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Bei „Alle Spieler einsortiert“ blicken wir auf alle Spieler einer Mannschaft und ordnen sie in Comunio-Kategorien ein – von unbedingt kaufen bis verkaufen. Heute: Die Spieler der TSG Hoffenheim.
Stand der Marktwerte: 17. September 2026
Das österreichische Duo Christian Ilzer und Andreas Schicker haben einen auf dem Papier sehr ordentlichen TSG-Kader zusammengestellt. Kann das Team an die erfolgreiche Saison 2025/26 anknüpfen? Welche Spieler sind die vielversprechendsten im Kader, also welche sollten Comunio-Manager auf jeden Fall auf dem Zettel haben?
Unbedingt kaufen
Bambase Conte (3.820.000), Leon Avdullahu (6.130.000), Mats Rots (3.930.000), Koki Machida (1.200.000)
Die DFB-Nominierung von Bambase Conte für die anstehende Länderspielpause kam für die allermeisten dann doch sehr überraschend. Dem 23-jährigen dürfte die Berufung von DFB-Coach Jürgen Klopp weiteren Aufwind geben. In der abgelaufenen Saison überzeugte Conte im Trikot der SV Elversberg, jetzt ist er zurück bei seinem Jugendklub TSG Hoffenheim, zu dem er 2018 vom 1. FC Kaiserslautern wechselte, und steuerte in 3 Bundesliga-Partien 2 Vorlagen bei. Bei Comunio steht Conte nach drei Spieltagen bei 12 Punkten, sein Marktwert steigt stetig und ist mit unter 4 Millionen noch überschaubar. Durch seine Nominierung dürfte der Wert vorerst auch bei Comunio weiter steigen.
Die TSG Hoffenheim hat Leon Avdullahu im Sommer 2025 für 8 Millionen Euro vom FC Basel losgeeist. Dass er gut ist, war klar. Dass er sich jedoch direkt so an das Bundesliga-Niveau gewöhnt, ist definitiv beeindruckend. Ab dem 1. Spieltag 2025/26 war Avdullahu im TSG-Mittelfeld gesetzt und räumt Spieltag für Spieltag solide Punkte ab. 121 Saison-Punkte komplett ohne eigenes Tor sind schon gut, in dieser Saison gelang ihm sein erster Bundesliga-Treffer und vielleicht folgen weitere. Avdullahu ist jedenfalls komplett gesetzt, sein Marktwert dürfte nicht mehr extrem explodieren und trotzdem gehört der 22-jährige zu den Hoffenheimern, die unbedingt gekauft werden sollten.
Linksverteidiger Mats Rots kam im Sommer für 12 Millionen Euro Ablöse Von Twente Enschede aus den Niederlanden. Am 1. Spieltag wurde er spät eingewechselt, am 2. und 3. Spieltag startete er und überzeugte mit starken Leistungen. Bei Comunio holte er in den beiden Partien zusammen 13 Punkte ohne eigenes Tor. Für aktuell knapp 4 Millionen unbedingt mitnehmen.
Wir sind kurz vor einer Länderspielpause, Koki Machida bringt nach seinem Kreuzbandriss noch einen sehr niedrigen Marktwert mit. Und genau deshalb könnte er sich aktuell so richtig lohnen. Am 3. Spieltag wurde er eingewechselt und wusste mit seiner Routine und brutalen Ruhe zu überzeugen. Der Marktwert des japanischen Nationalspielers entwickelte sich von 450.000 vor dem VfB-Spiel auf 1,2 Millionen Stand heute. Der Wert dürfte noch deutlich weiter steigen, besonders wenn der Innenverteidiger auch am Wochenende wieder auf Einsatzminuten kommt.
Aktuell gute Anlagen bei der TSG Hoffenheim
Fisnik Asllani (8.950.000), Wouter Burger (5.140.000), Vladimir Coufal (5.040.000), Oliver Baumann (2.810.000), Adam Daghim (6.780.000), Alexander Prass (1.450.000)
In der Sommerpause gab es viel Wirbel um Fisnik Asllani. Sein Wechsel zu RB Leipzig schien so gut wie perfekt, die Sachsen ließen den Transfer dann kurz vor dem Vollzug noch platzen. „Medizinische Bedenken“ waren der Absagegrund, was sicher auch an der Psyche Asllanis genagt haben dürfte. Die ersten beiden Spieltage befand sich Asllani im Aufbautraining, am 3. Spieltag gab er sein Comeback. Nach seiner Einwechslung in der 82. Minute holte Asllani noch vier Comunio-Punkte ohne Torbeteiligung. Das zeigt, wie wichtig „Fissi“ für die TSG – und Comunio-Manager – noch werden kann, auch wenn alle Beteiligten sich im Sommer bereits auf einen Abgang eingestellt haben. Mit knapp 9 Millionen ist Asllani kein Schnäppchen mehr, sodass wir ihn bei den aktuell guten Anlagen und nicht noch eine Kategorie höher einordnen.
Wouter Burger ist bei der TSG Hoffenheim aktuell eine gute Anlage gegen den Trend. In seiner ersten TSG-Saison rasierte er mit 149 Punkten komplett, sein Marktwert kletterte zeitweise auf knapp 12 Millionen. Der Start in die aktuelle Saison verlief etwas holprig, nach 3 Partien stehen unter dem Strich nur 4 Punkte. Sein Marktwert von fast 8 Millionen zum Saisonstart sind auf inzwischen 5,14 Millionen zusammengeschmolzen und er sinkt täglich weiter. Wer daran glaubt, dass Burger bald zu seiner Leistung aus der Vor-Saison zurückfindet, erhält aktuell eine gute Chance, denn günstiger war er seit November 2025 nie zu haben.
Ähnliches wie für Burger gilt auch für Vladimir Coufal. Der TSG-Rechtsverteidiger ist aktuell für rund 5 Millionen Marktwert zu haben. Seine Punkteausbeute 2025/26? 159 Punkte! Und auch in dieser Saison steht der 34-jährige bei 4,67 Punkten pro Partie, hat also anders als Burger keine wirkliche Leistungsdelle und dennoch sinkt sein Marktwert. Er war nach einem Zusammenprall zuletzt angeschlagen, ist inzwischen aber wieder fit und dürfte am Wochenende voraussichtlich in der Startelf stehen.
Der 20 Jahre alte dänische Nationalspieler Adam Daghim hat exzellent in die neue Spielzeit gefunden. 9 Punkte gegen Köln, 2 gegen den BVB und 8 gegen den VfB Stuttgart, obwohl zwei Partien verloren gingen und nur eine gewonnen wurde. Sein Marktwert schnellte von rund 3,7 Millionen auf derzeit knapp 6,8 Millionen hoch und ist nach wie vor am steigen. Die nächsten Gegner sind Paderborn, der HSV und Borussia Mönchengladbach – eine weitere gute Punkteausbeute in den kommenden Spielen scheint greifbar. Im Blick behalten sollten Comunio-Manager, dass mit Alexander Prass ein linker Mittelfeldspieler wieder fit ist und Daghim sicherlich Spielzeit abnehmen möchte.
Denn: Alexander Prass hat seine Muskelverletzung im Adduktorenbereich aus dem August auskuriert. Gegen den VfB Stuttgart fehlten im laut Trainer Ilzer „noch ein paar Prozent“. Österreich-Nationaltrainer Ralf Rangnick hat Prass für die anstehende Nations League bereits wieder nominiert, auch bei der TSG dürfte er bald wieder zum Einsatz kommen und sein Marktwert somit weiter steigen.
Preis-Punktepotenzial in Ordnung
Valentin Gendrey (610.000), Adam Hlozek (6.300.000), Tim Lemperle (6.990.000), Patrick Wimmer (5.150.000)
Rechtsverteidiger Valentin Gendrey kam für den nach einem Zusammenprall in der 69. Minute angeschlagenen Vladimir Coufal gegen den VfB Stuttgart in die Partie. Seit dem Wochenende steigt sein Marktwert, Coufal droht jedoch nicht länger auszufallen. Gendrey dürfte sich nach seiner langen Verletzungszeit mit Coufal um die Position des Rechtsverteidigers duellieren, zunächst hat Coufal jedoch die Nase vorn.
In der Offensive ist die TSG stark besetzt. Adam Hlozek zeigt sich zum Saisonstart in guter Form, gegen den VfB Stuttgart schoss er beide Tore (2:1). Auch Tim Lemperle und Fisnik Asllani wollen reichlich Einsatzzeit. Sein Marktwert bewegt sich im Bereich von 6,3 Millionen – solange er weiter gesetzt ist, ist der Marktwert okay. Sollte es auf die Doppelspitze Asllani/Lemperle über den Großteil der Saison hinauslaufen, dürfte Hlozeks Marktwert selbstredend sinken.
Tim Lemperles Marktwert steigt seit einigen Wochen, am 1. Spieltag fehlte er gelbgesperrt, gegen den BVB überzeugte er mit einem Tor und auch gegen Suttgart zeigte er eine solide Leistung. Rund 7 Millionen sind aber keinesfalls extrem günstig für den TSG-Stürmer, weshalb sein „Preis-Punktepotenzial in Ordnung“ ist.
Eher nicht kaufen bei der TSG Hoffenheim
Nathan De Cat (3.670.000), Sean Dulic (240.000), Albian Hajdari (3.200.000), Max Moerstedt (1.250.000)
Der Transfer von Nathan De Cat zur TSG Hoffenheim wurde als absoluter Coup gefeiert. Das zur Zeit des Transfers 17-jährige „belgische Wunderkind“ hat sich für den Klub aus Sinsheim entschieden, zahlreiche andere Klubs waren an dem Supertalent dran. Die Konkurrenz auf der Sechser-Position bzw. allgemein im zentralen Mittelfeld bei der TSG ist jedoch enorm. U20-Nationalspieler Cajetan Lenz wurde vom VfL Bochum verpflichtet, ebenso Luis Engelns vom SC Paderborn. Dann wären da auch noch die in der letzten Saison (und aktuell) gesetzten Avdullahu und Burger. De Cat wurde definitiv verpflichtet, um langfristig eine große Rolle bei der TSG zu spielen. Solange er jedoch nicht über kurze Jokereinsätze hinaus kommt, sollte das teure Wunderkind eher nicht gekauft werden.
Sean Dulic wurde ebenfalls als Perspektivspieler verpflichtet. Der 21-jährige wurde bei 1860 München ausgebildet, spielt seit 2024 im Profibereich. Der Innenverteidiger steht bereit, wenn die etablierten Kräfte ausfallen sollten. Dann ist die Zeit bei Dulic zuzugreifen, aktuell drängt sich ein Kauf nicht auf.
Es ist bislang nicht Albian Hajdaris Saison: Gegen den BVB schoss Hajdari ein Eigentor, auch gegen Köln gelang ihm kein gutes Spiel. Die Verpflichtung von Albian Hajdari war vor rund einem Jahr die Reaktion auf den Kreuzbandriss von Koki Machida, der jetzt sein Comeback feierte. Gut möglich, dass der routinierte Japaner Hajdari den Stammplatz spätestens nach der Länderspielpause streitig macht.
Unbedingt verkaufen
Bernardo (2.070.000), Natnael Abraha (260.000), Luis Engelns (240.000), Christopher Lenz (370.000), Lukas Petersson (160.000), Luca Philipp (160.000)
Lief Bernardo am 1. Spieltag noch als Linksverteidiger in der Startelf auf, übernahm diese Rolle ab dem 2. Spieltag Mats Rots. Am 2. und 3. Spieltag kam für Bernardo keine weitere Spielminute hinzu, sodass sein Marktwert demnächst deutlich sinken dürfte.
Natnael Abraha ist zweifelsfrei ein großes Rechtsverteidiger-Talent, kurz- und mittelfristig dürfte er an Vladimir Coufal und Valentin Gendrey jedoch nicht vorbeikommen. In Abwesenheit von WM-Fahrer Coufal zeigte TSG-Talent Abraha vielversprechende Leistungen in den Sommer-Testspielen. Sollten Coufal oder Gendrey länger ausfallen, ist Abraha definitiv einen näheren Blick wert, aktuell jedoch eher nicht.































