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Werder Bremen hat die erste Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg souverän gemeistert. Doch auch Schwächen im Kader wurden offenbart. Dazu kommt das Interesse anderer Vereine am Sturmduo Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch. Wer kommt, wer bleibt, wer geht beim SV Werder?
Wer bleibt beim SV Werder Bremen?
Einen großen Umbruch wird es bei Werder Bremen nach der Saison nicht geben. Vielmehr geht es darum, den Kader in der Breite zu verstärken. Eine Schwachstelle, die sich vor allem im Laufe der Rückrunde offenbarte, als Trainer Ole Werner oftmals nicht adäquat von der Bank nachlegen konnte und der Qualitätsverlust Punkte kostete.
Das defensive Stammpersonal wird sehr wahrscheinlich so zusammenbleiben. Und auch von bei den Mittelfeldspielern ist davon auszugehen, dass alle Stammkräfte gehalten werden können.
Ob dies auch für das Sturmduo Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch gilt, ist dagegen nicht sicher. Auf der einen Seite kann Werder nur schwerlich auf die Qualität der beiden Angreifer verzichten, auf der anderen Seite wecken die starken Leistungen auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen und auch bei den Spielern selbst.
So erhoffen sich beide besser dotierte Verträge, entweder bei Werder oder eben bei einem anderen Verein. Die Grün-Weißen sind zudem auf Transfererlöse angewiesen, um das Minus des Abstiegs und der Corona-Jahre abzubauen.
Während die Bremer bei Füllkrug das Heft des Handels komplett in den eigenen Händen haben, besitzt Ducksch eine Austiegsklausel in Höhe von rund 7 Millionen Euro, die allerdings nur noch bis zum 31. Mai gezogen werden kann.
Welche Bremer werden sicher gehen?
Bislang stehen lediglich zwei Abgänge fest. So wechselt Werder-Talent Yannik Engelhardt, der bereits in der Vorsaison an die Zweitvertretung des SC Freiburg ausgeliehen war, fest ins Breisgau. Die Freiburger zogen die Kaufoption für den defensiven Mittelfeldspieler.
Und Leihspieler Maximilian Philipp wird die Bremer (vorerst?) wieder in Richtung VfL Wolfsburg verlassen. Da ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen, grundsätzlich war man in Bremen mit den Leistungen des Offensivspielers zufrieden.
Diese Spieler könnten Werder noch verlassen
Mit Eren Dinkci könnte aber ein anderer Offensivspieler auf Leihbasis gehen. Der Plan ist, dass das Bremer Eigengewächs an anderer Stelle hochwertige Spielpraxis sammeln soll. Aufsteiger Darmstadt 98 wurde in dem Zusammenhang bereits genannt, aber auch die niederländische Erendivisie soll ein Thema sein.
Und dann ist da die bereits erwähnte Situation um Füllkrug und Ducksch. Die Verträge der beiden Leistungsträger laufen nach der kommenden Spielzeit aus. Werder steht damit vor der Entscheidung, beiden eine Verlängerung ihrer Arbeitspapiere zu deutlich besseren Bezügen anzubieten, oder die letztmalige Chance zu ergreifen und ihre Leistungsexplosionen mit hohen Ablösesummen zu vergolden.
Wobei bei Ducksch nur noch bis Ende Mai, die bereits erwähnte Austiegsklausel greifen würde, erst danach wäre die Ablösesumme frei verhandelbar. Borussia Dortmund, Union Berlin und der FC Turin sollen interessiert sein.
Es ist zu hören, dass Werder in diesem Transferfenster eine niedrig zweistellige Transfereinnahme erzielen muss, um den finanziellen Belastungen Herr zu werden. Offen spricht dies natürlich niemand aus, aber da ist der Abgang mindestens einer der beiden Angreifer eigentlich unausweichlich.































