Florian Grillitsch

Foto: picture alliance/ Sven Simon

Wie immer bei Verletzungen rückt Werder Bremen nicht so recht mit der Sprache raus. Auf der Vereinsseite schweigen sie sich sogar komplett aus, der offzielle Wortlaut bei Florian Grillitsch lautet „muskuläre Probleme“. Das kann natürlich alles sein, da man aber bei Werder mit einer Ausfallzeit von zwei bis drei Wochen rechnet, dürfte es mehr sein als eine Zerrung oder Verhärtung.

Dementsprechend wird der Österreicher nach seinem kurzfristigen Ausfall gegen den Hamburger SV mindestens auch gegen den FC Ingolstadt und Hertha BSC fehlen. Für das Heimspiel gegen Köln könnte es auch eng werden. Einen Einsatz in diesem Jahr hat man bei den Grün-Weißen allerdings noch nicht abgeschrieben. „Doch. Das könnte sein“, sagte Sportchef Frank Baumann dem „Weser-Kurier“.

Trainer Alexander Nouri muss also den Nebenmann von Clemens Fritz in der Doppel-Sechs neu besetzen. Gegen den HSV tat er dies mit Thanos Petsos (410.000), vor allem, weil er über das bessere Aufbauspiel als die Konkurrenten verfügt, aber der Neuzugang aus Wien konnte nicht überzeugen und musste im Laufe des Spiels Philipp Bargfrede (720.000) weichen. Bargfrede, erst seit kurzem nach sehr langer Verletzungspause wieder dabei, brachte zumindest etwas mehr Stabilität in die Mannschaft.

Er dürfte daher die erste Alternative für die Grillitsch-Position sein, schließlich sieht Nouri in den in erster Linie defensiv-denkenden Bargfrede einen Schlüsselspieler, einzig hinter der Fitness des Sechsers steht ein Fragezeichen. Ein Problem, das sich durch Werders gesamten Kader zieht. Sollte Nouri daher lieber einen Spieler im Team haben, der bei 100 Prozent Fitness steht, käme neben Petsos auch Milos Veljkovic (380.000) in Frage.

Der Serbe wird aller Voraussicht nach am Wochenende seinen Platz in der Innenverteidigung für Lamine Sane räumen müssen und wäre damit frei für das defensive Mittelfeld. Eine Position, die dem 21-Jährigen nicht fremd ist. Gerade in seiner Zeit bei den Tottenham Hotspur lief er in der Reserve häufiger dort auf.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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