Ruben Neves FC Porto

Die große Bühne für die größten Talente: In Tschechien startet die U-21-Europameisterschaft. Auf welche Spieler sollte man genauer schauen? Comunioblog hat mal die Kader gefilzt. Wer ist mit dabei?

Vom 17. bis 30. Juni findet in Tschechien die U-21-Europameisterschaft statt. In vier Stadien kämpfen die acht qualifizierten Mannschaften um den prestigeträchtigen Pott.

Zusätzliche Motivation: Das Turnier ist zeitgleich die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

Die vier Halbfinalisten gehen nach Brasilien, es sei denn, England überstünde die Gruppenphase: Dann gäbe es ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Gruppendritten um das begehrte Ticket.

So, nun aber genug gelabert. Comunioblog hat sich einmal die Kader der Teams reingezogen und wirft nun ein paar Namen in die Verlosung, die in den kommenden zwei Wochen für Furore sorgen könnten. Aber, Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr!

Alessio Romagnoli (Italien, 20 Jahre): Dass unsere italienischen Freunde Defensivkünstler en masse produzieren, ist sicherlich nichts Außergewöhnliches. Doch nicht wenige sehen in Alessio Romagnoli den nächsten großen Verteidiger der Squadra Azzurra.

2012 gab er für die Roma sein Debüt in der Serie A. Im September 2014 leihte ihn der Klub in Richtung Sampdoria aus. Unter Coach Sinisa Mihajlovic absolvierte der 20-Jährige in der abgelaufenen Saison 31 Partien. 28-mal stand er in der Startelf.

Romagnoli ist in der Defensive vielseitig einsetzbar. Seine Stärken sieht er im Zentrum, denn dort könne er seine Übersicht und sein Passspiel am besten umsetzen, sagte er in einem Interview gegenüber „Spox“, „aber natürlich kann ich jederzeit auch auf der Außenbahn verteidigen.“ Übrigens: In Italien gibt es erste Vergleiche mit Alessandro Nesta. Geht schlimmer, oder?

Die Bundesliga bei der Copa America – Comunio-Stars aus Südamerika
Bundesliga und Comunio bei der Südamerikameisterschaft

Sieben Bundesligaspieler nehmen ab dem 12. Juni an der Südamerikameisterschaft teil. Für Comunio-Manager die Chance, sich in der fußballfreien Zeit ein Bild von potenziellen Neuzugängen zu machen.

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Ruben Neves (Portugal, 18 Jahre): Portugals nächstes Juwel? Mit Blick auf die Kader der U-21-EM stellen wir schon mal fest: Kein Spieler ist bei diesem Turnier jünger als Ruben Neves, Jahrgang 1997.

Beim FC Porto debütierte der Mittelfeldakteur zum Beginn der Saison – mit 17 Jahren. Gleich in seinem ersten Match erzielte er einen wunderschönen Treffer, wurde jüngster Torschütze der Liga und erhielt bei seiner Auswechslung stehende Ovationen.

In Folge erkämpfte sich Neves einen Platz in der erweiterten Rotation des Klubs: 37 Einsätze in allen Wettbewerben. Für die UEFA Grund genug, um auf dem eigenen Internetportal ein kleines Special über das Talent zu fahren.

Dort heißt es: „Er verfügt über ein präzises Passspiel, ist ideenreich und hat ein großartiges Stellungsspiel. Obwohl meist als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, fühlt er sich auch in der Offensive wohl und verfügt über einen knallharten Schuss.“

Und Neves selbst? Ist erstmal froh, überhaupt beim Turnier dabei zu sein. Nach der Saison nach Tschechien zu fahren, sei eine Krönung für ihn, „ich weiß aber, dass ich noch hart an mir arbeiten muss, um meine Ziele zu erreichen. Ich möchte portugiesischer Nationalspieler werden.“

Harry Kane (England, 21 Jahre): Durchbruch in einer der besten Ligen der Welt? Check! Harry Kane hat in seinem Heimatland schon einen kleinen Hype um sich ausgelöst. Wer will es ihnen verdenken?

In der mit Ausländern gespickten Premier League sind einheimische Talente wie Kane die Ausnahme geworden.

Der Angreifer der Tottenham Hotspur ist daher eine sehr willkommende Abwechslung. 20-mal netzte der 21-Jährige in der abgelaufenen Saison der englischen Liga. Auch debütierte er bereits für die Three Lions.

Dabei erinnert Kane ein wenig an Thomas Müller. Groß gewachsen, stetiger Unruheherd in- und außerhalb der Box. Zudem verfügt er über ein starken Offensivkopball und eine ansehnliche Technik. Manchester United soll bereits seine Fühler ausgestreckt haben.

John Guidetti (Schweden, 23 Jahre): 2012 war der Angreifer mit der heißeste Scheiß im europäischen Talenteschuppen. Von Manchester City ausgeliehen, schoss er mit Feyenoord die halbe Eredevisie auseinander. 20 Treffer in 23 Partien, sogar der FC Bayern soll damals ernsthaft interessiert gewesen sein.

Doch ein Virus setzte ihm zu: Fast ein ganzes Jahr quälte sich Guidetti mit der Krankheit herum, die sein zentrales Nervensystem angriff und zeitweise seine Bewegungen im rechten Bein erheblich einschränkte.

Der Schwede aber kämpfte sich zurück und landete nach einer Leihe in Stoke bei Celtic, für die er in der letzten Saison immerhin sieben Treffer in 18 Partien markierte. Eines steht fest: Kommt der 23-Jährige mal ins Rollen, ist er nur schwer zu stoppen. In seiner Heimat trägt er den Spitznamen „The Swedish Wayne Rooney“.

Ähnlich wie Englands Angreifer definiert sich John Guidetti vor allem über seine unglaubliche Präsenz. Abschluss inklusive. Auch bei EM in Tschechien?

Und wer taugt aus deutscher Sicht?

Gar nicht mal so einfach. Und nicht, weil sich kein Spieler finden ließe. Nein, der Kader des DFB ist unheimlich ausgeglichen und strotzt nur so vor Talent. Ich behaupte mal, dass die Auswahl in der Bundesliga ziemlich gut mithalten könnte.

Alleine beim Blick auf die Torwartrotation dürfte selbst jedem Coach einer A-Nationalmannschaft die Kinnlade herunterrutschen:
Bernd Leno, Marc Andre-ter Stegen und Timo Horn. Einfach nur der Wahnsinn.

Aber macht Euch selbst ein Bild. Hier der Kader der deutschen U-21-Nationalmannschaft. Wer drückt der EM seinen Stempel auf?

Tohüter: Leno, ter Stegen, Horn

Verteidigung: Knoche, Ginter, Heintz, Schulz, Günter, Korb

Mittelfeld/Angriff: Can, Geis, Kimmich, Leitner, Demirbay, Meyer, Arnold, Malli, Younes, Bittencourt, Gnabry, Klaus, Volland (C), Hofmann

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Autor: Sebastian Schramm

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