Clemens Fritz wie man ihn kennt

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Mit Clemens Fritz beendet ein Spieler seine Karriere, der in Sachen Comunio selten überragt, dennoch immer solide seine Punkte geholt hat  – und das als Positionschamäleon. Der gebürtige Erfurter war über Jahre der ideale Spieler für den SV Werder Bremen. 

Mit seinen 36 Jahren beendet Clemens Fritz seine Karriere. Sein Körper macht die Strapazen des Profifußballs einfach nicht mehr mit. Nach seinem Syndesmosebandriss, den er Anfang des Jahres erlitten hatte, gab der Kapitän am Montag sein Karriereende bekannt. Daher blicken wir auf die Comunio-Karriere des Defensivspielers zurück.

Angefangen hat Fritz bei Rot-Weiß Erfurt ursprünglich als Offensivspieler. Auch nachdem er beim Karlsruher SC seine ersten Profi-Erfahrungen sammelte, war er noch im Sturm zu Hause, wenngleich Fritz kein wirklicher Knipser war.

Erst mit seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen wurde Fritz umfunktioniert und rückte zunächst vom Sturm auf die rechten Offensivseite, ehe es ganz nach hinten ging und er als Rechtsverteidiger bei der Werkself seinen Durchbruch schaffte.

Fast so gut wie Phippsi!

Mit seinem Wechsel zu Werder begann auch seine beste Comunio-Zeit. An der Weser holte er in seiner Debütsaison 2006/07 53 Punkte, was für einen Rechtsverteidiger ein mehr als ordentlicher Wert ist. Philipp Lahm holte beispielsweise auch nur 67 bzw. im Jahr darauf 52 Zähler.

Vor allem vor der EM 2008 in Österreich und der Schweiz überzeugte Fritz bei Comunio, was allerdings nicht der einzige Grund gewesen sein dürfte, warum Jogi Löw den Blondschopf in den Kader berief und sogar während des Turniers auf der rechten Mittelfeldseite zum Stammspieler machte. Auch Werder spielte eine richtige starke Runde. Gefühlt die letzte seit der aktuellen Spielzeit.

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In der darauffolgenden Saison erlebte Fritz dann allerdings einen kleinen Absturz (lediglich sechs Punkte), was aber am generell schwachen Auftritt der Bremer in dieser Saison lag (Platz 10 nach Platz 2 im Vorjahr).

Eine wahre Horrorsaison erlebte Fritz aber in der Saison 2013/14, wo er auf Minus sechs Punkte kam. Ob es daran lag, dass er wieder ausschließlich als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam? Denn in der Vorsaison brachte Thomas Schaaf seinen Captain auf diversen Postionen. Allerdings überzeugte er weder als Linksverteidiger, im zentralen Mittelfeld oder auf der rechten Außenbahn wirklich und kam am Saisonende auf magere sieben Zähler.

Bockstarke Werte in der vergangenen Saison

Ab der Saison 2014/15 ging es für Fritz dann wieder bergauf. Trotz einer Ampelkarte am 12. Spieltag punktet er nach zwei Jahren endlich einmal wieder zweistellig (37). Dass Fritz im Alter sogar besser wurde, bewies er dann in der vergangenen Spielzeit, als der Captain sein bestes Comunio-Ergebnis in seiner kompletten Laufbahn (78) erzielte.

Auch in dieser Spielzeit wäre ein ähnliches Ergebnis wieder drin gewesen, allerdings verletzte sich der inzwischen 36-Jährige schwer, sodass er am Montag sein offizielles Karriereende zum Ende der Saison bekannt gab.

Die 25 schlechtesten Saisonleistungen

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Platz 20: Timo Wenzel (1. FC Kaiserslautern), -30 Punkte, 2004/05 Bildquelle: imago

Mit Fritz verliert Werder einer der letzten Kicker vom alten Schlag. Er war kein Spieler für dies großen Momente, keiner, der im neuen Fußballzirkus durch Übersteiger, Hackentricks oder lässige Tweets auffiel.

Ganz im Gegenteil: Clemens Fritz war ein Spieler, der ehrlichen Fußball zeigte und so über Jahre hinweg perfekt zu Werder Bremen passte – und das darf man als großes Kompliment sehen. Schade, dass er seiner besondere Karriere keinen gebührenden sportlichen Abschied bereiten konnte. 

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Autor: Florian Schimak

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