Der Leipziger Test des Tages in einem Bild!

Foto: © imago / GEPA Pictures
Vier attraktive Testspiele standen heute auf dem Plan, von denen allerdings eines völlig in die Hose ging. Gute Laune dürfte dagegen in Wolfsburg herrschen. Wir fassen die Ereignisse des Tages zusammen.

RB Leipzig – Huddersfield Town 0:3 (0:1)

Aufstellung: Gulasci (46. Mvogo) – Majetschak, Ilsanker, Mekonnen – Bias, Winter, Bruma – Sabitzer (69. Bruno), Kampl – Werner (66. Holm), Poulsen (66. Hartmann)

Comunio-Check: Die Aussagekraft dieses Tests, einen Tag nach dem Europa League-Qualifikationsauswärtsspiel in Schweden? Glaubt man RB Leipzig-Trainer Ralf Rangnick, dann liegt sie bei nahe null. „Das Spiel wurde vereinbart, als wir davon ausgegangen sind, dass wir das Trainingslager mit zwei kompletten Profi-Kadern bestreiten würden. Zurzeit aber haben wir nicht einmal eineinhalb. Deswegen hat das Spiel keinen Sinn gehabt. Wir haben deshalb versucht, es abzusagen.“ Aus vertraglichen Gründen sei das jedoch nicht möglich gewesen, dabei wäre hätte sich auch der Premier League-Club eine Woche vor seinem Saisonstart einen etwas spritzigeren Gegner gewünscht. Aber was soll man machen? Zumindest Rangnick zog dann ein irgendwie positives Fazit aus dieser Partie, die ansonsten wenig Erfreuliches bereit hielt: „Wenigstens hat sich keiner verletzt.“ 

Borussia Dortmund – Stade Rennes 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Pisczek (2.)

Aufstellung: Bürki – Pisczek (46. Hakimi), Akanji (46. Zagadou), Diallo, Schmelzer (64. Delaney) – Sahin (64. Bruun Larsen), Götze (64. Gomez), Dahoud (64. Sancho) – Wolf (64. Burnic), Reus (46. Philipp), Pulisic (64. Kagawa)

Comunio-Check: Wird die große Wachablösung in der Dortmunder Hintermannschaft noch aufgeschoben? Können die alten Haudegen den Generationswechsel noch einmal vertagen? Gegen Stade Rennes schickte BVB-Coach Lucien Favre mit Pisczek und Schmelzer zwei Außenverteidiger aufs Feld, deren Fälle man eigentlich schon wegschwimmen sah – und während Pisczek direkt traf, durfte sich Kollege Schmelzer auf der linken Position in der Viererkette über eine Stunde lang anbieten. Und erledigte seine Aufgabe zumindest solide. In der Offensive blieb der BVB jedoch noch manches schuldig, hier gilt es bis Saisonstart – auch personell – sicher noch einmal nachzuarbeiten.

Unterdessen konnte Torhüter Roman Bürki den test zur Eigenwerbung nutzen und deutlich machen: Jede Spekulation um seinen Status als alte und neue Nummer 1 ist auch nach der Verpflichtung von Marvin Hitz unnötig.

AJAX Amsterdam – VfL Wolfsburg 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Camacho (60.), 0:2 Ginczek (66.), 0:3 Mehmedi (79.)

Aufstellung: Menzel – Verhaegh (46. William), Knoche (46. Bruma), Brooks (46. Uduokhai), Gerhardt (82. Jaeckel) – Guilavogui (46. Camacho) – Arnold (70. Rexhbecaj), Malli (46. Ginczek) – Mehmedi, Brekalo (18. Blaszczykowski), Weghorst (73. Ntep)

Comunio-Check: Starker Auftritt der Wölfe in Amsterdam, auch wenn die Niederländer nur eine verbesserte B-Elf ins Rennen schickte. Vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugte das Team von Bruno Labbadia und machte dann auch die Tore. Schon im ersten Abschnitt waren die Niedersachsen schnell die spielbestimmende Mannschaft und hätten auch schon vor der Pause mit gut und gerne 2,3 Toren vorne liegen können, doch Weghorst (zweimal) und Mehmedi konnten den Ball in aussichtsreichen Situationen nicht im Gehäuse unterbringen.

Für den Bundesligisten, der in der zweiten Halbzeit von 4-3-3 auf eine Doppelspitze mit Weghorst und dem eingewechselten Ginczek umstellte, begann dann nach weiteren vergebenen Gelegenheiten doch noch das Toreschießen: Der eingewechselte Camacho traf elegant per Heber, Ginczek erzielte nach kurzer Testspielflaute auch endlich wieder „sein“ Tor und auch Mehmedi sendete ein fulminantes Lebenszeichen, dass er nach Verletzungsproblemen in der abgelaufenen Runde gerne bedeutender Teil der VfL-Offensive in der anstehenden Saison sein möchte.

Einziger Wermutstropfen: Josip Brekalo humpelte nach gut einer Viertelstunde angeschlagen vom Platz, eine Diagnose steht noch aus.

Racing Straßburg – SC Freiburg 3:2 (0:2)

Tore: 0:1 Petersen (6., FE), 0:2 Waldschmidt (44.)

Aufstellung: Schwolow – Stenzel, Gulde, Heintz, Günter – Höfler, Haberer, Waldschmidt, Frantz (46. Terrazzino) – Petersen, Niederlechner

Comunio-Check: Zwei Tests an einem Tag war dann vielleicht doch einer zuviel: Nachdem der Sportclub am Nachmittag bereits gegen eine Bahlinger Regionalauswahl ran musste (und durch Treffer von Rütlin und Gondorf 2:1 gewann), durfte sich die wohl deutlich näher an einer möglichen Bundesliga-Startelf orientierte „zweite Mannschaft“ im Anschluss gegen den französischen Erstligisten aus Straßburg ran. Und was Niederlechner, Petersen und Co. in der ersten Halbzeit aufs Feld brachten, war durchaus ansehnlich – und resultierte in einer 2:0-Halbzeitführung durch Petersen (per Foulelfmeter) und den in der Vorbereitung starken Waldschmidt, der auch den frühen Strafstoß raus geholt hatte.

Im zweiten Abschnitt ging es bei hochsommerlichen Temperaturen in einer durchaus nickeligen Partie dann aber bald zuende mit der Freiburger Herrlichkeit. Niederlechner hatte noch eine gute Gelegenheit zum 3:0, danach drehten die Franzosen das Spiel und gingen noch als Sieger vom Platz.

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Autor: Till Erdenberger

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