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Vor allem für Manager, die mit Saisonübergang spielen, stellt sich die Frage, ob man die Spieler mit auslaufenden Verträgen besser behält oder zeitnah abgibt. Wir werfen einen Blick über die neuesten Entwicklungen im Vertragspoker. Im ersten Teil widmen wir uns den Teams der oberen Tabellenhälfte.
Berücksichtigt sind nur Spieler mit mindestens einem Saisoneinsatz
Bayern München:
Arjen Robben und Franck Ribery: Jahrelang war die Flügelzange die Lebensversicherung des FC Bayern, wenngleich die beiden oft genug verletzt waren. Nun scheint das Duo tatsächlich über den Zenit, beide kommen zusammen „nur“ auf 5 Saisontore. Neueste Tendenz: Die beiden sollen noch ein Jahr bleiben, um ihre Nachfolger „auszubilden“. Weil sich Robben und Ribery aber nur äußerst ungern auf die Bank setzen, könnte das Szenario mit dem langsamen „Fade-Out“ für reichlich Unruhe sorgen. Zumindest bei Robben wäre es aber grob fahrlässig, nicht mindestens noch einen Einjahresvertrag vorzulegen. Prognose: Auch Ribery wird noch einmal ein letztes Angebot bekommen.
Rafinha: Bayern will um 2 Jahre verlängern, der Brasilianer überlegt aber noch. Er kann sich eine Heimkehr nach Brasilien vorstellen, aber auch in Europa soll es Möglichkeiten für einen Wechsel geben.
Tom Starke: Der Keeper Nummer 3 war ohnehin schon im Ruhestand und wird sich dort auch wieder hin begeben.
Borussia Dortmund:
Roman Weidenfeller: Das Karriereende nach der Saison ist für den Weltmeister von 2014 bereits beschlossene Sache.
Michy Batshuayi: Die vielleicht spannendste Personalie nach der Saison: Dortmund hat keine Kaufoption, wäre aber wohl bereit mehr als 60 Millionen für den Belgier zu zahlen – Stand jetzt. Chelsea ist aber dafür bekannt, seine Leihspieler erst einmal zurückzuholen, so gesehen bei Kevin de Bruyne und Andreas Christensen. Dortmund wird dann aber nicht bis zum Ende der Transferperiode warten können, ob sich Batshuayi wirklich bei den Blues durchsetzt. Zorc und Co. müssen vorher für Ersatz sorgen. Es wird ein sehr zähes Ringen um den Stürmer – mit wohl negativem Ausgang für den BVB.
FC Schalke 04:
Max Meyer: Obwohl er sich unter Tedesco als Sechser neu erfunden hat und derzeit auf Schalke richtig aufblüht, hat Meyer erneut ein Angebot mit verbesserten Bezügen abgelehnt. Er wird Schalke verlassen. Möglicherweise ein Fehler.
Marko Pjaca: Für den Mann von Juventus gibt es keine Kaufoption, maximal eine Verlängerung der Leihe ist möglich.
Leon Goretzka: Wechselt bekanntlich zum FC Bayern.
Abdul Rahman Baba: Nur bis zum Saisonende von Chelsea ausgeliehen, doch wenn Schalke wirklich will, dürfte es kein Problem sein, den Außenverteidiger, der in England nur selten überzeugen konnte, fest zu verpflichten.
Eintracht Frankfurt:
Lukas Hradecky: Frankfurt möchte unbedingt verlängern, doch der Finne ziert sich schon seit längerem. Inzwischen ist er als einer der besten Bundesliga-Keeper in den Fokus vieler anderer Vereine gerückt, so soll etwa auch Dortmund starkes Interesse an einer Verpflichtung haben. Hradecky sagt, er habe noch keinem Verein zugesagt. Wahrscheinlich dürfte ihn nur eine etwaige Champions-League-Teilnahme in Frankfurt halten.
Makoto Hasebe: Die gegenseitige Wertschätzung zwischen Verein und Spieler ist groß, so dass der Japaner zeitnah verlängern wird.
Alex Meier: Es dürfte schwer sein, den Fans zu verkaufen, dass man den „Fußballgott“ nach einer enormen Leidenszeit einfach fallen lässt. Falls Meier 2017/18 doch noch zu Spielzeit kommt, wäre zumindest ein Einjahresvertrag denkbar. Der Stürmer liebäugelte in der Vergangenheit aber auch immer wieder mit einem Wechsel in die USA, was ein würdiges Ende seiner Karriere darstellen könnte.
Carlos Salcedo: Frankfurt hat eine Kaufoption für den von Deportivo Guadalajara geliehenen Verteidiger. Da er seine Sache bisher gut macht und der mexikanische Markt auch aus Marketing-Sicht sehr attraktiv ist, wird er wohl verpflichtet.
Bayer Leverkusen:
Stefan Kießling: Das Karriereende nach der Saison ist für den Ex-Torschützenkönig bereits beschlossene Sache.
































