Lamine Sane, Niklas Moisander

Foto: picture alliance/nordphoto
Nein, bei uns wird nicht schon am Nachmittag getrunken! Schaut man sich nur die Punkte der letzten drei Spieltage an, besteht die Top-5 der Abwehrspieler ausschließlich aus Spielern von Werder Bremen und Eintracht Frankfurt. Comunioblog ist der Sache auf den Grund gegangen. 

2:1, 2:2, 2:1 sind die letzten drei Ergebnisse von Werder Bremen. Das bedeutet sieben Punkte und vor allem nur vier Gegentore. Natürlich gehören die Werderaner damit noch lange nicht zur Bundesliga-Spitze, aber Trainer Alexander Nouri hat es geschafft, in den vier Spielen seit seinem Amtsantritt die Defensive zu stabilisieren. Das hat mehrere Gründe. Zum einen hat er der Mannschaft neues Selbstvertrauen eingehaucht, Nouri ist jemand, der es versteht, seine Spieler stark zu reden. Ein Effekt, der irgendwann verpuffen wird, aber für den Moment ein wichtiger Faktor ist.

Doch der Coach ist kein Dampfplauderer, auch das Spiel seiner Mannschaft hat sich merklich verändert. Die Bremer verteidigen viel besser im Team, ziehen sich weit zurück und machen so die Räume vor dem eigenen Strafraum extrem eng. Den Gegnern fällt oft nicht mehr ein, als den Ball planlos in den Sechzehner zu spielen. Und dort wartet ein Innenverteidigerpaar, das endlich in Bremen angekommen ist.

Abwehrduo gefunden und fit

Nouri vertraut Niklas Moisander und Lamine Sane. Nur einmal musste Milos Veljkovic für den verletzten Senegalesen einspringen. Moisander, langjähriger Kapitän bei Ajax Amsterdam, hat nach anfänglichen Problemen seine Form gefunden. In den letzten drei Spielen machte er 16 Punkte. Und auch Sane, der mit unglaublichen -18 Punkten gestartet war, holte in seinen letzten drei Einsätzen genauso unglaubliche 25 Punkte. Denn auch Bordeauxs ehemaliger Kapitän hat nun die Fitness, die nach einer Knieverletzung am Saisonbeginn noch fehlte. Zudem passt mittlerweile die Abstimmung.

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Bei Borussia Dortmund und Mainz 05 rutschte zuletzt je ein Verteidiger relativ überraschend in die Mannschaft. Zwei Offensivspieler aus Bremen überzeugten beim Sieg gegen Bayer Leverkusen und steigerten so ihren Wert.

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Der dritte im Bunde, der seit Nouris Amtsübernahme wie ausgewechselt agiert, ist Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche, der gerne mal als Bruder Leichtfuß unterwegs ist, zeigt auf einmal auch in der Defensive ordentliche Leistungen und ist offensiv um einiges präsenter als zuletzt. Nach -12 Punkten zum Start holte er in den letzten drei Spielen 19 Zähler.

Nicht ganz so beeindruckend sind die Zahlen auf der linken Seite. Das liegt sicher daran, dass die Leistungen von Robert Bauer am Saisonanfang bei weitem nicht so desaströs waren wie bei den anderen im Defensivverbund. Doch auch Bauer sammelte in den letzten vier Partien keine Minuspunkte mehr. Jetzt nach der Rückkehr von Santiago Garcia (2 Punkte am 7. Spieltag) fungiert er als Backup der beiden Außenverteidiger.

Natürlich kann man hier noch nicht von einer nachhaltigen Änderung sprechen, aber es sieht ganz so aus, als wenn Werder auf einem guten Weg ist, die Kurve zu bekommen. Zumindest kurzfristig kann man über Bremer Verteidiger nachdenken.

Quelle: Comstats.de

Quelle: Comstats.de

Frankfurts Kette beeindruckend konstant

Das gilt auch für Frankfurter. Dabei war die Skepsis zu Saisonbeginn ziemlich groß. Zu weitreichend war der Umbruch, zu multikulturell die Zusammenstellung der Mannschaft. Sieben Spieltage später lässt sich aber sagen, dass die Kovac-Brüder ein starkes Gesamtpaket geschnürt haben. Nachdem zu Saisonbeginn Abwehrchef David Abraham sich als Punktehamster einen Namen machte (27 Punkte in den ersten vier Spielen), waren es zuletzt die Kollegen, die fleißig einsammelten.

Nebenmann Jesus Vallejo (26 Punkte) holte gleich drei Mal 6 Punkte in den letzten vier Spielen, insgesamt war er noch nie schlechter als Note 3,5. Seit er für den rot-gesperrten Michael Hector in die Mannschaft rutschte, spielt er tadellos. Nicht selbstverständlich für einen 19-Jährigen. „Er beschäftigt sich zu hundert Prozent mit dem Job und ist sehr wissbegierig. Das ist die richtige Mentalität für uns und für ihn selbst“, lobt sein Trainer Niko Kovac in der „Neuen Presse“.

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Dazu kommen zwei Außenverteidiger, die aktuell in der Form ihres Lebens sind. Bastian Oczipka kommt in dieser Saison schon auf 29 Punkte. Zuletzt heimste er zwei Mal eine 2,5 ein. Wenn er auch nur annähernd diesen Schnitt hält, durchbricht er locker die 100-Punkte-Marke. Sein Gegenpart rückte dagegen nur in die Mannschaft, weil sich der etatmäßige Rechtsverteidiger Guillermo Varela am zweiten Spieltag verletzte.

Doch Timothy Chandler nutzte seine Chance und fügte sich nahtlos ins Gebilde ein. Auch der US-Nationalspieler ist noch ohne Minuspunkte in dieser Saison. Gegen die Bayern gelang ihm seine Saisonbestleistung mit acht Punkten. 24 Zähler stehen bereits zu Buche. Seine Saisonbestmarke von 55 Punkten wackeln bereits jetzt. Und nun folgt die Partie in Hamburg und auch wenn die Eintracht auswärts in dieser Woche längst nicht so stark auftritt wie zuhause, ist auch in diesem Spiel etwas drin – und damit auch Comunio-Punkte. Und das Schöne ist, alle im Text genannten Spieler gibt es für unter 2,75 Millionen.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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