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Vorbei ist die Ära Niko Kovac beim FC Bayern. Hansi Flick übernimmt als Interimscoach – entweder bis zur Länderspielpause, bis zum Winter oder gleich die komplette Saison. Aber wer folgt dann? Die Kandidaten im Check.

Erik ten Hag

Der Coach von Ajax Amsterdam gilt als heißester Anwärter. Zum einen ist der 49-Jährige ein aufstrebender Mann am internationalen Fußball-Trainer-Himmel, zum anderen hat er bereits in der Ära Pep Guardiola als Coach der Bayern-Reserve an der Säbener Straße gearbeitet und kennt das Mia-san-mia-Gen. Besonders interessant dabei ist, was ten Haag erst vor einer Woche in einem Interview sagte: „Ich schließe nichts aus, wenn der FC Bayern anruft.“

Prognose: Inzwischen hat Bayern angerufen, doch – das sickerte durch – ten Hag ist frühestens im Sommer zu haben. Zu groß ist noch seine Aufgabe bei Ajax. Er wird also nur kommen, wenn die Münchner eine Interimslösung bis Ende der Saison stellen. Diese könnte Hansi Flick oder ein anderer Mann sein.

Die Top-Elf des 10. Spieltags

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Tor: Mark Flekken (SC Freiburg) - 8 Punkte | Bildquelle: imago images / Nordphoto

Jose Mourinho

„The Special One“ ist die Königslösung und zweifelsohne der größte Name, der derzeit verfügbar ist. Brisant: Mourinho lernt jetzt auch noch deutsch. Er wäre sicher bereit. Und ganz gewiss könnte der Portugiese mit seinem Stil auch die aktuellen Defensiv-Probleme in den Griff bekommen.

Prognose: Trotz des Namens: Mourinho ist ein äußerst schwieriger Typ. Und er ist nicht gerade für sein spektakuläres Offensiv-Spiel bekannt. Daraus wird nichts.

Massimiliano Allegri

Die Fakten sprechen für ihn: Allegri wurde mit Juventus Turin in den letzten Jahren fünf Mal in Folge Meister, coachte dabei Weltstars wie Ronaldo. Rummenigge hat außerdem einen blendenen Draht nach Italien. Und das Beste: Allegri, der im Sommer überraschend entlassen wurde, steht zur Verfügung.

Prognose: Laut italienischen Medien gab es schon eine Kontaktaufnahme. Doch Allegri ist nur eine B-Lösung. Vor allem die Sprachbarriere (spricht nur wenig englisch) passt nicht nach München. Er hat trotzdem gute Chancen, wenn Bayern sofort eine langfristige Lösung anstrebt.

Ralf Rangnick

Ein Mann mit Erfahrung, der viel im deutschen Fußball erreicht hat, jedoch die Gemüter spaltet. Rangnick dürfte sich überzeugen lassen, seinen Posten als Head of Sport Development bei Red Bull an den Nagel zu hängen, falls die Bayern anrufen.

Prognose: Rangnick ist umstritten. So auch im Bayern-Gremium. Man wird sich nicht auf diese Personalie einigen können.

Thomas Tuchel

Tuchel war schon letztes Jahr die Wunschlösung von Karl-Heinz Rummenigge. Jetzt, wo sich die Zeit von Uli Hoeneß dem Ende entgegen neigt, könnte die Personalie noch einmal akut werden. Zumindest der Spiegel bringt Tuchel an dieser Stelle ins Spiel, da der Ex-Dortmunder auch bei PSG inzwischen umstritten ist.

Prognose: Tuchel ist derzeit nicht verfügbar. Er wäre maximal im Sommer eine Lösung. Bis dahin wird man aber einen anderen Coach – oder ten Hag – verpflichtet haben.

Mauricio Pochettino

Der Kontakt seitens der Bayern-Verantwortlichen zum aktuellen Tottenham-Trainer ist verbrieft. Dass es bei den Spurs aktuell nach vielen guten Jahren unter dem Argentinier nicht so läuft, hat ihn auf die Kandidatenliste gespült.

Prognose: Tottenham müsste Pochettino erst einmal entlassen. Danach sieht es derzeit nicht aus. Und deshalb wird Pochettino auch kein Bayern-Trainer.

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Mark van Bommel

Ja, das würde Sinn ergeben, der Ex-Spieler mit Stallgeruch, der die Abläufe kennt im Verein. Van Bommel ist seit 2018 Trainer in seiner Heimat bei PSV Eindhoven – und das durchaus erfolgreich.

Prognose: Zu neu ist der 42-Jährige im Trainergeschäft. Bayern will eine größere Lösung. Van Bommel käme noch einmal auf die Liste, wenn Kandidaten wie ten Hag oder Allegri nicht zur Verfügung stünden.

Arsene Wenger

Er hat viele Jahre mit Arsenal spektakulären Fußball spielen lassen, er spricht fließend deutsch und jeder Spieler hätte wohl gehörig Respekt vor ihm: Der Franzose ist seit gut einem Jahr ohne Engagement.

Prognose: Wenger könnte die perfekte Interimslösung sein, falls der neue Trainer, etwa ten Hag oder Tuchel, erst im Sommer kommen könnte. Ein nicht unrealistisch Szenario.

Jupp Heynckes

Es wäre zu schön für die Gazetten: Als letzte Amtshandlung holt Uli Hoeneß noch einmal seinen Freund Jupp zurück und gemeinsam schaffen die beiden mit dem FC Bayern den Turnaround. Nach dem Triple-Erfolg gehen beide zufrieden in Rente.

Prognose: Heynckes wird den Hörer nicht abnehmen.

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Autor: Karol Herrmann

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