Fabian Giefer: Ohne Worte.

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Ab auf den Transfermarkt! Schwache Leistungen, Stammplatzverlust, Sperren: Diese Spieler solltet ihr nach den Samstagsspielen schnellstens verkaufen – und bei einem tut das menschlich nicht nur seinem Trainer weh.

Fabian Giefer (FC Augsburg, Tor, 1.400.000)

Manchmal ist man froh, dass es hier bei uns nur um ein Spiel geht. Klar, es fühlt sich nach deutlich mehr an und es gibt wochenends kaum Dinge, die wichtiger sein könnten, als wie sich die Jungs aus dem eigenen Kader am Nachmittag geschlagen haben. Aber wenn der Innenverteidiger keine Zweikämpfe gewinnt, wenn der Stürmer das Tor einfach nicht trifft und der sündhaft teure Sechser erst einen Elfmeter verursacht und dann auch noch vom Platz fliegt, gibt es von den Kollegen aus deiner Liga böse Häme, aber das lässt sich in der Regel ja aushalten.

Das „echte Leben“ auf dem Rasen war heute für Fabian Giefer hart. So hart, dass sein Trainer nach dem Spiel den Tränen nahe war. „Da steht ein Mensch im Tor, für den es mir unglaublich leid tut“, bewertete Augsburg-Trainer Manuel Baum am Sky-Mikro die Situation seines Torwarts Fabian Giefer und fuhr mit stockender Stimme fort: „Aber wir müssen halt nach den Leistungen beurteilen. Und das ist zweimal schlecht gewesen.“ Der Hintegrund des Dramas: Nach seinen beiden spielentscheidenden Patzern vergangenes Wochenende in Mainz ließ der Schlussmann heute wieder einen Kullerball passiere, den Davy Klaassen zum Siegtreffer einschob. Wer jetzt noch Hoffnung hatte, dass der Keeper, der einen engen Zweikampf mit Andreas Luthe um die Nachfolge von Marvin Hitz für sich entschieden hatte, sich noch rentiert, muss sich spätestens jetzt vom Ex-Schalker trennen. Zwar ist Ersatzmann Luthe derzeit noch angeschlagen und es gar nicht ausgeschlossen, dass Giefer unter der Woche noch einmal ran darf. Aber: Am Mittwoch geht es zu den Bayern und derzeit steht Giefer noch bei vergleichsweise ansprechenden 1.400.000. Das ist eine klare Verkaufsempfehlung, auch wenn es menschlich hart ist.

Wilde Rotation: Was machen mit den Spielern von RB Leipzig?
imago / Matthias Koch

In den englischen Wochen treibt RB Leipzig die Rotation auf die Spitze und will mit zwei komplett verschiedenen Kadern in der Bundesliga und der Europa League an den Start gehen. Comunio-Manager sind verunsichert, kann man noch auf die Spieler der Sachsen bauen?

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Weston McKennie (FC Schalke 04, Mittelfeld, 1.320.000)

Aua, das sah nicht gut aus: Gestützt von zwei Mitarbeitern der medizinischen Abteilung musste Weston McKennie nach einem Foul von Bayerns James das Feld verlassen. „Wir haben alles das Schlimmste befürchtet“, beschrieb Schalkes Sportvorstand Christian Heidel die Gefühlslage am Spielfeldrand: „Das gesamte Schien- und Wadenbein schmerzt ihm sehr.“ Später folgte dann die leichte Entwarnung durch Trainer Domenico Tedesco nach der Begutachtung durch den Mannschaftsarzt: „Er hat Schlimmeres erst einmal ausgeschlossen.“ Puh. Dennoch: Mit Omar Mascarell brennt ein hochkarätiger Neuzugang nach Verletzungspause inzwischen darauf, endlich wieder Bundesligaluft zu schnuppern, die anstehende Zwangspause könnte für den US-Amerikaner also so oder so länger dauern, als er es sich erhofft.

Dennis Aogo (VfB Stuttgart, Mittelfeld, 1.710.000)

Einen unerfreulicheh Freitagabend hat Stuttgarts Dennis Aogo verlebt: Erst wurde der Routinier nach zwei Startelfeinsätzen wieder auf die Bank verbannt, dann musste der Sechser von dort mit ansehen, wie der Gast aus Düsseldorf zu zahlreichen guten Chancen kam – und VfB-Coach Tayfun Korkut munter sein Auswechselkontingent ausschöpfte, ohne mit dem Ex-Nationalspieler Routine und Ruhe in sein Mittelfeld zu bringen. Momentaufnahme oder ein Signal für die Zukunft? Klar ist: Aogo scheint derzeit, während Korkut noch seine Idealformation in der passenden Besetzung für das Mittelfeld sucht, das schwächste Glied in der Kette zu sein.

Gesperrte Spieler: Halten oder verkaufen?

Abdou Diallo (Borussia Dortmund, Abwehr, 6.270.000)

Dass BVB-Verteidiger Abdou Diallo für seinen zarten Zupfer gegen Hoffenheims Andrej Kramaric vom Feld musste, war natürlich keine klare Fehlentscheidung, aber doch zumindest diskutabel. Nicht diskutabel ist jedoch, dass der französische Innenverteidiger nach Ablauf seiner (sicherlich kurzen Sperre) wieder eine Stammplatzgarantie besitzt. Es gibt eigentlich keinen Grund, den Ex-Mainzer zu verkaufen – außer den schönen Marktwert, der zu einem lockeren Mitnahmetransfer einlädt.

Miiko Albornoz (Hannover 96, Abwehr, 1.400.000)

Letzte Woche noch Tor und neun Comunio-Punkte, heute Platzverweis und -11: Hannovers Miiko Albornoz persönliche Fieberkurve hat einen herben Temperatursturz verzeichnet. Die Sperre für die Notbremse wird kurz ausfallen, die Konkurrenz links in der Viererkette ist überschaubar, der Marktwert auch: Tendenz: Halten.

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Autor: Till Erdenberger

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