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Nur der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach konnten aus den fünf Partien einen Sieg einsacken – der VfL siegte im internen Bundesliga-Duell. Mit dem SC Freiburg (gg Wolfsburg), dem FC Augsburg und dem 1. FC Union Berlin hagelte es drei Pleiten. Der SV Darmstadt 98 trennte sich torlos.
SC Freiburg – VfL Wolfsburg 2:3 (1:0)
Tore: 1:0 Breunig (22.), 2:0 Baur (66.), 2:1 Philipp (76.), 2:2 Nmecha (78.), 2:3 Tomas (87.)
Aufstellung Freiburg HZ1 (60min): Müller – Rüdlin, Lienhart, Ginter, Makengo – Doan, Eggestein, Röhl, Sallai – Höler, Breunig
Aufstellung Freiburg HZ2 (60min): Uphoff – Sildillia, Gulde, Schlotterbeck, Kübler (106. Lungwitz) – Baur, Wiklöf, Höfler (97. Stark), Grifo – Lee, Gregoritsch
Aufstellung Wolfsburg HZ1 (60min): Casteels – Fischer, Lange (36. Börset), Zesiger, Cozza – Svanberg, Arnold, Ambros – Wimmer, Kaminski – Wind
Aufstellung Wolfsburg HZ2 (60min): Pervan – Lebersorger, Bornauw, van de Ven, Franjic – Philipp (114. Bröger), Vranckx, Gerhardt – Cerny, Tomas – Nmecha (91. Pejcinovic)
Comunio-Check: Der SC Freiburg startete zunächst mit einer Dreierkette in die Partie – Roland Sallai agierte als rechter Flügelspieler, Jordy Makengo spielte links. Doch nach zwei Minuten stellte Christian Streich auf die aufgelistete Viererkette um. Sallai wechselte dabei komplett die Seite. Im gewohnten 4-4-2 dominierte der SCF auch lange die Partie. Als U23-Stürmer Maximilian Breunig in der 22. MInute nach einem schnell ausgeführten Freistoß und einer Flanke von Merlin Röhl zur 1:0-Führung einnetzte, hatte er schon zwei gute Möglichkeiten auf die Führung vergeben. Auf der anderen Seite parierte Florian Müller stark gegen Mattias Svanberg.
Mitte des zweiten Viertels (4x 30 Minuten) hätte Lucas Höler nach einer starken Balleroberung einen Elfmeter kriegen müssen – der eingewechselte Anders Börset (Felix Lange musste den Platz verletzt verlassen) brachte ihn zu Fall, hätte in Hölers Schussbewegung wohl im Pflichtspiel auch einen Platzverweis gesehen. Spätestens als direkt danach Merlin Röhl bei einem zentralen Durchbruch von Cedric Zesiger als letzter Mann gestoppt wurde, war die Freiburger Dominanz klar erkennbar. Einen zweiten Treffer setzte man aber nicht mehr nach. Wolfsburg hatte über einen starkem Patrick Wimmer gegen Youngster Makengo auch einige starke Vorstöße – Müller hielt seinen Kasten aber sauber.
Im zweiten Durchgang startete dann wieder die Freiburger Elf stärker. Bei einem Pass von Michael Gregoritsch in die Spitze brach Rechtsaußen Mika Baur gegen Micky van de Ven durch und schob im Eins-gegen-Eins mit Pavao Pervan cool mit der Innenseite rechts oben ins Netz. Gregoritsch, der ungewohnt tief agierte – mit Jihan Lee als offensiverer Stürmer – machte auch in der Ballverteiler-Rolle einen guten Job.
Doch dann ermüdete die zweite Garde des SC und die Wolfsburger drehten richtig auf. Zunächst sorgte Maximilian Philipp nach halbgarer Verteidigung des Freiburger Mittelfelds mit einem traumhaften Drehschuss aus 25 Metern in den Winkel für den Anschluss – dann wurde Verletzungs-Comebacker Lukas Nmecha von Keven Schlotterbeck im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den folgenden Elfmeter. Kurz vor Ende des dritten Viertels leistete sich der gesundheitlich angeschlagene Nicolas Höfler (Schlag auf die Rippen im Training) einen Fauxpas, der die Niederlage zur Folge hatte: Bei einem eigentlich harmlosen Zuspiel von Torwart Benjamin Uphoff sprang ihm der Ball extrem weit weg. Im Nachsetzen spielte er unter hohem Druck von Tiago Tomas einen zu schwachen Rückpass zum Keeper, den Tomas einsammelte und cool an Uphoff vorbei ins Netz schob.
FC Augsburg – PSV Eindhoven 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Beljo (15.), 1:1 De Jong (19.), 1:2 Kawaiitaal (107.)
Aufstellung HZ1 (75min): Dahmen – Mbuku, Pfeiffer, Winther, Pedersen – Breithaupt, Dorsch – Jensen, Vargas – Beljo, Tietz
Aufstellung HZ2 (75min): Koubek – Colina, Bauer, Uduokhai, Iago – Engels, Rexhbecaj – Maier, Malone – Cardona (121. Demirovic), Michel
Comunio-Check: Der FC Augsburg traf sich zum Maxi-Test mit dem niederländischen Meister PSV Eindhoven – gespielt wurden insgesamt 150 Minuten. Dabei wurde klar: Der FCA braucht dringend neue Rechtsverteidiger. Mit Nathanael Mbuku und David Colina agierten zwei Spieler positionsfremd rechts hinten. Bereits nach kurzer Zeit bewies Stürmer Dion Beljo, warum er im Winter gekommen war: Er kann Tore schießen! In der Rückrunde hatte er das nur sporadisch gezeigt, dadurch zwischenzeitlich seinen Stammplatz verloren. Doch nach 15 Minuten traf er aus der Entfernung mit einem Kunstschuss in den Winkel.
Doch lange blieb der FCA nicht in Führung. Der Eredivisie-Meister glich durch Luuk De Jong aus, der Abwehrduo Patric Pfeiffer und Frederik Winther enteilt war und einen Querpass vor dem Kasten ins Tor einschob. Beljo hätte dann fast die erneute Führung besorgt, doch scheiterte am PSV-Keeper. So ging das Spiel lang hin und her – ohne die großen Torchancen auf beiden Seiten.
Erst nach dem großen Wechsel kam wieder neue Bewegung ins Spiel. Die Rolle als Antreiber und Chancengarant von Beljo übernahm Irvin Cardona im zweiten Durchgang, scheiterte jedoch mehrfach an der eigenen Zielgenauigkeit. Dann schlug PSV-Flügelyoungster Julian Kawaaitaal zug: Er kam weit außen an den Ball und überwand Koubek trotz extrem scharfem Winkel. In den letzten 30 Minuten durfte dann Ermedin Demirovic sein Verletzungs-Comeback über 30 Minuten feiern – mit wenig Erfolg. Einen Foulelfmeter für Malone konnte Demirovic nicht im Tor unterbringen, scheiterte eine Minute nach Einwechslung an Eindhovens Keeper Benitez.
1. FC Union Berlin – Holstein Kiel 1:2 (0:1)
Tore: 0:1 Eigentor Juranovic (8.), 0:2 Arp (95.), 1:2 Becker (110., Elfmeter)
Aufstellung HZ1 (60min): Rönnow – Juranovic, Jaeckel, Knoche, Leite, Roussillon – Aaronson, Khedira, Tousart – Behrens, Fofana
Aufstellung HZ2 (60min): Busk – Trimmel, Jaeckel (91. Doekhi), Knoche (91. Kemlein), Heintz, Skarke – Laidouni, Kral (91. Thorsby), Haberer – Becker, Jordan
Comunio-Check: Auch der 1. FC Union Berlin testete in Überlänge – gegen Zweitligist Holstein Kiel, die ihre Generalprobe vor dem Zweitliga-Start in der kommenden Woche gaben. Und die Störche machten früh enormen Druck: Bereits nach drei Minuten hätten sie in Führung gehen müssen, doch Stürmer Benedikt Pichler verfehlte per Kopf freistehend den Unioner Kasten. Nochmal drei Zeigerumdrehungen später war es dann aber soweit: Diesmal mit Pech für den FCU. Josip Juranovic spielte einen Rückpass auf Keeper Frederik Rönnow, der im Rasen hängen blieb und das von Juranovic unverschuldete Eigentor somit nicht mehr verhindern konnte.
Kurioserweise wurde das Spiel dann länger unterbrochen, weil in der ersten Viertelpause ein neuer Schiedsrichter im Publikum gesucht werden musste. Nach Wiederanpfiff taten sich dann beide Mannschaften schwer, Chancen zu kreieren. Kevin Behrens hatte den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aus kurzer Entfernung nach einer Ecke aber nur einen Kieler Verteidiger auf der Grundlinie ab. Im dritten Durchgang versuchte es der FCU vermehrt mit Fernschüssen – bis auf Tim Skarkes Versuch, der knapp über die Latte rutschte, kam damit aber kaum Torgefahr.
Erst im letzten Viertel – und nach erneuten Wechseln bei FCU und Holstein Kiel – konnte dann Fiete Arp den Deckel für die Kieler drauf machen. Marvin Schulz hebelte mit einem Steilpass auf Lewis Holtby die komplette Abwehr der Eisernen aus – und dessen Cutback-Pass von der Grundlinie fand Arps Fuß, der aus kurzer Entfernung nicht mehr am Treffer gehindert werden konnte. Kurz vor Schluss durfte Sheraldo Becker zwar vom Punkt zum Anschluss jubeln, nachdem Janik Haberer im Strafraum gefoult wurde, doch der Ausgleich war nicht mehr in Sicht – Union verlor den Maxi-Test gegen Kiel mit 1:2.
































