gegen den FC St. Pauli. Danach muss der Aufsteiger gegen RB Leipzig ran. Zec spielt eine Rückrunde mit Höhen und Tiefen, ein Verkauf wäre nachvollziehbar.
Cedric Zesiger (FC Augsburg): Eigentlich ist Cedric Zesiger ein Punktehamster, ein Gewinner der Rückrunde. Nach seiner Gelb-Roten Karte gegen den FC Bayern erhält jedoch Keven Schlotterbeck die Chance, sich in der Abwehr des FC Augsburg wieder zu bewerben. Es ist nicht selbstverständlich, dass Zesiger am 30. Spieltag in die Startelf zurückkehren wird. Zudem warten dann mit Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen schwierige Gegner. Zur Sicherheit würden wir ihn jetzt eher verkaufen, bevor der Marktwert sinkt.
Matthias Ginter (SC Freiburg): Zum fünften Mal in seiner Karriere hat Matthias Ginter die 100-Punkte-Marke geknackt. Er spielt eine starke Rückrunde, seine Gelbsperre ist nicht zwingend Anlass zum Verkauf – nur im Falle eines gleichwertigen Ersatzes auf dem Transfermarkt.
Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05): Einen Spieler wie Nadiem Amiri verkauft man ebenfalls nicht leichtfertig – trotz Gelbsperre. Unser Rat: Durchschleppen – es sei denn, ein gleichwertiger Hochkaräter ist erhältlich.