Manuel Neuer, Sven Ulreich

Foto: © imago /Bernd Müller
Im Sommer könnte es auf den Torhüterpositionen so viel Bewegung wie lange nicht geben. Gleich bei neun Vereinen könnte es Wechsel geben. Comunioblog blickt in zwei Teilen zwischen die Pfosten und gibt eine Einschätzung der Lage. 

Bayern München

Manuel Neuer ist zumindest wieder ins Lauftraining eingestiegen und soll noch in dieser Saison ins Tor zurückkehren. Doch nach drei Fußbrüchen bleibt ein Risiko. So gab Neuer selbst zu, dass es bei einem neuerlichen Bruch sogar um seine Karriere gehen könnte. Entsprechend behutsam wird der Nationalkeeper aufgebaut. Mit Sven Ulreich besitzen die Bayern einen exzellenten Vertreter. Der Ex-Stuttgarter hat sich unter Jupp Heynckes immens weiterentwickelt und nun auch seinen Vertrag bis 2021 verlängert. „Ich bin bei einem tollen Verein und hoffe, dass ich auch meine Spiele bekomme, wenn Manuel wieder da ist“, sagte Ulreich unlängst. Gut möglich, dass es im kommenden Jahr ein Jobsharing im Tor geben wird, um die Belastung bei Neuer besser zu steuern.

Werder Bremen

Mit Jiri Pavlenka haben die Bremer einen Glücksgriff getätigt. Der Tscheche entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem der besten Keeper der Bundesliga. Das weckt auch Begehrlichkeiten und so kamen gleich Gerüchte auf, dass Pavlenka nach der Saison wieder wechseln könnte. „Ich bin mir absolut sicher, dass er in der nächsten Saison noch für Werder spielt“, wischt Trainer Florian Kohfeldt solche Gerüchte vom Tisch. Dass sich Pavlenka in Bremen so schnell eingelebt hat, liegt auch an Backup und Landsmann Jaroslav Drobny. Der  Vertrag des Routiniers läuft nach der Saison aus, aber Drobny würde gerne noch eine Saison bleiben und Werder muss nun überlegen, ob sie ihn als Wohlfühlmanager im Team belassen. Denn eigentlich soll eine neue Nummer 2 kommen und Talent Luca Plogmann zur Nummer 3 aufsteigen. Auch Michael Zetterer und Eric Oelschlägl, immerhin Silbermedaillengewinner aus Rio, sind noch in der Verlosung. 

Die besten Torhüter bei Comunio

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Platz 9: Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart) - 70 Punkte | Bildquelle: Imago

 

FSV Mainz 05

Es kam schon überraschend, dass Trainer Sandro Schwarz Rene Adler nach seiner Genesung auf der Bank ließ. Florian Müller durfte nach seinem überragenden Debüt gegen HSV im Kasten bleiben. Jetzt ist Müller aber an der Hand verletzt und es könnte erneut zu einem Wechsel kommen. In Mainz scheint die Hierarchie gerade völlig offen zu sein. Da könnte es im Sommer spannend werden. Schließlich ist Robin Zentner auch noch da. Sollte Adler das Nachsehen gegen einen der beiden haben, wäre ein neuerlicher Wechsel gegen Ende der Transferperiode nicht überraschend. 

1.FC Köln

Würde Timo Horn auch mit in die Zweite Liga gehen? Davon wird viel abhängen. Horn ist bekennender FC-Anhänger, würde sich aber wohl viel verbauen, wenn er nach dem wahrscheinlichen Abstieg bleiben würde. Der Weg ins Nationalteam würde wieder länger werden, die Konkurrenz spielt schließlich in der Champions League. Zudem könnten sich im Sommer einige attraktive Möglichkeiten für ihn ergeben. In Dortmund und Leverkusen werden wohl Keeper gesucht. Horn hofft aber sicher, dass er den Klassenerhalt mit dem EffZeh noch packt. Dann könnte er zumindest mit einem guten Gewissen wechseln, sollte eine interessante Offerte auf dem Tisch liegen. 

Bayer Leverkusen

Am liebsten wäre es Bayer natürlich, Bernd Leno würde bleiben, aber der Nationalkeeper besitzt eine Klausel, die es ihm bis zum 30. April ermöglicht, für 25 Millionen Euro aus seinem Vertrag auszusteigen. Eine Summe, die heutzutage ohne mit der Wimper zu zucken, gezahlt wird. Der SSC Neapel soll starkes Interesse haben, auch der FC Arsenal beschäftigt sich wohl mit Leno. Für den Fall eines Abgangs soll Leverkusen jedenfalls schon mal bei Lukas Hradecky von Eintracht Frankfurt vorgefühlt haben. Das berichtet die Sport-Bild. Der Finne ist ablösefrei und damit auch im Fokus anderer Vereine. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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