Werder Bremen

Foto: © imago / Nordphoto
Seit nunmehr acht Spielen ist Werder Bremen ungeschlagen und hat sich der gröbsten Abstiegssorgen erst einmal entledigt. Dabei fielen in den letzten Spielen immer häufiger Leistungsträger aus. Comunioblog gibt vor dem Nordderby Auskunft über den Verletztenstatus der Bremer und zeigt, welche Spieler gerade Schnäppchenpotenzial haben. 

Die nackten Zahlen der letzten acht Spiele sind durchaus beeindruckend. Sechs Siege, zwei Unentschieden und ein Torverhältnis von 20:6. Kein Team holte im gleichen Zeitraum mehr Punkte, nur das Torverhältnis der Bayern ist besser. 

Natürlich wirkt sich das auch bei Comunio aus. So holte Werder während der laufenden Serie 53,8 Punkte pro Spiel. Auch hier sind nur die Bayern besser. Die 50,7 Punkte in den fünf Auswärtsspielen sind sogar der beste Wert in den letzten acht Spielen. 

Erfolg trotz Verletzungsmisere

Dabei greifen bei den Bremern zwei Faktoren, die häufig Hauptgründe für Erfolg sind, überhaupt nicht. Werder tritt weder dominant auf, noch haben sie große personelle Kontinuität. Denn immer wieder fallen Leistungsträger aus.

Zuletzt gegen Frankfurt fehlten Serge Gnabry, Thomas Delaney, Clemens Fritz, Lamine Sane, Robert Bauer, Philipp Bargfrede und Izet Hajrovic. Während des Spiels brach sich dann auch noch Luca Caldirola den Mittelfuß. 

Die Top 10 nach Punkten pro Spiel

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Platz 10: Ousmane Dembele (6,0 Punkte pro Spiel) In der Rangliste sind alle Spieler mit mindestens sieben bewerteten Einsätzen. In Klammern die Platzierung der Vorwoche. Quelle: Comstats.de, Bildquellen: Picture Alliance, Imago,

In Comunio-Zahlen ausgedrückt, fehlten 340 von 877 Comunio-Punkten auf dem Platz. Das ist beachtlich und noch beachtlicher ist es, dass es trotzdem läuft. Das ist in erster Linie ein Verdienst von Trainer Alexander Nouri, der dem Team eine klare Struktur verpasst hat. Ausfälle werden im Kollektiv aufgefangen, weil jeder Spieler, der reinkommt, weiß, was er zu tun hat. Unabhängig vom System.

Denn Werder kann mittlerweile problemlos während des Spiels zwischen Dreier-, Vierer- und Fünferkette wechseln, ohne dass dabei die defensive Kompaktheit verloren geht. Und so kommt es, dass mittlerweile jeder Bremer, der ins Team kommt, auch für Comunio interessant ist. 

Jetzt punktet die zweite Reihe

So holte Santiago Garcia in den drei Spielen seit Bauers Verletzung zwölf Zähler. Der Argentinier hat in 16 bewerteten Einsätzen 47 Punkte geholt. Minuspunkte gab es noch nie in dieser Saison. Sane-Ersatz Caldirola holte acht Punkte im gleichen Zeitraum.

Gegen HSV wird ihn wieder der Senegalese ablösen, der seine Adduktorenprobleme ausgestanden hat und am Dienstag wieder im Kreis der Mannschaft trainierte. Der Abwehrchef ist ein Schnäppchen und kostet nur 1,1 Millionen, obwohl er 22 Punkte in seinen letzten sechs Einsätzen holte. 

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Selbst Milos Veljkovic, der zuletzt immer Teil der Dreierkette war und eigentlich nicht punktete, kam auf zehn Punkte in den letzten fünf Partien. Die Bilanz könnte noch besser sein, aber gegen Frankfurt musste er Gelb-Rot-gefährdet nach 29 Minuten ausgewechselt werden und erhielt -4 Punkte. 

Weitere Spieler, die von den Ausfällen der Stammkräfte während des Laufs profitierten, sind Maxi Eggestein (20 Punkte in sieben Einsätzen) und Florian Grillitsch (18 Punkte in sechs Einsätzen). Grillitsch kostet 2,44 Millionen, Eggestein sogar nur 1,6 Millionen. Beide werden auch gegen Hamburg spielen. 

Gnabry wieder zurück

Selbst Florian Kainz, der in der Hinrunde völlig außen vor war, schnuppert endlich Morgenluft. Durch die Verletzung von Serge Gnabry, aber auch durch gute Leistungen, verdiente er sich in den letzten sieben Spielen Einsatzminuten. Das führte zu zwei bewerteten Partien, einem Tor und zehn Comunio-Punkte für ganz kleines Geld. 

Dennoch sehnen alle die Rückkehr des Nationalspielers herbei. Gnabry stieg am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining ein und könnte auch für das Spiel am Sonntag wieder ein Thema sein. Mit 125 Punkten ist er immer noch bester Bremer bei Comunio. 

Die Top-Elf des 28. Spieltags

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Obwohl er schon fünf Spiele fehlt, taucht er noch in den Punkte-Top-50 der letzten acht Partien auf. Dort finden sich mit Max Kruse (48 Punkte in sieben Spielen), Delaney (46 in fünf), Felix Wiedwald (46 in acht), Zlatko Junuzovic (40 in sieben) und Fin Bartels (34 in acht) noch fünf weitere Punktegaranten der letzten Wochen wieder. Theo Gebre Selassie (29 in acht) folgt auf 53. 

Klassenerhalt nicht mehr weit

Der Tscheche holte letztmals am dritten Spieltag Minuspunkte und ist für unter zwei Millionen zu haben. Auch Bartels hat mit 3,87 Millionen noch Luft nach oben. Immerhin dürfte der Offensiv-Allrounder Altmeister Claudio Pizarro endgültig verdrängt haben. Der 38-Jährige passt nicht ins auf wenig Ballbesitz ausgelegte Umschaltspiel der Bremer. 

Mit 36 Punkten und Platz 11 befindet sich Werder aktuell nicht mehr in akuten Abstiegssorgen. Gerettet sind sie aber noch nicht. Das soll möglichst in den nächsten Partien geschafft werden. Nach dem Spiel gegen Hamburg geht es nach Ingolstadt und dann kommen die auswärtsschwachen Herthaner nach Bremen.

Gute Vorzeichen und bei den Schanzern sollte dann auch Delaney wieder dabei sein. Mit dem Dänen, Gnabry und Sane geht dann sogar vielleicht noch was in Richtung Europa. Es wäre wohl zu viel des Guten. Beschweren würde sich in Bremen trotzdem niemand. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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