Bayern-Stars mit Stammplatzansprüchen: Jamal Musiala (r.) und Serge Gnabry

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Jamal Musiala benötigt bei den Münchenern mehr Zeit als gedacht, die Eintracht überzeugt ohne Ritsu Doan. Bei Augsburg und Mainz treffen sich Angreifer in den Vordergrund.

FC Bayern: Das Musiala-Rätsel

Es schien so klar, und einige Manager haben zweifelsohne (weit) frühzeitig für viel Geld für eine rosige Zukunft vorsorgen wollen: Das beeindruckende Angriffstrio des FC Bayern München – Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz – wartet nur den nach schwerer Verletzung zur zweiten Halbserie zurückkehrenden Offensivstar Jamal Musiala, um zum vielleicht beeindruckendsten Sturmquartett Europas zu avancieren. Aber Musiala hat seinen Platz in der ersten Elf des Rekordmeisters auch nach dem 24. Spieltag noch nicht zurückerobert.

Einmal begann der Nationalspieler in der Bundesliga erst, zudem einmal in der Champions League – sein DFB-Kollege Serge Gnabry, der vor kurzem seinen Vertrag in München verlängert hat, scheint in der Hierarchie im offensiven Mittelfeld weiter etwas vor Musiala positioniert; Shootingstar Lennart Karl muss sich derzeit hintanstellen, dürfte jedoch ebenfalls noch einige Spielminuten vom Start weg sammeln wollen. Momentan deutet sich an, dass bei den noch in drei Wettbewerben vielversprechend vertretenen Bayern vor allem zwischen Musiala und Gnabry eine aus Comunio-Sicht undankbare Rotation für den Rest der Saison bestehen bleibt.

Muss Doan bei Frankfurt ab jetzt zuschauen?

Zwar befand sich Ritsu Doan bei Eintracht Frankfurt bereits eine Weile nicht mehr in Topform – einen Scorerpunkt sammelte der japanische Nationalakteur in der Rückrunde etwa noch gar nicht –, seinen Stammplatz behauptete er dennoch Woche für Woche. Am letzten Spieltag musste Doan nun erstmals überhaupt in dieser Ligaspielzeit erstmal auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Und seine Konkurrenten machten es beim 2:0 gegen den SC Freiburg gut, im zentralen Mittelfeld fingen vor dem in der Mitte neben unter dem neuen SGE-Coach Albert Riera gesetzten Hugo Larsson Oscar Höjlund sowie Mario Götze an; nach dem Comeback von Nationalstürmer Jonathan Burkardt scheint Doan weiter vorne derweil gerade chancenlos gegen diesen, Winterneuzugang Arnaud Kalimuendo und den wieder groß aufspielenden Jean-Mattéo Bahoya. Nach etwas mehr als einer Stunde kamen Doan und Fares Chaibi so auch zuletzt für das zentrale Duo, wobei sich Letzterer mit einem Jokertor für mehr Spielzeit empfahl. Doans Tendenz: Bank, solange es die Eintracht ohne ihn gut macht.

FCA: Ribeiro bringt Gregoritsch in Vergessenheit

Nach seiner Rückholaktion im Winter schien Michael Gregoritsch beim FC Augsburg die Lösung im Angriff zu sein. Ebenfalls im Winter geholt, entpuppte sich der erst 20 Jahre junge und auf Leihbasis von Sporting Lissabon verpflichtete Rodrigo Ribeiro ohne viel Anlaufzeit als eben diese.

Zwei Startelfeinsätze, zwei Treffer, der vergangene beim 2:0 gegen den 1. FC Köln zauberhaft mit der Hacke. Es gibt momentan keinen Grund, den portugiesischen U-Nationalspieler erneut aus dem Stamm der Fuggerstädter zu nehmen.

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Silas macht es beim FSV gut, Becker besser

Sein lange nicht mehr in der Bundesliga gesehenes, großes Talent bewies Silas nach seinem Wintertransfer vom VfB Stuttgart zum 1. FSV Mainz 05 zwar schon einige Male im 05er Trikot, nach drei Berufungen in die Anfangsformation und beinahe einer Gelb-Roten Karte am 23. Spieltag musste der Angreifer jüngst beim 1:1 auswärts gegen Bayer 04 Leverkusen aber wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. Und Sheraldo Becker, ebenfalls im Winter gekommen, nutzte seine Chance.

Becker brachte Mainz in Führung, zeigte in Abwesenheit des großen FSV-Leistungsträgers Nadiem Amiri einen der besten Auftritte bei den Rheinhessen – und erinnerte somit wiederum an seine große Zeit in Deutschlands höchster Fußballliga beim 1. FC Union Berlin. Setzt der Nationalakteur Surinames dies fort, muss Silas erneut auf seine Chance lauern.