Der teuerste Bankdrücker vom ersten Spieltag: Mario Götze hat trotzdem noch Spaß

Foto: © imago / Chai v.d. Laage
Die Saison hat für manchen mit einem Schock begonnen, denn vielerorts landeten viele Millionen auf der Bank – auch durchaus überraschend. Wir sagen, wo es kurzfristig keine Zinsen zu holen gibt.

Mario Götze (Borussia Dortmund, Mittelfeld, 7.120.000)

Dass sie in Dortmund im Mittelfeld ordentlich bestückt sind, ist bekannt. Dass es ausgerechnet Weltmeister Mario Götze sein würde, der zum Saisonstart auf der Bank landen würde, war dagegen nicht so richtig abzusehen. Der 26-Jährige überzeugte in der Vorbereitung in seiner neuen Rolle in der Mittelfeldzentrale, der neue BVB-Coach Lucien Favre lobte seinen Spieler ausgiebig, der sich endlich mal wieder auch körperlich in einer starken Form präsentierte. In der überaus wackligen Pokalpartie in Fürth (2:1 nach Verlängerung) stand Götze noch in der Anfangsformation, musste aber nach gut einer Stunde wieder raus. 

Das überzeugende 4:1 des BVB gegen RB Leipzig hat Favre nun keinerlei Argumente geliefert, an seinem Mittelfeld mit Witsel, Delaney und Dahoud herumzudoktern. Heißt: Götze bleibt erstmal weiter draußen.

Ömer Toprak (Borussia Dortmund, Abwehr, 2.890.000)

Nicht anders, wenn auch etwas vorhersehbarer erging es Götzes Teamkollege Ömer Toprak. Der türkische Nationalspieler ist mit einem Marktwert von knapp drei Millionen ein teurer Bankdrücker, der angesichts der seriösen Vorstellung des Innenverteidigerduos Akanji/Diallo kurzfristig keine Aussicht auf Einsatzzeiten hat, zumal dem Routinier die von Favre so gerne gesehene Polyvalenz völlig abgeht.

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Mats Hummels (FC Bayern München, Mittelfeld, 8.060.000)

Rumms, das war gleich mal eine Ansage von Niko Kovac: Mit Arjen Robben und Mats Hummels „rasierte“ der neue Coach zum Bundesligastart gleich mal zwei Bayern-Stars. So würde es der Boulevard beschreiben. Etwas nüchterner betrachtet, entschied sich der neue Trainer statt der routinierten Lösungen für zwei andere, jeweils jüngere Hochkaräter. Während Robben nach der Coman-Verletzung noch vor der Halbzeit kam und später auch traf, musste Innenverteidiger Hummels 90 Minuten lang seinem Konkurrenten Niklas Süle bei einer fehlerlosen Vorstellung zuschauen.

Kovac hängte die „Degradierung“ seines Führungsspielers naturgemäß nicht besonders hoch, verwies darauf, dass Hummels ja im Supercup und Pokal gespielt habe. Dennoch ist es gut möglich, dass das Innenverteidigerduo bis zur Länderspielpause erstmal Boateng/Süle heißen wird. Es sei denn natürlich, es passiert im Endspurt noch etwas auf dem Transfermarkt…

Yunus Malli (VfL Wolfsburg, Mittelfeld, 3.090.000)

Dass Bruno Labbadia seinen VfL Wolfsburg in der neuen Saison im 4-3-3 aufs Feld schickt, dürfte für seinen Zehner Yunus Malli erstmal einen Schreck bedeutet haben, denn seine Position gibt es im neuen System der Wölfe nicht mehr. Labbadia machte seinem (ehemaligen) Spielmacher noch zwei Tage vor dem Saisonauftakt Hoffnung. „In der Relegation, und ich glaube gegen Köln war es auch schon so, da hat er auf der Acht gespielt. Und das hat er sehr, sehr gut gemacht. Weil Yunus auch nicht dieser total typische Zehner ist, der zum Beispiel gerne mit dem Rücken zum Tor angespielt wird. Er ist schon derjenige, der den Ball gerne im Dribbling treibt. Und deswegen kann ihm das in der Offensive teilweise sogar entgegenkommen“, beschrieb der Trainer die Situation des Ex-Mainzers.

Die Spieltags-Realität sah jedoch anders aus. Als Labbadia Samstag nach dem Ausgleich der Schalker noch auf Sieg spielen lassen wollte, brachte er lieber Mehmedi anstatt des türkischen Nationalspielers. Ein deutlicher Hinweis, wo die Reise für Malli kurzfristig hingehen wird.

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Autor: Till Erdenberger

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