Foto: © imago images / Pressefoto Baumann

Chris Führich hätte bei Stuttgart beste Chancen auf einen Stammplatz gehabt – vor seiner Schulterverletzung. Mittelfristig wartet hier aber ein interessanter Comunio-Spieler.

Position

Stuttgart-Sportdirektor Sven Mislintat bezeichnet Chris Führich als einen „polyvalenten Spieler“. Im Offensiven Mittelfeld kann der 1,78 Meter große Rechtsfuß in der Zentrale und auf beiden Flügeln spielen. Der 23-Jährige ist schnell, trickreich und torgefährlich.

Aufgrund dieser Attribute, seiner Vergangenheit, weil er bisweilen als Spätstarter durchgeht und wegen der optischen Ähnlichkeit wird auch immer mal wieder der Vergleich zu Marco Reus gezogen. Führich geht bei Comunio als Mittelfeldspieler an den Start.

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Bisherige Karriere

Führich ist im Westen der Republik schon viel herumgekommen: Schalke, Dortmund, Bochum und Oberhausen waren seine Klubs in der Jugend. 2017 landete er beim 1. FC Köln. Obwohl er Ende 2017 unter Stefan Ruthenbeck in der Bundesliga zwei mal ran durfte, wurde er in den folgenden beiden Jahren eigentlich nur in der Reserve eingesetzt. 

2019 folgte dann der Wechsel zurück zu Borussia Dortmund, wo Führich klar für die Regionalliga-Mannschaft vorgesehen war. Lucien Favre berief ihn zwar ein paar Mal in den Bundesliga-Kader, setzte ihn aber nicht ein. Trotzdem spielte Führich mit acht Toren und sechs Vorlagen eine starke Saison und empfahl sich damit für die 2. Bundesliga. 

2020/21 ging er zum SC Paderborn und wurde durch Steffen Baumgart „geschliffen“. In allen 34 Ligaspielen stand er auf dem Platz. Mit 13 Toren und 7 Assists war er am Ende der Paderborner Top-Scorer. Für satte drei Millionen Euro ging es nun zum VfB Stuttgart. Für Sportdirektor Mislintat war er Wunschtransfer nach dem Abgang von Nicholas Gonzalez. Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Dortmunder Tagen.

Einstiegsmarktwert

Mit vier Millionen hatte Führich schon ein stattliches Preisschild um den Hals. Kurzzeitig stieg er auf über 5 Millionen, doch der Schlüsselbeinbruch beim Testspiel gegen Bielefeld drückt ihn tief nach unten. 


Situation

Führich hätte zu Saisonbeginn beste Chancen gehabt, um Stammkraft zu werden. Entweder als einer von zwei Zehnern hinter Sasa Kalajdzic oder als Schienenspieler auf der rechten Seite in Abwesenheit des noch verletzten Silas Katompa Mvumpa. Doch ein bitterer Schlüsselbeinbruch im Testspiel gegen Bielefled zwingt Führich zu einer längeren Pause. Doch mittelfristig ist er auch speziell bei Comunio hoch interessant.

Natürlich hat Führich noch nicht die Qualitäten, um einen Nicholas Gonzalez zu ersetzen, doch der 23-Jährige hat zuletzt eine steile Entwicklungskurve genommen. Im von Materazzo präferierten 3-4-2-1 müsste er sich demnach mit Daniel Didavi, Philipp Förster und Mateo Klimowicz um einen Stammplatz streiten. Hier stehen seine Chancen sehr gut, weil Didavi nicht mehr alle Spiele über 90 Minuten machen kann und es dem anderen Duo bisweilen an Torgefährlichkeit mangelt. Führich hingegen kann Scorer garantieren.

Fakt ist aber, dass Führich nach seiner Genesung gewiss zum Stamm der ersten 12, 13 Spieler gehören wird. 

Marktwertentwicklung

Führich wird durch die Verletzung von einem der großen Marktwertgewinner der Liga zu einem der großen Verlierer. Aktuell ist von einem Kauf dringend abzuraten. Wenn Führich aber in ein paar Wochen sehr günstig zu haben wird, weil ein wenig in Vergessenheit geraten, dürfte es sich lohnen, zuzuschlagen. Grundsätzlich ist Führich ein Mann, dem 2021/22 der große Durchbruch absolut zuzutrauen ist. Dann kann er viele Punkte machen und einen Marktwert von rund 5 Millionen auch dauerhaft halten.

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Autor: Karol Herrmann

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