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In dieser Transferperiode haben bisher fünf Spieler innerhalb der Liga gewechselt. Das sollte ihren Wert bei Comunio erhöhen, oder? So sieht es aus bei Gregoritsch, Uth, Rexhbecaj, Skrzybski und Löwen.

Michael Gregoritsch (Schalke 04, Sturm, 5.350.000, 7 Punkte)

Der Österreicher war schon sowas wie der zentrale Spieler beim FC Augsburg – bis Martin Schmidt kam. Unter dem Coach kam Gregoritsch gar nicht mehr zurecht in der Fuggerstadt. Als er seinen Unmut dann mal etwas zu deutlich äußerte, spielte er schließlich gar nicht mehr. Sechs Einsätze bei nur 303 Minuten ist die bittere Bilanz des 25-Jährigen in dieser Hinserie, womit Gregoritsch – 2018/19 noch 92 Comunio-Punkte – einer der großen Verlierer der bisherigen Saison ist. 

Comunio-Prognose: Gregoritsch kommt als Ersatz für Mark Uth (siehe unten) nach Gelsenkirchen. Und seine Perspektiven dürften herausragend sein. Denn wenn auf Schalke irgendwo der Schuh drückt, dann im Sturm. Bezeichnend, dass die Mittelfeldspieler Suat Serdar und Amine Harit die besten Torschützen dieser Spielzeit sind. Gregoritsch kann im Sturm alleine, in einer Doppelspitze oder als Zehner agieren. Die Konkurrenz ist mit Ahmed Kutucu, Guido Burgstaller, Benito Raman und Rabbi Matondo sehr überschaubar. David Wagner zeigte sich nach wenigen Trainingseindrücken schon sehr angetan von der Leihgabe. Es spricht viel dafür, dass er wieder zu alter Stärke findet. 

Mark Uth (1. FC Köln, 4.200.000, Sturm, 7 Punkte)

Für Uth hingegen war das Kapitel Schalke eher ein dunkler Fleck in seiner Karriere. Viele Verletzungen bremsten ihn seit seinem Wechsel zu Hoffenheim aus. Aber auch in fittem Zustand konnte er selten überzeugen. Nur zwei Tore in 28 Spielen sind nach anderthalb Jahren auf Schalke zu wenig für einen Mann, der auch mal im Kreise der Nationalmannschaft war. Bezeichnend: Sein realer Marktwert sank laut Transfermarkt.de von 23 Millionen Euro auf 5,5. Nun die Leihe zurück zum 1. FC Köln, wo seine Karriere einst begann. 

Comunio-Prognose: Uth war sich 2018 eigentlich schon mit Köln einig, doch der Abstieg des FC verhinderte letztlich den Wechsel. Nun also der zweite Anlauf des gebürtigen Kölners, der einst aus der Jugend des FC empor kam. Das Problem: Köln ist im Sturm mit dem Trio Modeste/Cordoba/Terodde eigentlich überbesetzt. Doch Uth hat entscheidende Vorteile: Zum einen kommt er mehr aus der Tiefe, sprich: als Zehner oder gar über die Außen, wo der FC ohnehin schwach besetzt ist. Und zum anderen kennt er Trainer Markus Gisdol bereits aus Hoffenheimer Zeiten – der besten Phase seiner Karriere. Er wird das Spiel des FC flexibler machen und hat vor allem nach dem wohl feststehenden Abgang von Louis Schaub beste Chancen auf einen Platz hinter den Spitzen.

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Elvis Rexhbecaj (1. FC Köln, Mittelfeld, 1.300.000, 0 Punkte)

Rexhbecaj tauchte im letzten Jahr auf dem Radar auf. Bruno Labbadia hielt groß Stücke auf den gebürtigen Kosovaren. Oliver Glasner hingegen nicht. Und so taumelte der zentrale Mittelfeldspieler zwischen Bank, Tribüne und Regionalliga und kam in dieser Bundesliga-Saison noch gar nicht zum Einsatz. Dennoch war Rexhbecaj von vielen Klubs umworben. Köln machte schließlich das Rennen und lieh sich den jungen Mann bis Sommer 2021 aus.

Comunio-Prognose: „Ich will unbedingt spielen. Deshalb habe ich mich für diesen Schritt entschieden“, so der 22-Jährige. Ganz so einfach wird es aber nicht werden. Neben dem gesetzten Jonas Hector buhlen auch Ellyes Skhiri und Birger Verstraete um einen Platz auf der Sechser- bzw. der Achterposition. Den bisweilen überforderten Marco Höger klammern wir an dieser Stelle mal aus. Rexhbecaj muss seinen Platz erst einmal finden. Ihm wird kurzfristig wohl eher eine Rolle als Joker bleiben.

Steven Skrzybski (Fortuna Düsseldorf, Sturm, 2.830.000, 0 Punkte)

Mein Gott, nach Rexhbecaj nun auch noch Skrzybski. Der schreibenden Zunft wird aber auch alles abverlangt an diesem Morgen. Aber zurück zum Kerngeschäft: Steven Skrzybski konnte sich trotz einer einigermaßen guten Sommervorbereitung nicht für David Wagner auf Schalke empfehlen. In der Bundesliga ohne Einsatz, wurde er – trotz Stürmerflaute auf Schalke – bisweilen in die Reserve abgeschoben. Nun geht es also zur Fortuna, die den 27-Jährigen nach der Leihe für 1,5 Mio. Euro fest verpflichten können.

Comunio-Prognose: Düsseldorf und Skrzybski – das könnte gut passen. Denn die Funkel-Elf konnte die Abgänge von Dodi Lukebakio und Benito Raman auf den Außenpositionen nicht kompensieren. Weder Nana Ampomah, noch Bernard Tekpetey oder Kelvin Ofori wurden ihren Erwartungen gerecht. Ganz zu Schweigen von Dawid Kownacki. Skrzybski, lange bei Union Berlin einer der besten Zweitliga-Spieler, hat also gute Chancen, sich hier durchzusetzen. Auch die Rolle hinter der oder den Spitzen könnte er einnehmen. Für diesen Preis tatsächlich sehr interessant.

Die teuerste Elf bei Comunio

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Tor: Yann Sommer | Borussia Mönchengladbach | 4.680.000 | 65 Punkte | Stand: 5.1.20 | Bildquelle: imago images / Matthias Koch

Eduard Löwen (FC Augsburg, Mittelfeld, 2.910.000, 10 Punkte)

Die Hertha aus Berlin hat dieser Tage große Pläne. Über Namen wir Granit Xhaka, Emre Can oder Julian Draxler wird laut nachgedacht. Da bleibt kein Platz mehr für Eduard Löwen, der seit seinem Wechsel nach Berlin im vergangenen Sommer eigentlich nie in der Hauptstadt ankam und es unter Klinsmann meist gar nicht mehr in den Kader schaffte. Nach der anderthalbjährigen Leihe hat Augsburg auch eine Kaufoption.

Comunio-Prognose: Der 22-Jährige ist eine Investition in die Zukunft. Platzhirsch Daniel Baier ist mit 35 Jahren im Spätherbst seiner Karriere angekommen, aber natürlich immer noch gesetzt. Löwen wird sich also mit Spielern wie Rani Khedira und Jan Moravek um einen Stammplatz streiten müssen. Das hat gute Aussichten auf Erfolg – auch kurzfristig. Löwen hat seine Qualitäten in der Bundesliga bereits nachgewiesen und ist außerdem entwicklungsfähig. Wir sehen an dieser Stelle ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

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Autor: Karol Herrmann

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